Diplomarbeit, 2003
71 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Internationale Kapitalmobilität
2.1 Realzinsunterschiede
2.2 „Home bias“
2.3 Feldstein-Horioka Paradoxon
2.4 Erklärungen für Kapitalimmobilität
2.4.1 Überblick über mögliche Erklärungen
2.4.2 Asymmetrische Information
2.4.3 Empirischer Nachweis der Relevanz von asymmetrischer Information
2.5 Zwischenfazit – keine perfekte internationale Kapitalmobilität
3. Modell für internationale Kapitalbewegungen
3.1 Drei Formen von Kapitalbewegungen
3.2 FPDI – Foreign Portfolio Dept Investment
3.2.1 Schlussfolgerungen zu den FPDI
3.3 FPEI – Foreign Portfolio Equity Investment
3.3.1 Schlussfolgerungen zu den FPEI
3.4 FDI – Foreign Direct Investment
3.4.1 Schlussfolgerungen zu den FDI
3.5 Zwischenfazit – Effizienz der Ungleichbehandlung
4. Subventionierung von Kapitalimporten
5. Erklärung der Hinweise auf Kapitalimmobilität
5.1 Realzinsunterschiede
5.2 „Home bias“
5.3 Feldstein-Horioka Paradoxon
6. Die Rolle der ausländischen Direktinvestitionen (FDI)
6.1 FDI-Modlell ohne inländischen Kreditmarkt
6.1.1 Wohlfahrtswirkungen
6.2 FDI-Modell mit inländischem Kreditmarkt
6.2.1 Wohlfahrtswirkungen
6.3 Zwischenfazit – negative Wohlfahrtseffekte möglich
7. Relevanz für wirtschaftspolitische Entscheidungen
Die Arbeit untersucht das Ausmaß und die Ursachen unvollständiger internationaler Kapitalmobilität und analysiert diese durch ein theoretisches Modell mit asymmetrischer Informationsverteilung zwischen inländischen und ausländischen Investoren, um daraus wirtschaftspolitische Empfehlungen für eine optimale Besteuerung von Kapitalerträgen und den Umgang mit ausländischen Direktinvestitionen abzuleiten.
2.4.2 Asymmetrische Information
Informationen sind zwischen potentiellen Investoren in unterschiedlichen Ländern asymmetrisch, also ungleich verteilt. Investoren die in einem bestimmten Land leben und arbeiten, besitzen wesentlich mehr und wesentlich detailliertere Informationen über die wirtschaftlichen Zusammenhänge und Gebräuche in ihrem Heimatland, als Investoren aus dem Ausland. Dies hat zur Folge, dass Investitionen im Ausland -in welcher Form auch immer- erschwert werden. Risiken bzw. Unsicherheiten, aufgrund der asymmetrisch verteilten Informationen, müssen in die Ertragsraten mit eingerechnet werden und verringern diese dadurch. Damit sind natürlich auch Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen verbunden.
Man sollte meinen, dass in der heutigen globalisierten Welt Informationsbeschaffung kein gravierendes Problem mehr darstellt. Das Internet ermöglicht uns die nahezu kostenlose Übermittlung von Informationen in alle Teile unseres Erdballs. Doch die benötigten Informationen für Investitionsentscheidungen, beispielsweise bezüglich Unternehmensanleihen oder Aktien, sind von vielfältiger Art und nicht unkompliziert, so dass sie nicht für alle Marktteilnehmer gleich verfügbar sind. Dies gilt vor allem über internationale Grenzen hinweg.
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung der unvollständigen internationalen Kapitalmobilität und skizziert die Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Internationale Kapitalmobilität: Dieses Kapitel beschreibt empirische Anzeichen für Kapitalimmobilität wie Realzinsunterschiede, den „Home bias“ und das Feldstein-Horioka Paradoxon und führt die asymmetrische Information als zentrale Erklärung ein.
3. Modell für internationale Kapitalbewegungen: Es wird ein theoretisches Modell entwickelt, das drei Formen von Kapitalbewegungen (FPDI, FPEI, FDI) unter expliziter Berücksichtigung asymmetrischer Information analysiert und daraus Politikempfehlungen für eine optimale Besteuerung ableitet.
4. Subventionierung von Kapitalimporten: Dieses Kapitel erörtert die theoretische Empfehlung, ausländische Kapitalimporte zu subventionieren, um Investitionshemmnisse zu reduzieren, und reflektiert dies kritisch vor dem Hintergrund realer politischer Faktoren.
5. Erklärung der Hinweise auf Kapitalimmobilität: Hier wird das in Kapitel 3 entwickelte Modell genutzt, um die eingangs beschriebenen empirischen Phänomene der Kapitalimmobilität theoretisch zu untermauern.
6. Die Rolle der ausländischen Direktinvestitionen (FDI): Dieses Kapitel erweitert das Modell, um die Rolle von FDI bei asymmetrischen Informationen zu analysieren, wobei sowohl Szenarien mit als auch ohne inländische Kreditmärkte betrachtet werden.
7. Relevanz für wirtschaftspolitische Entscheidungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung einer differenzierten Steuerpolitik für verschiedene Formen von Kapitalbewegungen anstelle eines einheitlichen Wohnsitzprinzips.
Internationale Kapitalmobilität, Asymmetrische Information, Foreign Direct Investment, FDI, Portfolioinvestitionen, Home Bias, Feldstein-Horioka Paradoxon, Optimale Besteuerung, Realzinsunterschiede, Kapitalmarkt, Finanzkrise, Wohlfahrtsökonomie, Risiko, Investitionsentscheidung.
Die Arbeit untersucht die Gründe für die in der Realität beobachtbare unvollständige internationale Kapitalmobilität und analysiert diese unter der Annahme asymmetrischer Informationsverteilung.
Im Zentrum stehen die Analyse von Kapitalbewegungen zwischen Ländern, die Bedeutung von Informationsvorsprüngen für Investoren sowie die Gestaltung einer optimalen Steuerpolitik für verschiedene Kapitalanlageformen.
Das Ziel ist es, ein ökonomisches Modell zu entwickeln, das zeigt, wie asymmetrische Information Kapitalbewegungen beeinflusst, und daraus abzuleiten, wie Regierungen die Besteuerung von Kapitalimporten effizient gestalten können.
Die Arbeit nutzt eine modelltheoretische Analyse im Rahmen von Zwei-Perioden-Modellen der internationalen Makroökonomik, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit empirischen Studien zu Kapitalmärkten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung empirischer Hinweise auf Kapitalimmobilität, die Entwicklung eines Modells für verschiedene Kapitalbewegungen (FPDI, FPEI, FDI) und die Ableitung einer optimalen Steuerstrategie.
Wichtige Begriffe sind internationale Kapitalmobilität, asymmetrische Information, Home Bias, Feldstein-Horioka Paradoxon, ausländische Direktinvestitionen (FDI) und optimale Besteuerung.
Aufgrund asymmetrischer Informationen und unvollständiger Kapitalmobilität führt das traditionelle Wohnsitzprinzip zu ineffizienten Kapitalallokationen; der Autor plädiert daher für eine differenzierte "Ungleichbehandlung" der Steuerlast.
Durch die Ausübung von Kontrolle und Management („owner-manager“-Position) erhalten ausländische Direktinvestoren Zugang zu internen Informationen und können so den Informationsnachteil gegenüber inländischen Investoren kompensieren.
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