Masterarbeit, 2010
224 Seiten, Note: 1,5
1 EINLEITUNG
2 THEORIE UND FORSCHUNGSSTAND
2.1 THEORETISCHER UND EMPIRISCHER FORSCHUNGSSTAND
2.1.1 MULTITASKING
2.1.2 INTERINDIVIDUELLE DIFFERENZEN
2.1.2.1 PERSÖNLICHKEIT
2.1.2.2 INTELLIGENZ
2.1.2.3 AUFMERKSAMKEIT
2.1.3 ZUSAMMENHÄNGE ZWISCHEN MULTITASKING UND PERSÖNLICHKEIT
2.2 FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN
3 METHODE
3.1 VERSUCHSPLAN UND FORSCHUNGSMODELL
3.2 MESSINSTRUMENTE
3.2.1 SIMKAP – SIMULTANKAPAZITÄT / MULTI-TASKING
3.2.1.1 Anwendung und Durchführung
3.2.1.2 Psychometrische Gütekriterien
3.2.2 INTELLIGENZ-STRUKTUR-TEST 2000 R
3.2.2.1 Anwendung und Durchführung
3.2.2.1 Psychometrische Gütekriterien
3.2.3 FARBE-WORT-INTERFERENZ-TEST
3.2.3.1 Anwendung und Durchführung
3.2.3.2 Psychometrische Gütekriterien
3.2.4 BOCHUMER INVENTAR ZUR BERUFSBEZOGENEN PERSÖNLICHKEITS-BESCHREIBUNG
3.2.4.1 Anwendung und Durchführung
3.2.4.2 Psychometrische Gütekriterien
3.2.5 POSITIVE AND NEGATIVE AFFECT SCHEDULE
3.2.5.1 Anwendung und Durchführung
3.2.5.2 Psychometrische Gütekriterien
3.3 FORMULIERUNG DER OPERATIONALISIERUNGHYPOTHESEN
3.4 STICHPROBENKONSTRUKTION
3.5 UNTERSUCHUNGSDURCHFÜHRUNG
3.6 AUSWERTUNGSMETHODEN
4 ERGEBNISSE
4.1 VORBEREITENDE DATENANALYSE
4.1.1 VALIDITÄTS- UND RELIABILITÄTSANALYSEN
4.1.1.1 SIMKAP
4.1.1.2 I-S-T 2000 R
4.1.1.3 FWIT
4.1.1.4 BIP-Skalen
4.1.1.5 PANAS-Skalen
4.1.2 PRÜFUNG AUF NORMALVERTEILUNG
4.2 DESKRIPTIVSTATISTIK
4.2.1 STICHPROBENBESCHREIBUNG
4.2.2 ITEM- UND SKALENWERTE
4.3 KORRELATIONSSTATISTIK
4.3.1 KORRELATIONEN INNERHALB DER UNTERSUCHTEN BEREICHE
4.3.2 KORRELATIONEN ZWISCHEN DEN UNTERSUCHTEN BEREICHEN
4.4 REGRESSIONSANALYSEN
4.4.1 ERGEBNISSE
4.4.2 PRÜFUNG DER MODELLPRÄMISSEN
4.4.2.1 Beschreibung der Modellprämissen
4.4.2.2 Ergebnisse der Prüfung der Modellprämissen
4.4.3 ANNAHME VON HYPOTHESEN
4.5 WEITERE BEFUNDE
5 DISKUSSION
Diese Master-Thesis untersucht, inwieweit interindividuelle Unterschiede in Persönlichkeitsmerkmalen sowie kognitive Faktoren als Prädiktoren für die Leistungsfähigkeit unter Multitasking-Bedingungen fungieren. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Aufmerksamkeitsleistung und fluide Intelligenz sowie spezifische Persönlichkeitsdimensionen die Multitasking-Performance signifikant beeinflussen.
