Hausarbeit, 2011
13 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Topik im Russischen
2.1 Einführung
2.2 Interne Topiks
2.3 Externe Topiks
2.4 Abstrakte Topiks
2.4.1 In thetischen Sätzen
2.4.2 In kategorischen Sätzen
2.5 Éto als Topik
3. Fokus im Russischen
3.1 Grundannahmen zur Struktur des russischen Satzes
3.2 Oberfläche des Satzes im Russischen
3.3 Informationsstruktur russischer Sätze
4. Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die vermeintliche Freiheit der russischen Wortstellung zu widerlegen und nachzuweisen, dass sie durch die Informationsstruktur – unterteilt in Topik-Kommentar- und Fokus-Hintergrund-Gliederung – sowie durch grammatische Regeln der generativen Grammatik präzise gesteuert wird.
2.2 Interne Topiks
Krylova/ Chavronina unterscheiden fünf Grundvarianten, bei denen das Thema jeweils an erster und das Rhema an zweiter Stelle steht (siehe oben), und fünf expressiv gefärbte Varianten, bei denen das Rhema immer an Satzanfang steht, z.B.:
Быстро приближается поезд.
Rhema Thema
Die Unterteilung in Thema und Rhema wird über einen Fragetest ermittelt, allerdings wird nichts über die Abfolge der Konstituenten innerhalb des Themas/ Rhemas ausgesagt (vgl. Junghanns/ Zybatow 1998: 9).
Deswegen versuchen Junghanns/ Zybatow die verschiedenen Arten von Topiks im Russischen mit grammatischen Mitteln zu erklären. Dabei gehen sie von folgenden „Grundannahmen zum Zusammenhang von Grammatik und Informationsstruktur“ aus (Junghanns/ Zybatow 1998: 14). Erstens macht die overte Morphologie des Russischen overte Bewegungen zur Identifikation syntaktischer Funktionen überflüssig. Zweitens wird die ursprünglich grammatische Struktur durch informationsstrukturell induzierte Bewegungen verändert. Dazu trägt eine Konstituente des Satzes das Topik-Merkmal [TOP] und eine Konstituente das Fokus-Merkmal [FOC]. Weiterhin verlassen die Argumente des Verbs und das Verb selbst die VP nur dann, wenn es ihre Diskursfunktion erfordert. Schließlich sind bestimmte syntaktische Positionen mit bestimmten Diskursfunktionen assoziiert, d. h. unterschiedliche Typen von Topik und Fokus haben unterschiedliche syntaktische und phonologische Enkodierungen (vgl. Junghanns/ Zybatow, 1998: 14-15).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der russischen Wortstellung ein und erläutert die Forschungsziele auf Basis des „Leipziger Modells“.
2. Topik im Russischen: Hier werden verschiedene Topik-Konzepte definiert und anhand grammatischer Merkmale wie internen, externen und abstrakten Strukturen detailliert analysiert.
3. Fokus im Russischen: Dieses Kapitel behandelt die syntaktischen Bedingungen der Fokusbildung sowie die Auswirkungen von Informationsstruktur auf die Satzoberfläche und Variantenbildung.
4. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, um zu bestätigen, dass die russische Wortstellung regelgeleitet und nicht willkürlich ist.
Russisch, Wortstellung, Informationsstruktur, Generative Grammatik, Topik, Fokus, Leipziger Modell, Satzstruktur, Syntax, Kontrastakzent, Diskursfunktion, Satzakzent, Phonologie, Semantik.
Die Arbeit untersucht die Struktur der russischen Sätze und widerlegt die Annahme, dass die Wortstellung im Russischen völlig frei und willkürlich sei.
Zentrale Themen sind die Topik-Kommentar-Gliederung, die Fokus-Hintergrund-Gliederung und die syntaktische Analyse mittels generativer Grammatik.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass russische Wortstellungsvarationen durch spezifische linguistische Regeln und die Informationsstruktur des Sprechers bestimmt werden.
Es wird das „Leipziger Modell“ der generativen Grammatik angewandt, um die Wechselwirkungen zwischen Grammatik und Informationsstruktur zu erklären.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Arten von Topiks, deren Enkodierung sowie die Faktoren, die zur Änderung der Wortstellung und Fokussetzung führen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Russisch, Informationsstruktur, Generative Grammatik, Topik, Fokus und Wortstellung.
Interne Topiks bewegen eine Konstituente in eine ausgezeichnete Position, während externe Topiks eine eigenständige Nominalphrase außerhalb des eigentlichen Satzes bilden.
Thetische Sätze besitzen kein overtes Topik und keinen Hintergrund; der gesamte Satzinhalt wird fokussiert, um ein Ereignis darzustellen.
„Éto“ fungiert als hierarchisch hochstehender Strukturmarker, der die nachfolgende Konstituente als fokussiert kennzeichnet.
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