Examensarbeit, 2003
339 Seiten, Note: 2,0
1 EINFÜHRUNG
2 BEGRIFFSKLÄRUNGEN
2.1 AusländerIn-Oberbegriff
2.1.1 Gastarbeiter
2.1.2 Ausländische Arbeitnehmer
2.1.3 Ausländer
2.1.4 EU-Ausländer
2.1.5 Deutsche(r)
2.1.6 Einwanderer und Einwanderung/Migration
2.1.7 Ethnie und Ethnizität
2.2 Ausländische Vereine
2.3 Segregation und Stigma bzw. Stigmatisierung
2.4 Akkomodation und Akkulturation
2.5 Assimilation
2.6 Amalgamation
2.7 Integrationsbegriff
2.8 Untersuchungsgruppe
3 MIGRATIONSGESCHICHTE DER UNTERSUCHUNGSGRUPPE
3.1 Anwerbeabkommen seit 1955
3.1.1 Die Einwanderungspolitik in Deutschland
3.1.2 Beweggründe(Motive) der Arbeitsmigranten
3.1.3 Folgen der Gastarbeiterwanderung für Deutschland
3.2 Die Familienzusammenführung aufgrund des Anwerbestopps 1973 und die Rückkehrförderung in 1983
3.3 Die Änderung des Einbürgerungsgesetzes in 2000 und die Aufgabe der Selbstlüge der Rückkehrabsichten
4 AKTUELLE SOZIALE SITUATION DER AUSLÄNDERINNEN IN DEUTSCHLAND IM VERGLEICH ZU DEUTSCHEN
4.1 Aufenthaltsdauer
4.2 Arbeitswelt
4.2.1 Die Berufsfelder
4.2.2 Arbeitslosigkeit
4.2.3 Berufsprestige, Beruf und Bildung
4.3 Einkommen
4.4 Wohnsituation
4.5 Subjektives Wohlbefinden
5 SICHTWEISE DER SPORTPÄDAGOGEN UND DER SPORTBÜNDE
5.1 ANSICHTEN DER SPORTPÄDAGOGEN
5.2 SICHT DER SPORTBÜNDE (DSB; DFB; LSB)
6 AUSLÄNDER UND FUßBALLVEREINE
7 VORSTELLUNG DER METHODIK
1.1 Forschungsmethode
1.1.1 Entscheidungskriterien für den halbstandartatisierten Interviewleitfaden
1.1.2 Ziele der Interviews mit den Spielern des VATAN SPOR MÜLHEIM e.V. und die Auswahlkriterien der Interviewten
1.1.3 Ziele der Interviews mit den Spielern des deutschen Clubs SC 26 Bocholt e.V. und die Auswahlkriterien der Interviewten
1.2 Interviewleitfaden (Muster)
1.3 Schwierigkeiten bei der Durchführung der Interviews
1.4 Auswertung der Interviews
1.5 Darstellung der Interviewergebnisse
8 LANDESLIGIST: VATANSPOR MÜLHEIM E.V. - EIN TÜRKISCHER VEREIN
2.1 Vorstellung des Vereins seit der Gründung
2.2 Vorstellung der aktuellen I. Mannschaft
2.3 Vorstellung des Vorfalls vom 24.10.1999 anhand eines Berichtes
2.4 Vorstellung der drei Spieler (Kurzbiographien) und Einzelanalyse der einzelnen Interviews
2.4.1 Hakan Turna
2.4.2 Yücel Aslan
2.4.3 Andreas Kost
9 LANDESLIGIST: SC 26 BOCHOLT E.V. - EIN DEUTSCHER VEREIN
3.1 Vorstellung des Vereins
3.2 Vorstellung der aktuellen I. Mannschaft
3.3 Vorstellung der drei Spieler (Kurzbiographien) und Einzelanalyse der einzelnen Interviews
3.3.1 Necati Demir
3.3.2 Aydin Can
3.3.3 Sven Brinkmann
10 GRUPPENANALYSE: DIAGRAMME
11 ZUSAMMENFASSUNG/FAZIT/ERGEBNISSE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Sports zur Integration von Ausländern, insbesondere am Beispiel von türkischen Fußballspielern in Deutschland. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, ob Fußball aktiv zur Integration beitragen kann oder ob Tendenzen zur Segregation in reinen Ausländervereinen überwiegen.
