Masterarbeit, 2011
118 Seiten, Note: 1,6
1. Relevanz des Themas
2. Wandel und Veränderung
2.1 Definition und Modelle des Wandels
2.1.1 Das Wachstumsmodell von Greiner
2.1.2 Das Phasenmodell der Unternehmensentwicklung von Bleicher
2.1.3 Das Learning-and-Performance-Modell von Hurst
2.2 Change-Management
2.2.1 Definition
2.2.2 Handlungsfelder des Change-Managements
2.2.3 Typische Verhaltensmuster und Hemmnisse
2.2.4 Erfolgsfaktoren
3. Führungsverhalten und Führungssysteme als Einflussfaktor im Change-Management des Privatkundenvertriebs der 0815-Bank
3.1 Führungsverhalten und Führungssysteme im Privatkundenvertrieb von Banken
3.1.1 Führungsverhalten und Führungssysteme als Einflussfaktor auf Aufgabenteilung und Zielsetzungen
3.1.2 Führungsverhalten als Einflussfaktor auf Informationsversorgung und Kompetenzen
3.1.3 Führungsverhalten als Einflussfaktor auf die Motivation der Mitarbeiter
3.2 Führung im Veränderungsprozess
3.2.1 Führungsverhalten in Veränderungsprozessen
3.2.2 Veränderungsbereitschaft
3.2.3 Veränderungsfähigkeit
3.2.4 Veränderungskompetenz
4. Ablauf und Ergebnisdarstellung der Mitarbeiterbefragung
4.1 Zielsetzung der Befragung
4.2 Zusammenfassung Erfolgsfaktoren in Veränderungsprozessen
4.3 Modifikation der Modelle aus der Literatur
4.4 Erstellung des Fragebogens
4.4.1 Selektionskriterien
4.4.2 Durchführung
4.5 Auswertung der Befragungsergebnisse
5. Darstellung des Change-Befragung der 0815-Bank
5.1 Grundlagen von Befragungen in Veränderungsprozessen
5.2 Darstellung des Befragungsprozesses in der 0815-Bank
5.3 Auswertung der Ergebnisse
6. Handlungsempfehlungen und Ausblick für den Privatkundenvertrieb der 0815-Bank
Die Arbeit untersucht, wie Führungsverhalten und Führungssysteme in Veränderungsprozessen, speziell im Privatkundenvertrieb einer deutschen Großbank (0815-Bank), als Erfolgsfaktoren wirken. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, welche spezifischen Ansätze der Führung und Steuerung positive Impulse für die erfolgreiche Bewältigung solcher Prozesse liefern können.
2.2.3 Typische Verhaltensmuster und Hemmnisse
Grundsätzlich bedeutet Veränderung für Menschen einen Verlust von Sicherheit und Stabilität. Altbekannte Verhaltensmuster werden durch neue und ungewohnte Vorgehensweisen abgelöst. Der Komfort des Gewohnten wird infrage gestellt. Die Ungewissheit vor dem unbekannten Ergebnis der Veränderung sorgt für einen Kontrollverlust und Angst.
Eine Reaktion dieser fehlenden Überzeugung, aktiv an der Veränderung teilzuhaben, können Widerstände sein, d. h., mentale Barrieren, die gekennzeichnet sind durch die Ablehnung von Veränderung. Die Ursache dieser Widerstände kann sowohl aus einer eingeschränkten Veränderungsbereitschaft als auch aus einer fehlenden Veränderungsfähigkeit resultieren.
Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass bei Veränderungsprozessen eindeutige Unterschiede in der Einstellung, dem Einfluss und der Betroffenheit der Beteiligten existieren. Diese drei Faktoren können die Veränderungsbereitschaft der Beteiligten beeinflussen. Die Veränderungsbereitschaft eines Mitarbeiters bestimmt darüber, ob er Befürworter oder Gegner des Wandels bzw. noch unentschlossen der Veränderung gegenüber ist. Damit eine Führungskraft einschätzen kann mit welcher Einstellung die Mitarbeiter des Teams den Veränderungsprozess begleiten, ist folgende Typologie hilfreich.
