Diplomarbeit, 2009
179 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Einleitung
1.1 Problemlandschaft
1.2 Zielsetzung
1.3 Wissenschaftlicher Diskussionsstand
1.4 Strukturierung der Arbeit
2 Terminologische Abgrenzung
2.1 Entrepreneurial Learning
2.1.1 Lernen durch Erfahrung
2.1.2 Erfahrungen
2.1.3 Kompetenzen
2.1.4 Gründungsrelevante Kompetenzfelder
2.1.5 Entrepreneurship Education (EE)
2.2 Umfeld des Entrepreneurial Learning
2.2.1 Entrepreneurship und Entrepreneur
2.2.2 Entrepreneurship und KMU
2.2.3 Erfolgskriterien für KMU
2.2.4 Gründungsprozess
2.2.5 Gründungsberatung
2.2.6 Gründungsberatung in der Wirtschaftskammer
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Marktorientierter Ansatz vs. ressourcenorientierter Ansatz
3.1.1 Kompetenzbasierter Ansatz
3.1.2 Wissensbasierter Ansatz
3.2 Cognitive Theory als Innensicht
3.2.1 Grundlagen der Cognitive Theory
3.2.2 Bedeutung von Wahrnehmungsverzerrungen und Heuristiken
3.3 Entrepreneurial Learning
3.3.1 Komponenten des Entrepreneurial Learning
3.3.1.1 Grundlagen des Erfahrungslernens
3.3.1.2 Lern- bzw. Erfahrungskurvenkonzept
3.3.1.3 Modell des Erfahrungslernens
3.3.1.4 Weiterentwicklung des dynamischen Lernprozesses
3.3.1.5 Formen des Erfahrungslernens
3.3.1.6 Gründungsrelevante Lerninhalte
3.3.2 Einflussfaktoren im Lernprozess
3.3.2.1 Interne Einflussfaktoren
3.3.2.1.1 Wahrnehmung und Wahrnehmungsverzerrungen
3.3.2.1.2 Erfahrung
3.3.2.1.3 Erwartungen und Ziele
3.3.2.1.4 Lernkultur
3.3.2.1.5 Lernkompetenz
3.3.2.2 Externe Einflussfaktoren
3.3.2.2.1 Mikrosoziales Umfeld als informelle Lernquelle
3.3.2.2.2 Aus- und Weiterbildung als formelle Lernquelle
3.3.2.2.3 Gründungsberatung als formelle Lernquelle
3.3.2.3 Situative Einflussfaktoren
3.3.3 Phasen des Lernprozesses
3.3.3.1 Einführung
3.3.3.2 Akquisition
3.3.3.3 Transformationsprozess
3.3.3.4 Ergebnisse des Lernprozesses
3.3.3.4.1 Einführung
3.3.3.4.2 Gründungsrelevante Aufgabenfelder und Kompetenzen
3.3.3.4.3 Kompetenzfelder in der Vorgründungsphase
3.3.3.4.4 Kompetenzfelder in der Gründungsphase
3.3.3.4.5 Vermutete Kompetenzdefizite im Gründungsprozess
4 Empirische Untersuchung
4.1 Ziele der Untersuchung
4.2 Methodik und Forschungsdesign der empirischen Untersuchung
4.2.1 Forschungsprozess
4.2.2 Gütekriterien
4.2.3 Das problemzentrierte Interview (Auswahl des Verfahrens)
4.2.4 Differenzierungskriterien der Populationswahl
4.2.5 Datenerhebung und Aufbau des Leitfadens
4.2.6 Datenauswertung anhand der qualitativen Inhaltsanalyse
4.3 Darstellung ausgewählter Ergebnisse
4.3.1 Methodische Umsetzung
4.3.2 Struktur der interviewten Unternehmen
4.3.3 Gründungsberater
4.3.4 Lernen im Gründungskontext
4.3.5 Interne Einflussfaktoren im Lernprozess
4.3.5.1 Erfahrungen vor der Gründung
4.3.5.2 Motivationen, Erwartungen und Zielsetzungen
4.3.5.3 Lernbereitschaft und Kompetenzausstattung
4.3.5.4 Kompetenzbedarfe
4.3.6 Externe Einflussfaktoren im Lernprozess
4.3.6.1 Überblick externer Unterstützungsleistungen
4.3.6.2 Gründungsberatung
4.3.6.3 Zukunft und Ausblick der Gründungsberatung
4.3.7 Gründungsrelevante Kompetenzfelder in der Gründungsphase
4.3.8 Gestaltungsempfehlungen und Implikationen für die Gründungsberatung
5 Diskussion und Ausblick
5.1 Zusammenfassung und Forschungsbeitrag
5.2 Kritische Würdigung der eigenen Ergebnisse und offene Forschungsfragen
5.2.1 Grenzen der Arbeit
5.2.2 Ansatzpunkte für potentielle zukünftige Forschung
Die Arbeit untersucht den Gründungsprozess von Kleinunternehmen und Ein-Personen-Unternehmen, um zu identifizieren, welche Kompetenzfelder den Gründungserfolg nachhaltig beeinflussen. Das Ziel besteht darin, den individuellen Lernprozess der Gründer zu analysieren und den Beitrag der Gründungsberatung zur Kompetenzentwicklung herauszuarbeiten.
