Masterarbeit, 2011
80 Seiten, Note: 1,00
1 EINFÜHRUNG
2 DAS AUFMERKSAMKEITS-KOMPONENTEN-TRAINING (AKT)
2.1 Theoretische Grundlagen des Trainingskonzepts
2.1.1 Das Aufmerksamkeitsmodell
2.1.2 Das Störungsmodell
2.2 Die Trainingsinhalte des AKT
2.2.1 Zielgruppe und Aufbau des Programms
2.2.2 Die einzelnen Trainingsbausteine im Überblick
3 GEDÄCHTNISTHEORETISCHE GRUNDLAGEN
3.1 Das Drei-Speicher-Modell
3.2 Speichersysteme des Langzeitgedächtnisses
3.3 Netzwerk-Modelle
3.3.1 Die Entwicklung theoretischer Grundideen
3.3.2 Die Bedeutung der Kontexteinbindung am Beispiel der infantilen Amnesie
3.3.3 Die Bedeutung von Bildern für das Erinnern
3.4 Neuroanatomische Grundlagen des Gedächtnisses
4 VOM AKT ZUM TRAINING FÜR ARBEITSSTRATEGIEN UND KONZENTARTION (TASKO)
4.1 Allgemeine konzeptuelle Veränderungen
4.1.1 Modifikation der Leitschritte zum Lösen einer Aufgabe
4.1.2 Die Aufnahme lernmethodischer Elemente
4.1.3 Vom Einzel- zum Gruppentraining
4.1.3.1 Vorzüge eines Gruppensettings in der Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen
4.1.3.2 Die Gestaltung des Gruppentrainings in Verbindung mit dem TASKO
4.2 Vermittlung von Gedächtnisstrategien
4.3 Ausweitung der Trainingsinhalte auf das häusliche Umfeld
4.4 Erhöhung der Verständlichkeit und Handhabbarkeit der Materialien
5 FALLDARSTELLUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES TASKO AUS LERNTHERAPEUTISCHER PERSPEKTIVE
5.1 Der diagnostische Prozess
5.1.1 Entwicklungsanamnese
5.1.2 Schulzeugnisse
5.1.3 Aktueller Behandlungsanlass
5.1.4 Leistungstestdiagnostik
5.1.5 Darstellung und Interpretation der diagnostischen Informationen im Lernstrukturmodell zur Begründung der wesentlichen Therapieziele
5.2 Der therapeutische Prozess
5.2.1 Allgemeine Rahmenbedingungen zur Durchführung des TASKO
5.2.2 Reflektion der Durchführung der einzelnen Trainingsbausteine
5.2.3 Wirksamkeit der Trainingsmaßnahmen des TASKO
5.2.4 Abschließende Gedanken zum Fall von Benny
6 RESÜMEE UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Weiterentwicklung des „Aufmerksamkeits-Komponenten-Training“ (AKT) zum „Training für Arbeitsstrategien und Konzentration“ (TASKO). Ziel ist es, ein inhaltlich erweitertes und optimiertes Trainingsmaterial für Kinder im höheren Grundschulalter zu präsentieren, das verstärkt auf metakognitive Strategien setzt, um Lern- und Arbeitsverhalten nachhaltig zu verbessern.
4.1.3 Vom Einzel- zum Gruppentraining
Die Symptomatik des AD(H)S, gerade auch die erhöhte Ablenkbarkeit, tritt oftmals verstärkt im sozialen Kontext, weniger in der reizärmeren Einzelsituation in Erscheinung. Das stärker ausgeprägte konkurrierende Miteinander der Kinder in einer Gruppensituation provoziert zudem kognitiv und auch emotional impulsive Verhaltensweisen und erfordert es in höherem Maße, die eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer Beteiligter zurückzustellen. Gruppensituationen besitzen für das Kind, dem in der Schule oder in seiner Freizeit nicht unentwegt die ausschließliche Aufmerksamkeit und individuelle Zuwendung seiner Mitmenschen zuteilwird, eine hohe alltagspraktische Relevanz.
