Magisterarbeit, 2011
109 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problem- und Fragestellung
1.2 Forschungs- und Quellenstand
1.3 Konzept und Aufbau der Arbeit
2. Erforschung von Eliten in der politischen Soziologie
2.1 Begriffserklärungen
2.2 Macht- und Funktionseliten
2.3 Neuere Typologien und Methoden
2.4 Supranationale und regionale Elitenforschung
3. Regionale Eliten in der konsolidierten Demokratie Spaniens
3.1 Die politische Kultur der „konsensuell geeinten Eliten“
3.2. Vom Einheits- zum polarisierenden Autonomiestaat
3.3 Voraussetzungen des katalanischen Nationalismus
4. Das katalanische Autonomiestatut als Untersuchungsobjekt
4.1 Eckpunkte der gesellschaftlichen Debatte
4.1.1 Anlass und Beginn des politischen Diskurses
4.1.2 Die parlamentarische und plebiszitäre Ratifizierung
4.1.3 Parteipolitische und zivilgesellschaftliche Reaktionen
4.2 Analyse des (Eliten-)Diskurses
4.2.1 Der Ratifizierungsprozess
4.2.2 Das Volksreferendum
4.2.3 Das Verfassungsgerichtsurteil
4.3 Schlussfolgerungen
4.3.1 Auswertung der empirischen Ergebnisse
4.3.2 Rückschlüsse auf den theoretischen Rahmen
4.3.3 Desiderate einer vergleichenden Elitenforschung
5. Fazit: Demokratie 2.0 – Spanien heute
Die Arbeit untersucht den Einfluss und die Bedeutung regionaler politischer Eliten auf nationale politische Systeme in konsolidierten Demokratien. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie regionale Eliten innerhalb eines bestehenden, demokratischen Systems abweichende Konsensmuster bilden und dadurch Prozesse der Systemtransformation beeinflussen können.
2. Erforschung von Eliten in der politischen Soziologie
Der Mensch lebt seit den ersten bekannten Konstituierungen gesellschaftlicher Grundformen in hierarchischen Strukturen. Dies trifft genauso auf einfache Eingeborenen-Gemeinschaften zu wie auf die sokratisch-platonische Vorstellung des Philosophenherrschers in der Polis, die repräsentativen Demokratien der Moderne und auch die klassenlosen Gesellschaft im Marxismus. Jede Gesellschaft und jedes System des politisch geregelten Zusammenlebens basiert auf einer vergleichsweise großen Masse an Mitgliedern und einer reduzierten Anzahl Anführer bzw. einer Elite.
Das wissenschaftliche und öffentliche Interesse an gesellschaftlich-exponierten Gruppen hat in den letzten zwanzig Jahren stetig zugenommen. Dies beruhte nicht zuletzt auf den Transformationsprozessen der 90er Jahre in den post-sozialistischen Staaten. Viele Untersuchungen gingen davon aus, dass ohne Veränderungen in den Elitepositionen und dem Wandel der Elitestrukturen, die Transition „von einem politischen System in ein anderes nur schwer vorstellbar gewesen wäre, weil Eliten häufig als Ausdruck und Symbol der politischen Machtstrukturen betrachtet werden“.
Die wissenschaftliche Betrachtung von Eliten lässt sich laut Barbara Wasner in drei Bereiche einteilen. Sie verweist zum einen auf die Allgemeinen Soziologie, in der die Existenz von Eliten immer auch Ausdruck einer sozialen Ungleichheit sind und Eliten als Teil gesellschaftlicher Sozialstrukturen untersucht werden. Im Bereich der Speziellen Soziologie wird eine begrenzte Anzahl an Merkmalen von Elitenmitgliedern betrachtet, wie etwa Verhaltens-, Karriere- oder Kommunikationsmuster, die für empirische Studien von Bedeutung sind. Den dritten Teilbereich bildet nach Wasner die Politische Soziologie, wobei Eliten als ein integraler Bestandteil der Analyse politischer Systeme gelten, da zentrale Aspekte der Herrschaftsausübung, Projektion von Macht und Einfluss auf die Gesellschaft, sowie Fragen der Legitimität, der Repräsentativität und der Elitezirkulation eine wichtige Rolle gerade in demokratietheoretischen Analysen spielen.
1. Einleitung: Stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss regionaler Eliten auf das politische Gesamtsystem anhand des katalanischen Autonomiestatuts.
2. Erforschung von Eliten in der politischen Soziologie: Bietet einen Überblick über klassische und moderne Elitentheorien sowie Ansätze zur Untersuchung subnationaler Elitenstrukturen.
3. Regionale Eliten in der konsolidierten Demokratie Spaniens: Analysiert die politische Kultur des spanischen Konsenses seit der Transition und den Wandel hin zum Autonomiestaat.
4. Das katalanische Autonomiestatut als Untersuchungsobjekt: Detaillierte Fallstudie über den Diskurs, die Ratifizierung und die politischen Auswirkungen des neuen Autonomiestatuts.
5. Fazit: Demokratie 2.0 – Spanien heute: Reflektiert die aktuelle politische Lage, einschließlich der Proteste der Bewegung des 15. Mai, vor dem Hintergrund der etablierten Elitenkonstellationen.
Regionale Eliten, Elitenforschung, Katalonien, Autonomiestatut, Demokratische Transition, Transformation, Elitenkonsens, Politische Soziologie, John Higley, Machtelite, Regionalisierung, Dezentralisierung, Spanien, Demokratie 2.0, Politische Diskurse.
Die Arbeit untersucht den Einfluss regionaler Eliten auf die Stabilität und den Wandel politischer Systeme, insbesondere am Beispiel Spaniens und Kataloniens.
Die zentralen Themen umfassen die Elitensoziologie, Transformationsforschung, Regionalisierungsprozesse, politische Kultur und die Dynamik von Elitenkonsensen.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie regionale Eliten in einer konsolidierten Demokratie wie Spanien durch regionale Autonomieprojekte den nationalen politischen Konsens beeinflussen.
Die Arbeit nutzt eine Diskurs- und Dokumentenanalyse der wichtigsten politischen Akteure und Entscheidungsphasen im Kontext des katalanischen Autonomiestatuts.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Elitenforschung, die politische Entwicklung Spaniens zur konsolidierten Demokratie sowie den spezifischen Prozess des katalanischen Autonomiestatuts zwischen 2003 und 2010.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören regionale Eliten, Elitenkonsens, katalanisches Autonomiestatut, Transformation und Dezentralisierung.
Katalonien eignet sich aufgrund seiner starken historischen Identität und der ausgeprägten Autonomiebestrebungen, die sich über drei Wahlperioden in einem intensiven Diskurs widerspiegeln.
Die Bewegung des 15. Mai verdeutlicht eine wachsende Distanz zwischen der Bevölkerung und den etablierten Eliten, was als Kritik am bestehenden Elitenkonsens interpretiert wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

