Hausarbeit, 2009
14 Seiten, Note: 1,3
1.Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau
1.3 Forschungsbericht
2. Definition Terrorismus
3. Resonanz der öffentlichen Meinung
4. Außenpolitische Reaktionen
4.1 Israel
4.2 Arabische Welt
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die außenpolitischen Reaktionen der Bundesrepublik Deutschland auf den terroristischen Anschlag während der Olympischen Sommerspiele 1972 in München. Dabei wird analysiert, wie das Ereignis die diplomatischen Beziehungen zu den zentralen Konfliktparteien, Israel und der arabischen Welt, nachhaltig beeinflusste und welche Rolle die öffentliche Meinung sowie mediale Faktoren dabei spielten.
4. Außenpolitische Reaktionen
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sind seit der Aufnahme im Jahre 1965 ein Grundpfeiler deutscher Außenpolitik. Das Verhältnis zu Israel fand in der proisraelischen Aufbruchsstimmung im Sechstagekrieg 1967 seinen Höhepunkt. Als der vormalige Außenminister Willy Brandt 1969 das Amt des Regierungschefs übernahm, zeichnete sich ab, dass sich seine Bemühungen stärker auf die „Neue Ostpolitik“, anstatt auf den Dialog mit Israel konzentrierten.
Am Tag des Münchner Attentates zeigte sich der Bundeskanzler „[…] entsetzt über dieses abscheuliche Verbrechen“ und Bundespräsident Gustav Heinemann betonte: „Der olympischen Idee des friedlichen sportlichen Wettbewerbs unter den Völkern ist schwerer Schaden zugefügt worden.“ Auf israelischer Seite war die Stimmung gemischt: Während die Ministerpräsidentin Golda Meïr „nicht de[n] geringste[n] Vorwurf an die Adresse der Bundesregierung“ leitete, urteilte Präsident Shazar drakonischer: „Die deutsche Regierung ist jetzt gefordert, ich weiß sonst nicht, was geschieht, wenn sie sich ihrer Verantwortung nicht gewachsen zeigt.“
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Zäsur des Münchner Attentats 1972 ein, beschreibt die Problemstellung, den Aufbau der Arbeit und gibt einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand.
2. Definition Terrorismus: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, indem der Begriff des Terrorismus als kommunikative Strategie und Gewaltmittel gegen staatliche Ordnungen analysiert wird.
3. Resonanz der öffentlichen Meinung: Dieses Kapitel untersucht die mediale Darstellung des Anschlags und die daraus resultierende Stimmung in der deutschen Bevölkerung, inklusive der Verknüpfung zur Debatte um Arbeitsmigranten.
4. Außenpolitische Reaktionen: Das Kernkapitel analysiert die diplomatischen Verwerfungen und das Krisenmanagement der Bundesregierung im Umgang mit Israel einerseits und der arabischen Welt andererseits.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Außenpolitik in dieser Phase stark von Passivität und ökonomischen Interessen geprägt war.
Münchner Attentat, Olympische Sommerspiele 1972, Internationaler Terrorismus, Außenpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Israel, Arabische Welt, Diplomatie, Krisenmanagement, Massenmedien, Öffentliche Meinung, Gastarbeiterproblematik, Nahostkonflikt, Willy Brandt, Terrorismusdefinition.
Die Arbeit behandelt die außenpolitischen Folgen des terroristischen Anschlags auf die Olympischen Spiele in München 1972 für die Bundesrepublik Deutschland.
Die zentralen Themen sind das diplomatische Verhältnis zu Israel, die Beziehungen zur arabischen Welt sowie die mediale und öffentliche Verarbeitung des Terrors in Deutschland.
Ziel ist es zu ergründen, wie die deutsche Regierung auf die diplomatischen Krisen mit den betroffenen Staaten reagierte und inwieweit diese Reaktionen durch Passivität oder Sachzwänge bestimmt waren.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen, Berichten und zeitgenössischer Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition des Terrorismus, die Analyse der öffentlichen Meinung sowie die detaillierte Betrachtung der außenpolitischen Reaktionen gegenüber Israel und der arabischen Welt.
Wichtige Begriffe sind Münchner Attentat, Außenpolitik, Israel, arabische Welt, Diplomatie und Terrorismusstrategie.
Die Reaktionen waren gespalten; während Regierungschefin Golda Meïr offiziell keinen Vorwurf erhob, übte Präsident Shazar scharfe Kritik an der deutschen Handlungsfähigkeit.
Das Verhältnis war durch den Konflikt um Waffenlieferungen an Israel, die Anerkennung der DDR durch arabische Staaten und die darauf folgende Nahostpolitik der Bundesregierung bereits vor dem Attentat stark zerrüttelt.
Das Zitat steht symbolisch für die wahrgenommene Passivität und das Bestreben des Auswärtigen Amtes, trotz schwerer diplomatischer Verwerfungen keine Konfrontation zu suchen, die ökonomische Interessen gefährden könnte.
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