1. Relevanz des Themas: Beschreibt die aktuelle Herausforderung für Unternehmen, tiefgreifende Veränderungen angesichts steigender Komplexität und Wettbewerbsdruck erfolgreich zu managen.
2. Wandel und Veränderung: Erläutert theoretische Grundlagen des Wandels und definiert das Change-Management inklusive verschiedener Modelle und Handlungsfelder.
3. Führungsverhalten und Führungssysteme als Einflussfaktor im Change-Management des Privatkundenvertriebs der 0815-Bank: Untersucht die Rolle der Führungskraft als zentralen Erfolgsfaktor bei der Zielerreichung und Motivation im Veränderungsprozess.
4. Ablauf und Ergebnisdarstellung der Mitarbeiterbefragung: Dokumentiert die methodische Herangehensweise und die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung zur Identifikation relevanter Erfolgsfaktoren.
5. Darstellung des Change-Befragung der 0815-Bank: Beschreibt das Befragungsmedium "Change Monitor" und wertet die gewonnenen Erkenntnisse zur Mitarbeiterwahrnehmung aus.
6. Handlungsempfehlungen und Ausblick für den Privatkundenvertrieb der 0815-Bank: Leitet konkrete Maßnahmen zur Optimierung von Kommunikation und Führung im Integrationsprozess ab.
Change-Management, Führungsverhalten, Führungssysteme, Privatkundenvertrieb, Veränderungsprozess, Transformation, Organisationsentwicklung, Mitarbeiterbefragung, Unternehmenskultur, Change-Leadership, Transformationale Führung, Transaktionale Führung, Motivationssteuerung, Mitarbeiterorientierung, Integration
Die Master Thesis analysiert die Rolle von Führungsverhalten und Führungssystemen als entscheidende Erfolgsfaktoren bei Veränderungsprozessen innerhalb des Privatkundenvertriebs einer deutschen Großbank.
Die Arbeit behandelt die Handlungsfelder des Change-Managements (Strategie, Kultur, Organisation, Technologie), die Bedeutung der Mitarbeiterorientierung und die Anwendung theoretischer Wandel-Modelle in der Praxis.
Die Forschungsfrage lautet: „Durch welches Führungsverhalten und welche Führungssysteme können Veränderungsprozesse im Bereich des Privatkundenvertriebs der 0815-Bank positiv beeinflusst werden?“
Der Autor kombiniert eine tiefgehende Literaturanalyse mit einer empirischen Mitarbeiterbefragung, um die theoretischen Erfolgsfaktoren kritisch zu spiegeln und auf die 0815-Bank anzuwenden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wandels, die Analyse von Führungsstilen (transaktional vs. transformational) und eine praktische Auswertung der Mitarbeiterbefragung sowie der "Change-Befragung" der 0815-Bank.
Zu den Kernbegriffen gehören Change-Management, Führung, Transformation, Unternehmenskultur, Mitarbeiterorientierung und Integrationsprozesse.
Die Arbeit zeigt, dass im Bankenvertrieb traditionell stark ziel- und kennzahlengesteuerte, transaktionale Führungssysteme angewandt werden, die zwar in stabilen Phasen funktionieren, bei tiefgreifenden Veränderungen jedoch zu Motivationsproblemen führen können.
Die Befragung verdeutlicht eine signifikante Diskrepanz zwischen den hohen Erwartungen der Mitarbeiter an Aspekte wie transparente Kommunikation und angemessenes Führungsverhalten und deren tatsächlicher Wahrnehmung im laufenden Veränderungsprozess.
Der Autor empfiehlt unter anderem den Einsatz von Web-2.0-Instrumenten zur Verbesserung der Kommunikation sowie eine stärkere Gewichtung transformationaler Führungselemente, um die Mitarbeiter aktiv in den Wandel einzubinden.
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