Zu erleben, dass andere Kinder mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen und manche eigene enttäuschende Erfahrung teilen, wirkt zudem emotional entlastend (vgl. Breuninger, 1999, S.88), hilft dabei ungünstige Attributionsstile (z. B.: „Das konnte ich nur, weil die Aufgabe leicht war.“), verfestigte negative Selbststigmatisierungen (etwa „Ich bin dümmer als alle anderen.“) zu korrigieren und unterstützt dadurch eine ermutigende und positive Lernatmosphäre. Klauer (1993, S.101) stellt die Form des reinen Einzeltrainings als grundsätzliches Ideal in Frage und führt in diesem Zusammenhang an, dass die Sozialform ein Kind darin unterstützen kann, ein Vokabular zur Beschreibung von Aufgabeneigenschaften oder seines eigenen Vorgehens einzuüben, was ja für das Erlernen der Technik des Selbstinstruierenden Sprechens von großer Bedeutung ist. Ein gemeinsames Wetteifern um die Lösung vermag darüber hinaus die Leistungsmotivation anzuregen (vgl. Klauer,1993, S.101), die vielfältigen Lösungsideen der beitragenden Kinder bereichern dabei den gesamten Arbeitsprozess entlang der Leitschritte. Aus den beschriebenen Gründen erschien es sinnvoll, die Trainingsinhalte des AKT für die Arbeit im Kleingruppensetting aufzubereiten. Nicht zuletzt bietet ein Gruppentrainingskonzept auch unter dem Aspekt der wirtschaftlichen und praktischen Effizienz angesichts des hohen Bedarfs in Kliniken, ambulanten Einrichtungen oder anderen Institutionen, die Kinder mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten betreuen, eine geeignete Behandlungsform. Immerhin zählen Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter (Petermann & Ruhl, 2006, S.586).
1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung erläutert die Entstehungsgeschichte des TASKO als Weiterentwicklung des AKT und definiert das Ziel, aktuelle gedächtnistheoretische Erkenntnisse in ein optimiertes Training zu überführen.
2 DAS AUFMERKSAMKEITS-KOMPONENTEN-TRAINING (AKT): Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen des AKT dar, differenziert verschiedene Aufmerksamkeitskomponenten und erläutert das zugrunde liegende Störungsmodell bei ADHS.
3 GEDÄCHTNISTHEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden zentrale Modelle des menschlichen Gedächtnisses sowie neuroanatomische Grundlagen behandelt, um die Bedeutung von Lern- und Erinnerungsstrategien für die Therapie zu begründen.
4 VOM AKT ZUM TRAINING FÜR ARBEITSSTRATEGIEN UND KONZENTARTION (TASKO): Das Kernkapitel beschreibt die konkreten Modifikationen des Programms, insbesondere die Umstellung auf das Gruppensetting, die Verfeinerung der Leitschritte und die Aufnahme neuer Gedächtnisstrategien.
5 FALLDARSTELLUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES TASKO AUS LERNTHERAPEUTISCHER PERSPEKTIVE: Dieser Teil dokumentiert die praktische Anwendung des TASKO anhand des Falls Benny, inklusive diagnostischem Prozess und Reflektion des therapeutischen Verlaufs.
6 RESÜMEE UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Relevanz des TASKO als multimodales Therapieprogramm zusammen und betont die Notwendigkeit, das familiäre Umfeld stärker in den Lernprozess einzubeziehen.
Aufmerksamkeitsstörung, ADHS, TASKO, Konzentrationstraining, Gedächtnisstrategien, Lerntherapie, Selbstinstruktion, Gruppentraining, Arbeitsverhalten, Metakognition, Lernmotivation, Kindheit, Verhaltensauffälligkeiten, Selbstwertgefühl, Fördermaßnahmen.
Die Masterarbeit befasst sich mit der methodischen Weiterentwicklung des bestehenden Konzentrationstrainings AKT zum neuen, inhaltlich erweiterten Programm TASKO für Kinder im höheren Grundschulalter.
Die Arbeit verknüpft kognitive Gedächtnistheorien mit praktischen Ansätzen der Lerntherapie, wobei Themen wie Selbstinstruktion, metakognitive Strategien und die Bedeutung des sozialen Umfelds im Fokus stehen.
Das Ziel ist die Erstellung eines optimierten Trainingsmaterials, das über das reine Konzentrationstraining hinausgeht und Kindern hilft, durch verbesserte Arbeitsstrategien und ein gestärktes Selbstkonzept effektiver zu lernen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Literaturanalyse aktueller Gedächtnisforschung) und einer empirischen Fallstudie, ergänzt durch die Ergebnisse einer parallel laufenden Evaluationsstudie.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung von Gedächtnisprozessen, die detaillierte Darstellung der konzeptuellen Neuerungen von TASKO (z.B. Umstellung auf Gruppentraining) sowie eine praxisnahe Falldokumentation.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über die Begriffe ADHS, Konzentrationstraining, TASKO, metakognitive Strategien, Lerntherapie und Gedächtnisförderung beschreiben.
Das Gruppensetting bietet soziale Lernchancen, ermöglicht das Erleben gemeinsamer Herausforderungen und fördert die Motivation durch Wetteifern sowie den Austausch von Lösungsstrategien.
Die Leitschritte wurden von Imperativen in Fragen umgewandelt ("Was soll ich tun?", "Wie mache ich das?"), um das selbstinstruierende Sprechen des Kindes bei der Aufgabenbearbeitung zu unterstützen.
Benny profitierte trotz komplexer familiärer Hintergründe von der Struktur des Gruppentrainings, zeigte eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit bei sorgfältigerem Arbeiten und entwickelte mehr Vertrauen in seine persönlichen Stärken.
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