Masterarbeit, 2010
111 Seiten, Note: 1,3
1 Zusammenfassung
2 Summary
3 Einleitung
3.1 Hintergrund, Ziel und Aufbau der Arbeit
3.2 Gesundheitsberichterstattung
3.3 Bezirk Mitte von Berlin
3.4 Gesundheitliche Gefahren des Rauchens
3.5 Epidemiologie des Rauchverhaltens bei Jugendlichen
3.5.1 Übersicht über epidemiologische Studien zum Tabakkonsum
3.5.2 Epidemiologie des Zigarettenkonsums
3.5.3 Epidemiologie des Shishakonsums
3.5.4 Epidemiologie des Cannabiskonsums
3.6 Aufklärung und Prävention des Rauchens
3.7 Forschungsfragen und –hypothesen
4 Methoden
4.1 Studiendesign
4.2 Operationalisierung
4.2.1 Operationalisierung der Herkunft
4.2.2 Operationalisierung des Sozialstatus
4.2.3 Operationalisierung des Rauchverhaltens
4.3 Untersuchungsdurchführung
4.4 Dateneingabe und -zusammenführung
4.5 Qualitäts- und Plausibilitätsprüfung der Daten
4.6 Datenanalyse
5 Ergebnisse
5.1 Soziodemographische Merkmale
5.2 Responsequoten beim Rauchverhalten
5.3 Lebenszeitprävalenz des Rauchens
5.4 Einstiegsalter
5.5 Aktuelle Zigarettenkonsumfrequenz
5.6 Motive zum Rauchen
5.7 Motive zum Nichtrauchen
5.8 Einstellungen der Eltern zum Rauchverhalten ihrer Kinder
6 Diskussion
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.1.1 Zigarettenkonsum
6.1.2 Shishakonsum
6.1.3 Cannabiskonsum
6.2 Limitationen der Studie
6.2.1 Studiendesign
6.2.2 Operationalisierung
6.2.3 Untersuchungsdurchführung
6.2.4 Datenqualität
6.2.5 Datenanalyse
6.3 Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Die Arbeit untersucht das herkunftsspezifische Rauchverhalten von Jugendlichen im Berliner Bezirk Mitte, um Unterschiede zwischen Jugendlichen deutscher, türkischer und arabischer Herkunft unter Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Sozialstatus und elterlichem Einfluss zu identifizieren.
3.4 Gesundheitliche Gefahren des Rauchens
Zigarettenrauch enthält eine Vielzahl von chemischen Verbindungen, die potenziell gesundheitsgefährdend sind. In den vergangenen Jahrzehnten und Jahren wurden zahlreiche neue Substanzen im Zigarettenrauch identifiziert. Die neueste diesbezüglich verfügbare Publikation gibt die Anzahl mit 8.400 Verbindungen an (Rodgman & Perfetti 2009), häufig wurde die Anzahl bislang mit 4.800 Substanzen berichtet (Bertram 2005). Viele dieser Verbindungen entstehen erst während des Verbrennungsvorgangs. Kanzerogen oder toxisch sind mindestens 250 Substanzen (International Agency for Research on Cancer 2009). Die wichtigsten sind Ammoniak, Benzol, Kohlenmonoxid, Schwefelsäure, Teer und die Schwermetalle Chrom, Nickel, Cobalt und Blei. Der Abhängigkeitseffekt wird durch den Hauptwirkstoff Nikotin verursacht und tritt häufig bereits nach kurzer Zeit auf (DKFZ 2008b).
