Bachelorarbeit, 2011
53 Seiten, Note: 2,3
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1 Einleitung
1 Definition und geographische Verbreitung der Desertifikation
2 Bodendegradation
3 Bodendegradation und Desertifikation im südlichen Afrika
4 Klassifizierung der Desertifikation
5 Ursachen der Desertifikation
5.1 Klimatische Ursachen
5.2 Anthropogene Ursachen
5.2.1 Ökologisch unsachgemäßer Ackerbau und Entwaldung
5.2.2 Extensive Weidewirtschaft
5.2.3 Bewässerungslandwirtschaft als Desertifikationsursache
5.2.4 Bevölkerungskonzentration
5.3 Der Ursachenkomplex
6 Indikatoren der Desertifikation
7 Das Südliche Afrika
7.1 Raumdefinitionen
7.2 Physisch- Geographische Grundlagen
7.3 Klimatische Grundlagen
7.4 Regionale Beispiele
7.5 Das Trockengebiet der Karoo und Desertifikation in Südafrika
7.5.1 Naturräumliche Gliederung
7.5.2 Die Nutzung der Karoo und ihre Auswirkungen
7.5.3 Trockengebiets-Degradation oder Desertifikation
7.5.4 Zukünftige Maßnahmen
7.6 Degradations- und Desertifikationserscheinungen in Namibia
7.6.1 Naturräumliche Grundlagen
7.6.2 Die Untersuchungsgebiete in Namibia
7.6.2.1 Repräsentatives Bodenprofil 1
7.6.2.2 Repräsentatives Bodenprofil 2
7.6.2.3 Dongabildung im Untersuchungsgebiet 2
7.6.3 Degradation und Desertifikation in Namibia und Maßnahmen zu Bekämpfung
8 Fazit
Die Arbeit zielt darauf ab, das Umweltproblem der Desertifikation sowie deren engen Zusammenhang mit der Bodendegradation im südlichen Afrika darzustellen und durch zwei regionale Beispiele die Wechselwirkungen zwischen Naturraum und anthropogenen Einflüssen zu analysieren.
5.2.1 Ökologisch unsachgemäßer Ackerbau und Entwaldung
Grundlegend muss bei diesem Punkt geklärt werden, was unter ökologisch unsachgemäßem Ackerbau zu verstehen ist. Die Begrifflichkeit beschreibt nach Mensching „ […], dass Ackerbau flächenhaft dort betrieben wird, wo das ökologische Nutzungspotenzial beschränkt ist und sowohl die klimatischen als auch die mit der Rodung verbundene anthropogenen Ursachen für Desertifikationsprozesse gegeben sind“ (Mensching:1990:42). Dies bedeutet, dass in semiariden Zonen der Anbau jenseits der klimatisch-agronomischen Trockengrenze vollzogen wird, in welcher das Risiko der Desertifikation sehr groß ist.
Da die Regenerationskraft der Böden durch das vorherrschende Klima bereits eingeschränkt ist, kommt es auf Flächen, die gerodet wurden und in denen in Trockenjahre nicht angebaut werden kann, zur verstärkten Erosion durch Windwirkung. Dadurch induziert, kann der Desertifikationsprozess weiter voranschreiten. Wenn der restliche Baumbestand abgeholzt wird und die knappen Weideflächen komplett überweidet werden, kommt es in Jahren mit wenigen Niederschlägen zu ausgedehnten verwüsteten Flächen, welche nur schwer zu rekultivieren oder ökologisch zu rehabilitieren sind (Mensching:1990:42-43).
Die Bodenbearbeitungsart spielt ebenfalls eine große Rolle. Große Auswirkungen treten auf, wenn kein Vegetationsstreifen bei nicht angepasstem Pflugbau existiert, sodass wüstenhafte äolische Erosionsprozesse stattfinden können. Außerdem werden bei großflächig betriebenem Ackerbau keine bewachsenen Erdwälle oder vegetative Schutzstreifen angelegt. Dadurch ist besonders in semiariden Gebieten der Regenfeldbau einer der bedeutendsten Desertifikationsförderer, da er ideal für die äolische und fluviatile Erosion ist (Mensching:1990:43).
