Masterarbeit, 2011
97 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Überblick-Sport in der Moderne
2.1.1. Begriffseingrenzung Trendsport - Parkour
2.1.2. Merkmale und Eigenschaften von Trendsport - Parkour
2.1.3. Trendsport - Parkour und Schule
2.2. Sozialisation - Risikobereitschaft und Sport
2.2.1. Sozialisationsverlauf von Kindern im Bereich der Schule
2.2.2. Sozialisation im Sport und seine Sozialisationseffekte
2.2.3. Sozialisation und Risikobereitschaft
3. Planung der Unterrichtsreihe
3.1. Kritische Betrachtung der angestrebten Unterrichtsreihe
3.2. Didaktische Überlegungen im Vorfeld der Unterrichtsplanung
3.3. Planung der einzelnen Unterrichtsstunden
3.3.1. Erste Doppelstunde
3.3.2. Zweite Doppelstunde
3.3.3. Dritte Doppelstunde
4. Ergebnisdarstellung und Ergebnisauswertung
4.1. Begründung der Aussagenkonstellationen der vier Sozialisationseffekte
4.2. Ergebnisdarstellung
4.3. Ergebnisauswertung
4.3.1. Normative Konformität
4.3.2. Ich-Stärke
4.3.3. Ich-Identität
4.3.4. Solidarität
4.3.5. Persönliches Empfinden und Feedback
4.3.6. Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Diskussion
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, den Trendsport Parkour in den Kontext der Sozialisation im Schulsport zu setzen. Die Forschungsfrage untersucht, wie durch gezielte Risikoanforderungen in einer Unterrichtsreihe Sozialisationseffekte bei Schülerinnen und Schülern (SuS) an Hauptschulen gefördert werden können.
2.1.1. Begriffseingrenzung Trendsport - Parkour
Laut den Trendforschern Scobel, Buck, Schwier oder Schildmacher hat sich auch im Sportbereich der Trendsport immer mehr ausgeweitet. In vielen anderen Gebieten wie etwa der Mode, dem Wetter oder der Musik findet eine Auseinandersetzung mit Trends schon seit längerer Zeit statt. Da im Sport ebenfalls seit einigen Jahren immer mehr von Trends die Rede ist und viele neuartige Sportarten entstanden sind, wurde auch hier intensiver auf allen Ebenen geforscht (Wopp, 2006, S. 10).
Doch wie verstehen Forscher, Medien, Sportartikelhersteller oder Konsumenten den Sport als eine Trendsportart und wie kann der Trendsport eingegrenzt bzw. strukturiert werden? Schon Jürgen Schwier hat in seinem Artikel Was ist Trendsport? (Breuer, 2003, S. 18) diese Aussage aufgestellt und zugleich gesagt, dass es schwer wird, diese vollkommen lückenlos zu beantworten. In vielen Situationen wird bei der Betrachtung von etwas Außergewöhnlichem von einem neuen Trend gesprochen (z. B. die neue Frisur einer Schauspielerin). Der Trend, also die Richtung bzw. die Tendenz einer Person in Hinblick auf eine neue Entwicklung, ist etwas Alltägliches geworden und wird unbewusst in zahlreichen Konstellationen ohne weitere Erklärung dahingestellt. Hinter dem, was ein Trend ist, stecken aber weitaus mehr Besonderheiten, die es gilt zu beachten (Laßleben, 2009, S. 29).
Diese Arbeit befasst sich mit einer besonderen Trendsportart „Le Parkour“. Kriterien für den Trend der Mode oder den Trend der Technik beispielsweise sind demzufolge unnötig. Allerdings ist es für das weitere Verständnis der Sportart Parkour von Bedeutung, dass das Feld des Trendsports detaillierter analysiert werden muss. Es gilt hierbei auf einige Dinge zu achten. So kann im Folgenden der Parkour als Trendform besser eingeordnet und verstanden werden.
Der Trendsport lässt sich zunächst einmal durch zwei Merkmale charakterisieren. Zum einen ist die Wirkungsbreite und zum anderen die Wirkungsdauer zu beachten. Teile der Gesellschaft sind beeinflusst durch Trends und bewirken eine Veränderung in ihrer Grundrichtung (Wopp, 2006, S. 14). In diesem Zusammenhang erstellte Wopp (2006, S. 15) ein Trendportfolio, welches sich mit der Wirkungsbeeinflussung auf den Konsumenten, der
1. Einleitung: Einführung in die Problematik von Trendsportarten im modernen Schulsport und Darlegung der These zur Sozialisationsleistung durch Parkour.
2. Theoretischer Hintergrund: Umfassende Analyse von Trendsport als modernes Phänomen, Einordnung von Parkour in den Produktlebenszyklus und Untersuchung sozialisationstheoretischer Grundlagen im Sportkontext.
3. Planung der Unterrichtsreihe: Methodisch-didaktische Herleitung der Unterrichtsplanung unter Berücksichtigung von Risikoanforderungen und Lernzielen.
4. Ergebnisdarstellung und Ergebnisauswertung: Statistische Analyse der empirischen Daten aus der praktischen Erhebung mittels Evaluationsbögen und Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Sozialisationseffekte.
5. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Beantwortung der Ausgangsfrage und Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Parkour, Schulsport, Sozialisation, Risikobereitschaft, Trendsport, normative Konformität, Ich-Stärke, Ich-Identität, Solidarität, Hauptschule, Unterrichtsreihe, Sozialisationsleistung, Risikoanforderungen, Sportpädagogik, Evaluation.
Die Arbeit untersucht die Integration der Trendsportart Parkour in den Sportunterricht an Hauptschulen und analysiert, wie diese Sportart zur persönlichen Sozialisation der Schüler beitragen kann.
Die Arbeit verknüpft die Felder Trendsport (speziell Parkour), die Soziologie der Sozialisation und die praktische Planung von Sportunterricht unter besonderer Berücksichtigung von Risikofaktoren.
Das Ziel ist es zu belegen, dass durch Parkour-Übungen mit bewussten Risikoanforderungen spezifische Sozialisationseffekte wie Teamfähigkeit und Selbstvertrauen bei Schülern gefördert werden können.
Es wird ein theoretischer Ansatz mit einer praktischen Unterrichtsreihe verbunden, deren Erfolg mittels eines quantitativen Evaluationsbogens (ausgewertet durch SPSS) gemessen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des Trendsports und der Sozialisation sowie eine detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der Parkour-Unterrichtsreihe.
Die wichtigsten Schlagworte sind Sozialisationseffekte, Parkour, Risikobereitschaft, Schulsport, Ich-Stärke und Solidarität.
Parkour zeichnet sich durch Individualität, einen geringen Grad an vorgegebenen Regelwerken und einen starken Fokus auf die Selbstdarstellung aus, was im Gegensatz zum meist regelstarken traditionellen Mannschaftssport steht.
Hauptschulen stellen ein spezielles soziales Mikrosystem dar, in dem Jugendliche häufig zusätzliche Unterstützung bei der Entwicklung von sozialen Kompetenzen und Selbstwertgefühl benötigen.
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