Hausarbeit, 2012
22 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Autoren
2.1. E. T. A. Hoffmann – Person und Kunstverständnis
2.2. Edgar Allan Poe – Person und Kunstverständnis
2.3. Ein Vergleich
3. Das Fräulein von Scuderi & The Murders in the Rue Morgue. Eine Gegenüberstellung
3.1. Paris als Schauplatz
3.2. „Detektive“ bei Hoffmann und Poe
3.2.1 Magdalene von Scuderi
3.2.2 C. Auguste Dupin
3.3. Darstellung des Verbrechens
3.3.1. Giftmorde, Schmuckraub und erdolchte Kavaliere
3.3.2. Extraordinary Murders in Rue Morgue
3.4. Die Rolle der Polizei
3.4.1. Ermittlung durch die Chambre ardente bei Hoffmann
3.4.2. Darstellung der unterlegenen Pariser Polizei bei Poe
3.5. Unschuldig verdächtigt – Olivier Brusson vs. Adolphe Le Bon
3.5.1. Olivier Brusson, der Liebende
3.5.2. Adolphe Le Bon, der Gute
3.6. Detaillierte Aufklärung im Verhör
3.6.1. M. von Scuderi und Olivier Brusson
3.6.2. Dupin und der Matrose
3.7. Der Täter
3.7.1. René Cardillac, der Schmuckkünstler
3.7.2. Ein entlaufener Orang-Utan
4. Fazit
Die Arbeit untersucht den literarischen Einfluss von E.T.A. Hoffmanns Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ auf die Entstehung und Struktur von Edgar Allan Poes Detektivgeschichte „The Murders in the Rue Morgue“. Das primäre Ziel ist es, Parallelen in der Figurenkonzeption, der Schauplatzwahl und der Erzählstruktur aufzuzeigen, um die Verwurzelung von Poes Detektivgenre in der deutschen Romantik zu belegen.
3.1. Paris als Schauplatz
In E. T. A. Hoffmanns Erzählung Das Fräulein von Scuderi wurde Paris als Schauplatz gewählt. Die Erzählung aus dem Zeitalter Ludwig des Vierzehnten bezieht sich auf die mysteriösen Giftmorde von 1679 und den daraus entstandenen Skandal bei Hofe. Hoffmann nutzt diese reale Gegebenheit um die chambre ardente (frz. „glühende Kammer“) und den Präsidenten la Regnie (Anm. Nicolas de la Reynie) einzuführen.
Hoffmann nennt an mehreren Stellen die Namen von zur Zeit Ludwig des XIV. real existierenden Orten innerhalb Paris. Es beginnt der in der Straße St. Honoré, der Wohnung von Magdalene de Scuderi. Zudem der Greveplatz als Platz der öffentlichen Hinrichtungen genannt. Erwähnt wird auch der Pariser Stadtteil St. Germain als Wohnort der Giftmischerin Voisin.
Eine Begegnung zwischen Olivier Brusson und der Scuderi findet zudem auf der Seine-Brücke Pontneuf statt, die 1578 – 1604 erbaut wurde.
Fast alle bei Hoffmann genannten Orte sind bzw. waren zum Zeitpunkt der Erzählung auffindbar. Eine Ausnahme bildet des Schlösschen Trianon, welches in der Zeit, als Cardillacs Mutter auf den spanischen Kavalier traf, noch nicht existent war.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und Einordnung der literarischen Beziehung zwischen Edgar Allan Poe und E.T.A. Hoffmann.
2. Die Autoren: Biografische Skizze beider Autoren mit Fokus auf deren Kunstverständnis und die Einflüsse der Romantik.
3. Das Fräulein von Scuderi & The Murders in the Rue Morgue. Eine Gegenüberstellung: Zentrale Analyse der Parallelen in Schauplatz, Detektivfiguren, Verbrechensdarstellung und der Rolle der Polizei.
4. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, die den nachhaltigen Einfluss Hoffmanns auf Poes Erzählstruktur und die Entwicklung des Detektivgenres bestätigen.
E.T.A. Hoffmann, Edgar Allan Poe, Das Fräulein von Scuderi, The Murders in the Rue Morgue, Detektivgeschichte, Romantik, Kriminalliteratur, Paris, Literaturvergleich, Literaturanalyse, Geständniserzählung, Kriminalistik, Literaturgeschichte.
Die Arbeit analysiert den literarischen Einfluss des deutschen Romantikers E.T.A. Hoffmann auf den amerikanischen Autor Edgar Allan Poe, speziell im Kontext der Kriminalliteratur.
Untersucht werden Hoffmanns Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ sowie Poes „The Murders in the Rue Morgue“.
Ziel ist es, nachzuweisen, dass Poes Detektivgeschichten Elemente und Strukturen aus Hoffmanns Werk übernehmen und somit in der Tradition der deutschen Romantik stehen.
Die Autorin wählt einen komparativen Ansatz, bei dem Schauplätze, Figuren (Detektive, Täter), die Rolle der Polizei und die Erzählstruktur direkt gegenübergestellt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte wie die Wahl von Paris als Schauplatz, die Analyse der Detektivfiguren, die Darstellung von Gewaltverbrechen und die Art der Aufklärung durch Geständnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Literaturvergleich, Detektivgenre, deutsche Romantik, Erzählstruktur und literarische Einflussanalyse definieren.
Paris fungiert in beiden Erzählungen als zentraler, atmosphärisch dicht beschriebener Handlungsort, wobei Poe durch die Wahl konkreter Straßennamen in „Rue Morgue“ Hoffmanns Vorbild würdigt.
In beiden Erzählungen wird die offizielle Polizei als unfähig oder überfordert dargestellt, was Raum für die private, intellektuelle bzw. intuitive Ermittlung durch Protagonisten wie Dupin oder Scuderi schafft.
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