Examensarbeit, 2009
114 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. DIE ERLEBNISPÄDAGOGIK
2.1 Auf Spurensuche – Entwicklungslinien der Erlebnispädagogik
2.1.1 Ursprünge – Wegbereiter und Vordenker
2.1.2 Rückblick auf die Reformpädagogik (ca. 1890-1933)
2.1.2.1 Die Schule als Erlebnisfeld des Kindes
2.1.2.2 Kurt Hahn und seine reformpädagogischen Leitideen
2.1.3 Weitere Entwicklungen
2.2 Grundlegung der modernen Erlebnispädagogik
2.2.1. Eine Bestandsaufnahme
2.2.2 Aktualität und Legitimation von Erlebnispädagogik heute
2.2.3 Definition und konzeptionelle Grundbedingungen der Erlebnispädagogik
3. PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG ALS DIMENSION DER ERLEBNISPÄDAGOGIK
3.1 Begriffsbestimmung und Kontextualisierung
3.2 Wirkungsansprüche und Wirkungsweisen der Erlebnispädagogik
3.2.1 Erlebnispädagogische Zielrichtungen
3.2.2 Das persönlichkeitsbildende Potential der Erlebnispädagogik
3.2.2.1 Allgemeine Wirkmodelle
3.2.2.2 Persönlichkeitsverändernde Momente im erlebnispädagogischen Lernsetting
3.3 Die Selbstwirksamkeit als ein Merkmal der Persönlichkeit
3.3.1 Konzeptualisierung
3.3.2 Funktionale Bedeutung der Selbstwirksamkeit
3.3.3 Quellen der Selbstwirksamkeit
4. EMPIRISCHE BEFUNDE ZUR WIRKUNG ERLEBNISPÄDAGOGISCHER PROGRAMME AUF DIE PERSÖNLICHKEIT
5. VORSTELLUNG DER EIGENEN EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG - Evaluation einer erlebnispädagogischen Kurzzeitmaßnahme im Rahmen einer Schülervertreterfahrt -
5.1 Vorhaben, Fragestellung und Hypothese
5.2 Die Stichprobe
5.3 Rahmen und Inhalte der erlebnispädagogischen Intervention
5.4 Design
5.5 Erhebungsinstrument
5.6 Befunde und Interpretation
5.6.1 Darstellung der Ergebnisse
5.6.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede
5.6.3 Altersspezifische Unterschiede
5.6.4 Abschließende Betrachtung
6. RESÜMEE
7. ERLEBNISPÄDAGOGIK - EIN KONZEPT FÜR DIE SCHULE?
7.1 Kennzeichen schulischer Realität
7.2 Gegenwärtige Anforderungen an die Schule als Chancen für eine Implementierung erlebnispädagogischer Methodik
7.3 Die Einbindung von Erlebnispädagogik in die Schule - Möglichkeiten, Bedingungen und Chancen -
7.4 Zukunftsperspektiven
8. LITERATUR
Anhang A – Der Fragebogen (WIRKALL-K; Jerusalem & Schwarzer, 1986 )
Anhang B - Informationsschrift des Unternehmens "WUPPERLEBNIS"
Anhang C 1 - Überblick über die Intervention und das praktische Vorgehen
Anhang C 2 - Spielbeschreibungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erlebnispädagogik hinsichtlich ihrer Wirksamkeit auf die Persönlichkeitsentwicklung von Schülern. Das primäre Ziel ist es, den persönlichkeitsbildenden Effekt sowie die Auswirkungen auf das Persönlichkeitsmerkmal der Selbstwirksamkeit zu analysieren und Möglichkeiten für eine Integration erlebnispädagogischer Methoden in den schulischen Alltag aufzuzeigen.
2.1 Auf Spurensuche – Entwicklungslinien der Erlebnispädagogik
Bei der geschichtlichen Entwicklung der EP handelt es sich in der Tat um eine `Spurensuche`, eine systematische Analyse erscheint unmöglich. Der erlebnis- und handlungsbetonten Pädagogik liegt eine `historische Kontinuität` zugrunde, die im Laufe der Jahrhunderte dazu führte, dass sich heute hinter dem Begriff der EP „doch sehr unterschiedliche historische und theoretische Wurzeln und vielfältige Praxisansätze“ (Klawe & Bräuer, 2001, S. 11) verbergen. Aus vielen kleinen, aber auch größeren geschichtlichen Mosaiksteinen setzt sich das facettenreiche, ja schillernde Bild der EP zusammen. Gerade dieser Umstand wie auch die gegenwärtigen rasanten und aspektreichen Entwicklungen auf erlebnispädagogischem Gebiet, machen es schwer, eine eindeutige und einheitliche Definition der EP abzuleiten. Für ein angemessenes Verständnis erscheint es mir daher umso wichtiger, sich einen historischen Überblick zu verschaffen und die Traditionslinie einer solchen Pädagogik aufzuzeigen.