Charakteristisch für das Rauchen ist, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen vielfach erst deutlich nach Konsumbeginn auftreten (Haustein & Groneberg 2008). Zu den wichtigsten durch Tabak verursachten Krankheiten zählen Atemwegserkrankungen wie chronisch obstruktive Lungenerkrankung und Bronchitits, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Ateriosklerose, Myokardinfarkt und zerebrovaskuläre Erkrankungen, zudem onkologische Erkrankungen wie Tumore des Respirations- und oberen Gastrointestinaltrakts sowie Leukämie. Daneben können u.a. auch Diabetes, Impotenz, Infertilität und Osteoporose sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Neugeborenen durch Rauchen bedingt sein (DKFZ 2008a). Eine genaue geschlechtsspezifische Aufstellung bietet Abbildung 3. Durchschnittlich führt das Rauchen zu einer Verkürzung des Lebens um etwa zehn Jahre (Peto, Lopez, Boreham et al. 2000).
1 Zusammenfassung: Diese Sektion bietet einen kompakten Überblick über die gesundheitlichen Risiken des Tabakkonsums, die Forschungsziele zur migrationssensiblen Analyse und die methodische Vorgehensweise der Studie.
2 Summary: Die englischsprachige Kurzfassung wiederholt die zentralen Fragestellungen, Methoden und Hauptergebnisse der Untersuchung für ein internationales Publikum.
3 Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema im Bereich der Gesundheitsberichterstattung, beleuchtet den aktuellen Forschungsstand zu verschiedenen Tabakkonsumformen bei Jugendlichen und leitet die Forschungsfragen ab.
4 Methoden: Es wird die Konzeption der Querschnittsuntersuchung erläutert, inklusive der Datenerhebung, der statistischen Verfahren und der strengen Qualitätsprüfung.
5 Ergebnisse: Die deskriptiven und inferenzstatistischen Analysen präsentieren Erkenntnisse zur Prävalenz, zum Einstiegsalter und zu Motiven des Rauchverhaltens der Zielgruppe.
6 Diskussion: Die Befunde werden in den Forschungskontext eingeordnet, Limitationen aufgezeigt und konkrete gesundheitspolitische Empfehlungen zur Prävention ausgesprochen.
Rauchverhalten, Jugendliche, Migrationshintergrund, Zigarettenkonsum, Shisha, Wasserpfeife, Gesundheitsberichterstattung, Prävention, Einstiegsalter, Sozialstatus, Suchtbefragung, Tabakkonsum, Berlin-Mitte, Epidemiologie, Public Health.
Die Arbeit untersucht das Rauchverhalten von Zehntklässlern im Berliner Bezirk Mitte unter besonderer Berücksichtigung der kulturellen Herkunft der Jugendlichen.
Die Untersuchung deckt den Konsum von Zigaretten und Wasserpfeifen (Shisha) sowie in geringerem Umfang Cannabis ab und analysiert dabei Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Sozialstatus und elterliche Erziehung.
Die zentrale Forschungsfrage ist, wie sich das Rauchverhalten zwischen Jugendlichen deutscher, türkischer und arabischer Herkunft unterscheidet und welche Rolle dabei der soziale und familiäre Kontext spielt.
Es handelt sich um eine anonyme Querschnittsuntersuchung an 501 Zehntklässlern in Berlin-Mitte, deren Daten mit einer obligatorischen Jugendarbeitsschutzgesetzuntersuchung verknüpft und statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption, die Darstellung der soziodemographischen Merkmale, die detaillierte Auswertung von Konsumprävalenz und Einstiegsalter sowie die Analyse der Motive und elterlichen Einstellungen.
Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Rauchverhalten, Migrationshintergrund, Public Health, Prävention und epidemiologische Analyse in einem urbanen Setting.
Da der Shishakonsum in Deutschland unter Jugendlichen stark zunimmt und aufgrund seiner Ursprünge im östlichen Mittelmeerraum besonders bei bestimmten Herkunftsgruppen relevant ist, schließt die Arbeit eine Forschungslücke in der Gesundheitsberichterstattung.
Die Studie zeigt signifikante Zusammenhänge zwischen restriktiven oder erlaubenden elterlichen Einstellungen und dem Einstiegsalter sowie der Konsumhäufigkeit bei den Jugendlichen, was für künftige Präventionsprogramme von großer Bedeutung ist.
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