Die Familienzusammenführung aufgrund des Anwerbestopps 1973 und die Rückkehrförderung im 1983
„Durch diesen Beschluss verfolgte die Bundesregierung das Ziel, dem kontinuierlichen Zustrom der ausländischen Einwanderer langfristig entgegenzuwirken.“44
Damit sollte die Ausländerzahl verringert werden. Dies bewirkte jedoch genau das Gegenteil, da nun die Zulassung der Familienzusammenführung ansetzte, wodurch sich bei vielen ausländischen Arbeitnehmern, insbesondere bei Türken, die Tendenz zum Daueraufenthalt verstärkte. Angesichts des sich abzeichnenden längeren Aufenthalts in Deutschland, holten viele türkische Migranten ihre Familien nach Deutschland. Dabei konnten sie sich auf zahlreiche internationale Abkommen verlassen, die das Recht von Wanderarbeitern auf Familienzusammenführung eindeutig festlegten.
BADE spricht hier vom „Bumerangeffekt“.
„Der Anwerbestopp wirkte mithin als Bumerang auf dem Arbeitsmarkt, wie in der Ausländerpolitik, denn er verstärkte die Tendenz zu Daueraufenthalt und Familiennachzug und forcierte damit gerade den unerwünschten Wandel vom Arbeitskräfteimport zum Einwanderungsproblem.“45
EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in das Thema der Integration durch Sport ein und begründet das wissenschaftliche Interesse des Autors an dieser Thematik.
BEGRIFFSKLÄRUNGEN: Hier werden zentrale Begriffe wie Integration, Assimilation, Akkulturation und Ausländerstatus definiert, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.
MIGRATIONSGESCHICHTE DER UNTERSUCHUNGSGRUPPE: Dieses Kapitel erläutert die Anwerbeabkommen und die historische Entwicklung der türkischen Migration in Deutschland.
AKTUELLE SOZIALE SITUATION DER AUSLÄNDERINNEN IN DEUTSCHLAND IM VERGLEICH ZU DEUTSCHEN: Eine Analyse der Lebensumstände von Ausländern bezüglich Arbeit, Bildung und Einkommen, die das Sporttreiben beeinflussen.
SICHTWEISE DER SPORTPÄDAGOGEN UND DER SPORTBÜNDE: Die wissenschaftliche und verbandspolitische Diskussion zur integrativen Funktion des Sports wird hier kritisch reflektiert.
AUSLÄNDER UND FUßBALLVEREINE: Untersuchung der Entwicklung und Gründe für die Entstehung von eigenethnischen Fußballvereinen in Deutschland.
VORSTELLUNG DER METHODIK: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign und die Durchführung der Experteninterviews mit den Fußballern.
LANDESLIGIST: VATANSPOR MÜLHEIM E.V. - EIN TÜRKISCHER VEREIN: Eine detaillierte Vorstellung und Einzelfallanalyse des reintürkischen Fußballvereins.
LANDESLIGIST: SC 26 BOCHOLT E.V. - EIN DEUTSCHER VEREIN: Eine detaillierte Vorstellung und Einzelfallanalyse des deutschen Fußballvereins mit ausländischen Spielern.
GRUPPENANALYSE: DIAGRAMME: Zusammenführung und grafische Auswertung der gewonnenen Interviewdaten hinsichtlich der Integrationsdimensionen.
ZUSAMMENFASSUNG/FAZIT/ERGEBNISSE: Abschließende Synthese der Ergebnisse, die darlegt, dass der Sport keine Wunderwaffe für Integration ist, sondern von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt.
Integration, Migration, Sportpädagogik, Fußball, Ausländervereine, Assimilation, Akkulturation, türkische Migranten, Segregation, interkulturelle Beziehung, soziale Identität, Vereinswesen.
Die Arbeit untersucht die Integrationsmöglichkeiten und -grenzen im Amateursport, speziell bei türkischen Fußballspielern in Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die Migrationsgeschichte, die soziale Lage von Ausländern in Deutschland sowie die Rolle des Vereinsfußballs als potenzielles Medium für Integration.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Sportvereine tatsächlich zur gesellschaftlichen Integration beitragen oder ob sie eher zur Segregation und Abkapselung von Minderheiten führen.
Der Autor führt eine qualitative Analyse durch, die auf Experteninterviews mit Spielern aus zwei verschiedenen Fußballvereinen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Integrationsmodelle und einen empirischen Teil mit detaillierten Fallstudien zu zwei konkreten Fußballvereinen.
Integration, Migration, Assimilation, Sportpädagogik, Segregation und interkulturelle Kommunikation.
Er dient als Fallbeispiel für einen reintürkischen Verein, an dem Integrationsansätze aus der Sicht der betroffenen Spieler untersucht werden.
Der Autor schlussfolgert, dass Sport keine "Wunderwaffe" ist; Integration erfordert langfristige konzeptionelle Arbeit und kann nicht von Sportvereinen allein geleistet werden.
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