Im Rahmen dieser Arbeit können nur die wesentlichsten Spuren zurückverfolgt werden, wobei ich insbesondere mein Augenmerk auf die Anfänge des 20. Jahrhunderts richten werde, „ist die EP doch ein Konglemerat aus vielen Strömungen der Reformpädagogik“ (Scholz, 2001, S. 26). Hier wird es von Bedeutung sein, den Blick auf die Entwicklungen im schulischen Raum zu lenken und auf die pädagogischen Grundsätze des ernannten `Urvaters der EP`, Kurt Hahn, einzugehen, der der modernen EP Erklärung, Orientierung und historische Identität verlieh (vgl. Fischer & Ziegenspeck, 2000). Jedoch stößt man auch schon weit früher auf Ideengeber, die im Folgenden in einigen Grundannahmen vorgestellt werden sollen.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit fokussiert auf die Erlebnispädagogik und ihre persönlichkeitsbildende Wirksamkeit, wobei der Schwerpunkt auf der Selbstwirksamkeit und der Einbindung in schulische Kontexte liegt.
2. DIE ERLEBNISPÄDAGOGIK: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Herleitung sowie der begrifflichen Grundlegung der modernen Erlebnispädagogik als handlungs- und erfahrungsorientierter Ansatz.
3. PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG ALS DIMENSION DER ERLEBNISPÄDAGOGIK: Hier werden das persönlichkeitsbildende Potential der Erlebnispädagogik theoretisch fundiert und das Konzept der Selbstwirksamkeit als zentrales Persönlichkeitsmerkmal eingeführt.
4. EMPIRISCHE BEFUNDE ZUR WIRKUNG ERLEBNISPÄDAGOGISCHER PROGRAMME AUF DIE PERSÖNLICHKEIT: Das Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der empirischen Forschung und evaluiert die Wirksamkeit erlebnispädagogischer Interventionen.
5. VORSTELLUNG DER EIGENEN EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG - Evaluation einer erlebnispädagogischen Kurzzeitmaßnahme im Rahmen einer Schülervertreterfahrt -: Beschreibung und Auswertung einer eigenen Studie zur Wirkung einer 1,5-tägigen Intervention auf die Selbstwirksamkeitserwartungen von Schülern.
6. RESÜMEE: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über die Bedeutung und das Potential der Erlebnispädagogik für die Persönlichkeitsentwicklung im schulischen Kontext.
7. ERLEBNISPÄDAGOGIK - EIN KONZEPT FÜR DIE SCHULE?: Diskussion der Möglichkeiten, Bedingungen und Chancen einer nachhaltigen Implementierung erlebnispädagogischer Methoden in den schulischen Alltag.
Erlebnispädagogik, Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwirksamkeit, Schule, Reformpädagogik, Kurt Hahn, Handlungsorientierung, Selbstkonzept, Evaluation, Sozialkompetenz, Erziehung, Jugendalter, Lernzyklus, Interventionsforschung, Pädagogisches Arrangement.
Die Arbeit untersucht die persönlichkeitsbildende Wirksamkeit der Erlebnispädagogik und deren Potenziale für die schulische Praxis.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung der Erlebnispädagogik, der Rolle der Selbstwirksamkeit in der Persönlichkeitsentwicklung und der empirischen Evaluation einer erlebnispädagogischen Intervention.
Ziel ist es, den Einfluss erlebnispädagogischer Programme auf die Selbstwirksamkeitserwartungen von Schülern zu überprüfen und Argumente für deren Integration in den Schulalltag zu liefern.
Es wurde eine empirische Evaluationsstudie mittels eines Prä-Post-Designs durchgeführt, wobei der standardisierte Fragebogen WIRKALL-K zur Messung der Selbstwirksamkeit genutzt wurde.
Der Hauptteil analysiert theoretische Wirkmodelle der Erlebnispädagogik, diskutiert Forschungsbefunde zur Persönlichkeitsentwicklung und stellt eine eigene empirische Untersuchung bei einer Schülervertreterfahrt vor.
Neben der Erlebnispädagogik und Selbstwirksamkeit sind Konzepte wie Handlungsorientierung, Selbstkonzept, Schülerpersönlichkeit und schulische Implementierung zentral.
Die Untersuchung ergab eine überwiegend positive Tendenz und eine Steigerung der Selbstwirksamkeitserwartungen bei den befragten Schülern nach der Intervention.
Ja, die Studie zeigte deutliche Unterschiede: Ältere Schüler wiesen höhere Selbstwirksamkeits-Werte auf als jüngere, und bei den Jungen war im Vergleich zu den Mädchen eine höhere Steigerung der Werte zu verzeichnen.
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