2.1.1 Multitasking
Die Forschung zum Thema Multitasking hat eine lange Tradition. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts finden sich die ersten Ansätze zur Aufmerksamkeitsforschung, die grundlegend ist für die Untersuchung von Simultantätigkeiten (vgl. McQueen, 1917). Obwohl Multitasking in der heutigen Zeit, insbesondere auch im Arbeitsleben einen hohen Stellenwert genießt (siehe Kapitel 1), ist es bisher nicht eindeutig in allen seinen Facetten untersucht (vgl. König, Bühner & Mürling, 2005). Salvucci (2005) definiert Multitasking als die Art und Weise „how people integrate and perform multiple tasks in the context of a larger complex task“ (S. 458). Es geht bei der Ausführung von Multitasking somit um die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer unterschiedlicher Aufgaben.5 Um Multitasking bewerkstelligen zu können, spielen insbesondere zwei kognitionspsychologische Prozesse eine Rolle: die Aufmerksamkeit sowie das Arbeitsgedächtnis (vgl. König et al., 2005).
Die Aufmerksamkeit ist dabei zuständig für die Verteilung unserer Ressourcen zur Informationsverarbeitung (vgl. Zimbardo & Gerrig, 2004).6 Das Arbeitsgedächtnis dient der kurzfristigen Speicherung von Informationen (vgl. Kiefer, 2008) sowie der Verarbeitung und Koordination von Informationen und spielt somit bei der Informationsverarbeitung eine zentrale Rolle (vgl. Süß, 2005). Es ist für Aufgaben wie Schlussfolgern und Sprachverstehen unerlässlich (vgl. Zimbardo & Gerrig, 2004).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz von Multitasking im modernen Berufsleben und stellt die Forschungsziele zur Identifikation von Leistungsprädiktoren vor.
2 THEORIE UND FORSCHUNGSSTAND: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen zu den Konstrukten Multitasking, Intelligenz, Persönlichkeit und Aufmerksamkeit sowie einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.
3 METHODE: Hier werden das Forschungsmodell, der Versuchsplan, die eingesetzten Messinstrumente (SIMKAP, I-S-T 2000 R, etc.) sowie die Stichprobenkonstruktion und die statistischen Auswertungsmethoden detailliert beschrieben.
4 ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Ergebnisse, Reliabilitätsanalysen der Tests sowie die Korrelations- und Regressionsanalysen zur Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 DISKUSSION: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse im Kontext des theoretischen Rahmens, bewertet die angewandten Methoden kritisch und leitet Implikationen für die Praxis ab.
Multitasking, Simultankapazität, fluide Intelligenz, Aufmerksamkeit, Persönlichkeitspsychologie, Gewissenhaftigkeit, Flexibilität, Handlungsorientierung, psychometrische Testverfahren, SIMKAP, I-S-T 2000 R, FWIT, Leistungsprädiktoren, Regressionsanalyse, Arbeitsgedächtnis
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Persönlichkeitseigenschaften und kognitiven Fähigkeiten auf die Leistungsfähigkeit bei paralleler Aufgabenbearbeitung (Multitasking).
Die zentralen Themenfelder umfassen die kognitionspsychologische Multitasking-Forschung, die differentielle Psychologie (Persönlichkeit und Intelligenz) sowie die psychometrische Diagnostik.
Das Ziel ist es, Prädiktoren (Einflussfaktoren) zu identifizieren, die eine hohe Leistungsfähigkeit unter Multitasking-Bedingungen vorhersagen können.
Es wurde ein quantitatives Querschnittsdesign (ex-post-facto) gewählt, bei dem 89 Probanden standardisierte Leistungstests und Persönlichkeitsfragebögen bearbeiteten, gefolgt von statistischen Analysen mittels Korrelationen und multipler Regression.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Theoriearbeit, die methodische Beschreibung der Testbatterie, die Präsentation der empirischen Ergebnisse und eine abschließende kritische Diskussion.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Multitasking, fluide Intelligenz, Aufmerksamkeit, Gewissenhaftigkeit und Leistungsprädiktoren.
Der SIMKAP wurde gewählt, da er ein standardisiertes, computergestütztes und wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Messung von Simultankapazität darstellt, das die Arbeitsrealität besser abbildet als selbstkonstruierte Szenarien.
Die Ergebnisse zeigen, dass primär fluide Intelligenz und Aufmerksamkeit signifikante Prädiktoren für die Multitasking-Leistung sind, während viele der untersuchten Persönlichkeitsfaktoren in dieser Studie keine statistisch bedeutsamen Zusammenhänge zeigten.
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