Ein weiterer Punkt der zur Desertifikation beiträgt ist die Entwaldung. Hierbei wird, wie der Name vermuten lässt, Vegetation entfernt um Platz für Ackerflächen zu schaffen oder um Brennmaterial zu gewinnen. Die Rodung stellt einen starken Eingriff in das Ökosystem dar. Außerdem macht es die Flächen, auf der die Vegetation entfernt wird, anfälliger für die Erosion, wodurch der Desertifikation neuen Raum erhält (Mainguet:1991:68).
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Desertifikation und Bodendegradation unter besonderer Berücksichtigung des südlichen Afrikas.
1 Definition und geographische Verbreitung der Desertifikation: Erläuterung des Desertifikationsbegriffs, seiner historischen Einordnung und der weltweiten Verbreitung.
2 Bodendegradation: Definition des Begriffs der Bodendegradation und Erläuterung der zugrunde liegenden natürlichen und anthropogenen Prozesse.
3 Bodendegradation und Desertifikation im südlichen Afrika: Eingrenzung der untersuchten Region und Darstellung der Zusammenhänge von Bodendegradation und Desertifikation im lokalen Kontext.
4 Klassifizierung der Desertifikation: Vorstellung der Klassifizierung nach Dregne zur Bestimmung der Schweregrade der Desertifikation.
5 Ursachen der Desertifikation: Detaillierte Analyse der klimatischen und anthropogenen Faktoren, die zur Desertifikation führen.
6 Indikatoren der Desertifikation: Zusammenstellung physischer Indikatoren zur Identifikation von Desertifikationsprozessen.
7 Das Südliche Afrika: Geographische Einordnung des südlichen Afrikas und physisch-geographische Grundlagen.
7.5 Das Trockengebiet der Karoo und Desertifikation in Südafrika: Untersuchung des Karoo-Raums bezüglich seiner Naturraummerkmale, Nutzung und der Frage nach Degradation oder Desertifikation.
7.6 Degradations- und Desertifikationserscheinungen in Namibia: Analyse von Degradationsformen in Namibia anhand konkreter Untersuchungsgebiete und Bodenprofile.
8 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der untersuchten Prozesse und Notwendigkeit individuell angepasster Schutzmaßnahmen.
Desertifikation, Bodendegradation, südliches Afrika, Namibia, Karoo, Trockengebiete, anthropogene Faktoren, Landnutzung, Erosion, Weidewirtschaft, Ackerbau, Ökosystem, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Vegetationsdegradation.
Die Arbeit befasst sich mit dem Umweltproblem der Desertifikation und dessen enger Verknüpfung mit der Bodendegradation, mit einem regionalen Fokus auf das südliche Afrika.
Die zentralen Themen sind die Ursachenforschung für Desertifikation (klimatisch und anthropogen), Indikatoren zur Erkennung, sowie regionale Fallbeispiele in der Karoo und Namibia.
Das Ziel ist es, die komplexen Wechselwirkungen zwischen naturräumlichen Faktoren und menschlichen Eingriffen im südlichen Afrika aufzuzeigen und Ansätze für Gegenmaßnahmen zu diskutieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die vergleichende Untersuchung verschiedener Fallbeispiele (Karoo, Namibia) und die Anwendung von Modellen (z.B. nach Acocks und Lean).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Definitionen und Ursachen sowie die detaillierte Analyse spezifischer regionaler Degradationsprozesse in den genannten Testgebieten.
Desertifikation, Bodendegradation, anthropogene Landnutzung, Klima, nachhaltiges Weidemanagement und ökosystemare Vulnerabilität.
Der Autor versteht Bodendegradation als den zugrunde liegenden Prozess, der durch menschliche Faktoren zur Desertifikation führt, wobei letztere oft eine noch irreversiblere Form der Landschaftszerstörung darstellt.
Die intensive, nicht angepasste Weidewirtschaft seit der Kolonialzeit wird als einer der Haupttreiber für Vegetationsdegradation und nachfolgende Bodenerosion in der semiariden Karoo identifiziert.
Die Erfolgschancen werden als schwierig eingestuft, da neben komplexen ökologischen Regenerationsproblemen vor allem die Armut der lokalen Bevölkerung eine Umsetzung kostenintensiver Schutzprogramme massiv erschwert.
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