Hausarbeit, 2011
20 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
I. Definition und Ursachen
1.1 Definition
1.2 Ursachen
II. Diagnostik, Prävalenz, Behandlung
2.1 Diagnostik
2.2 Prävalenz und Verlauf
2.3 Behandlung
III. ADHS in der Schule
3.1 Grundlegendes
3.2 Verstärkerpläne und Selbstregulation
3.3 Die Auszeitmethode
3.4 Konzentrationsförderung
IV. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Störungsbild ADHS mit einem besonderen Fokus auf die schulische Praxis, um Möglichkeiten für eine effektive Unterstützung betroffener Kinder und Jugendlicher aufzuzeigen.
3.2 Verstärkerpläne und Selbstregulation
Positive Verstärkung bietet gute Ansatzpunkte zur Förderung von ADHS-Schülern im Unterricht. Besonders wirkungsvoll dabei ist der Einsatz von Verstärkerplänen. Sie sind eine bewährte Methode der Verhaltenstherapie, die Kinder motiviert und ihnen dabei hilft, gewünschtes Verhalten zu üben. Für ein vorher ausgemachtes Verhalten bekommt ein Schüler Punkte oder Tokens, die sie in einen Plan eintragen. Schon die Tokens alleine besitzen nach Krowatschek/Krowatschek/Hengst einen verstärkenden Charakter. Sammelt ein Schüler genügend Tokens, kann er sie gegen einen Gewinn eintauschen. Dies können materielle Dinge oder besondere Vorzüge sein, z.B. keine Hausaufgaben. Allerdings ist es wichtig, dass Verstärkerpläne nicht zu früh und auch nicht zu lange eingesetzt werden, sie müssen immer die Ausnahmen darstellen. Beispiele für in der Klasse trainierbare Verhaltensweisen sind nach Krotwatschek/Krowatschek/Hengst unter anderem das Abwarten, bis man an der Reihe ist, still auf dem Platz sitzen bleiben usw.
Eine andere Form der Verstärkerpläne ist eine Methode der Selbsregulation, nämlich die "Wenn-Dann-Pläne". Die Schüler erhalten dabei Instruktionen, wie sie selbstregulative Strategien anwenden können. Nach Gawrilow/Rauch werden dabei konkrete Situationen und zielführende Handlungen in "Wenn-Dann-Plänen" fest vereinbart. Ein solcher Plan kann beispielsweise so lauten: "Immer wenn meine Sitznachbarin im Unterricht mit mir reden will, dann sage ich ihr, dass ich mich konzentrieren möchte". Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass es ADHS-Kindern mit diesen Plänen besonders gut gelingt, unerwünschte Reaktionen und Verhaltensweisen zu unterdrücken. "Wenn-Dann-Pläne" sind dabei wesentlich effektiver als einfache Zielintentionen wie, um bei dem Beispiel zu bleiben: "Ich möchte im Unterricht besser aufpassen". Mehrere Studien kamen zu dem Ergebnis, dass Kinder mit ADHS durch die konsequente und angeleitete Verwendung von "Wenn-Dann-Plänen" ihre Leistungen deutlich steigern und damit das Niveau der Kinder ohne ADHS angleichen konnten.
Einleitung: Einführung in das Störungsbild ADHS, dessen weltweite Relevanz für den Schulalltag sowie Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
I. Definition und Ursachen: Definition von ADHS auf Basis von Klassifikationssystemen wie DSM-IV und ICD-10 sowie Erläuterung der vielfältigen Ursachenfaktoren.
II. Diagnostik, Prävalenz, Behandlung: Analyse der diagnostischen Prozesse, Darstellung von Verbreitungsdaten und Diskussion medikamentöser versus multimodaler Behandlungsansätze.
III. ADHS in der Schule: Vorstellung praktischer pädagogischer Ansätze, wie Verstärkerpläne, die Auszeitmethode und Konzentrationsförderung zur Unterstützung betroffener Schüler.
IV. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der aktuellen Situation in Diagnostik und Schule sowie Plädoyer für eine verstärkte integrative Unterstützung.
ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Schule, Diagnostik, Prävalenz, Ritalin, Verhaltenstherapie, Verstärkerpläne, Selbstregulation, Konzentrationsförderung, Multimodale Therapie, Lehrerbildung, Schulerfolg, Lernstörung.
Die Arbeit behandelt das Störungsbild ADHS mit dem Ziel, Ursachen, diagnostische Probleme und vor allem praktische Ansätze für den Schulalltag zu beleuchten.
Neben der theoretischen Definition und medizinischen Diagnostik stehen insbesondere pädagogische Interventionsstrategien im Vordergrund.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrkräfte durch gezielte Methoden und ein Verständnis der Störung die Integration und Leistungen von ADHS-Schülern verbessern können.
Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung auf Basis aktueller Fachliteratur und internationaler Klassifikationsstandards.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinisch-diagnostische Fundierung sowie einen anwendungsorientierten Teil, der konkrete schulische Maßnahmen vorstellt.
Wichtige Begriffe sind unter anderem ADHS, Verstärkerpläne, Selbstregulation, multimodale Therapie und schulische Förderung.
Studien zeigen, dass "Wenn-Dann-Pläne" durch die Verknüpfung spezifischer Situationen mit Handlungen effektiver dabei helfen, unerwünschtes Verhalten zu unterdrücken.
Die Arbeit betont, dass eine erfolgreiche Behandlung nicht nur das Kind, sondern auch das Elternhaus und die Schule als Einheit einbeziehen muss.
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