3.3.1.2 Lern- bzw. Erfahrungskurvenkonzept
Entrepreneurial Learning beschreibt hier die Aneignung von Erfahrungen, die in unterschiedlichem Maße Wirksamkeit auf die Kompetenzentwicklung ausübt. Für den Lernerfolg ist Voraussetzung, dass beim Lernprozess nicht nur Erfahrungen aufgenommen, sondern auch verarbeitet und bewertet werden. Es lässt sich der Lernerfolg nicht durch schlichtes Wiederholen erreichen, sondern kann durch neue Tätigkeiten erworben werden. Das heißt auch, dass erste Erfahrungen in einer speziellen Situation stärkere Lerneffekte und Kompetenzentwicklungen hervorrufen als spätere Erfahrungen.
Dies kann durch die Lern- bzw. Erfahrungskurve veranschaulicht werden, indem der Zusammenhang von Erfahrung und Kompetenz im Zeitablauf zum Ausdruck kommt. Das Verhältnis von Lernaufwand und Lernertrag wird durch den Verlauf der Kurve bestimmt. Abbildung 6 stellt auch dar, dass der Gründer bereits über eine Basis an Kompetenz zu Beginn des Gründungsprozesses verfügt. Im Entrepreneurial Kontext heißt das, dass Erfahrungen von Gründern zu Beginn des Gründungsprozesses stärkeren Einfluss auf die Lerneffekte und die Kompetenzentwicklung ausüben als im weiteren Verlauf der Gründung.
Die Übertragbarkeit und Anwendbarkeit von Erfahrungen auf neue Situationen kann meist nur dann erreicht werden, wenn diese durch Ähnlichkeit zur Lernsituation gekennzeichnet sind. Das heißt, wenn erworbene Erfahrungen einer späteren Situation ähnlich sind, kann eine hohe Lernübertragbarkeit („learning transfer“) und eine dadurch erworbene Kompetenz erzielt werden. Beispielsweise kann bei einer neuerlichen Gründung frühere Gründungserfahrung hilfreich sein.
1 Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die Relevanz von Kleinunternehmen für die Wirtschaft und führt in die zentrale Fragestellung ein, wie Gründer durch Erfahrung und Beratung ihre Kompetenzen entwickeln können.
2 Terminologische Abgrenzung: Hier werden grundlegende Begriffe wie Entrepreneurial Learning, Kompetenzen, Erfahrung und die spezifischen Formen der Gründungsberatung definiert, um einen einheitlichen Rahmen für die Arbeit zu schaffen.
3 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert den kompetenzorientierten Ansatz und die Cognitive Theory, um den Lernprozess und die Einflussfaktoren (intern, extern, situativ) theoretisch zu fundieren.
4 Empirische Untersuchung: Die methodische Vorgehensweise, basierend auf problemzentrierten Experteninterviews mit Jungunternehmern in Oberösterreich, wird hier dargelegt und die Ergebnisse zur Kompetenzentwicklung sowie zum Beratungsbedarf werden präsentiert.
5 Diskussion und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert den Forschungsbeitrag im Lichte der Theorie und leitet Implikationen sowie künftige Forschungsmöglichkeiten ab.
Entrepreneurial Learning, Kompetenzmanagement, Kleinunternehmen, EPU, Gründungsberatung, Erfahrungslernen, Handlungskompetenz, Fachlich-methodische Kompetenz, Sozial-kommunikative Kompetenz, Persönliche Kompetenz, Gründungsprozess, Critical Events, Qualitatives Interview, Selbsteinschätzung, Unternehmensgründung.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmensgründer in der Gründungsphase neue Kompetenzen erwerben und welche Rolle Erfahrungen sowie externe Beratung bei diesem Lernprozess spielen.
Die zentralen Themen sind Entrepreneurial Learning (unternehmerisches Lernen), die Identifizierung von gründungsrelevanten Kompetenzfeldern und die Effektivität von nicht-kommerzieller Gründungsberatung.
Das Kernziel ist es, aufzuzeigen, wie Gründer vom "Kenner" zum "Experten" werden und welche Faktoren diesen Prozess, insbesondere bei Klein- und Ein-Personen-Unternehmen, unterstützen oder behindern.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf problemzentrierten Experteninterviews (PZI) mit 20 Jungunternehmern und Beratern in Oberösterreich basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des Lernprozesses und eine anschließende empirische Untersuchung, in der die theoretischen Annahmen anhand von Praxiserfahrungen reflektiert und typisiert werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Entrepreneurial Learning, Kompetenzmanagement, Gründungsprozess, Erfahrungslernen und Gründungsberatung.
"Critical Events" sind kritische Ereignisse, die den Lernprozess massiv beschleunigen können, da sie den Gründer vor existenzbedrohende Herausforderungen stellen, die eine Reflexion und Neuorientierung erzwingen.
Die Gründungsberatung wird besonders von Experten-Gründern als wertvoll geschätzt, um neue Perspektiven zu gewinnen. Bei weniger erfahrenen Gründern (Kennern) ist der Beitrag oft geringer, da diese erst ein Bewusstsein für ihren tatsächlichen Informationsbedarf entwickeln müssen.
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