Bachelorarbeit, 2011
62 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Die Historie und Bedeutung der Kernenergie
2.1 Die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom)
2.2 Die ersten Kernreaktoren Deutschlands
2.3 Die politischen Gegner
2.4 Die unterschiedliche Bedeutung der Kernenergie
2.5 Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl
3 Der Atomkonsens von 2000 und dessen Wiederaufhebung 2010
3.1 Beschlüsse des Atomkonsens
3.2 Die Wiederaufhebung des Atomkonsens
3.2.1 Beschlüsse des Energiekonzeptes von 2010
4 Das Reaktorunglück von Fukushima und die Auswirkungen auf das neue Energiekonzept
4.1 Die Ereignisse nach dem Erdbeben im Atomkraftwerk „Fukushima 1“
4.2 Das Moratorium
4.3 Die Ethikkommission
5 Die wirtschaftlichen Folgen des Atomausstiegs
5.1 Das neue Energiekonzept zur Energiewende
5.1.1 Allgemeine Feststellungen bzw. Eckpunkte der Energiewende
5.1.2 Stufenweises Herunterfahren der Atomkraftwerke
5.1.3 Umbau der Energieversorgung – Ausbau der erneuerbaren Energien
5.2 Die wirtschaftlichen Folgen der Energiewende
5.2.1 Kosten auf Seiten der Energiekonzerne
5.2.2 Kosten auf Seiten des Staates
5.2.3 Kosten auf Seiten der Energieverbraucher bzw. der Endnutzer
5.3 Gewinner und Verlierer der Energiewende
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert die historische Entwicklung, die politischen Rahmenbedingungen sowie die wirtschaftlichen Konsequenzen des Atomausstiegs in Deutschland, unter besonderer Berücksichtigung des Reaktorunglücks in Fukushima 1 im Jahr 2011.
4.1 Die Ereignisse nach dem Erdbeben im Atomkraftwerk „Fukushima 1“
Der 11. März 2011, fast genau 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl, war ein weiteres einschneidendes Ereignis der weltweiten unterschiedlich angesehenen Atompolitik. Nach dem, um 14:45Uhr (Ortszeit), einsetzenden Erdbeben, welches eines der stärksten Erdbeben der letzten Jahrzehnte war und mehr als 15.000 Menschen das Leben kostete, blickte die gesamte Welt das Atomkraftwerk „Fukushima 1“. Das Beben, dessen Epizentrum sich östlich der Großstadt Sendai befand und so stark war, dass sich Japan um ca. zwei Meter verschob, hatte eine bis zu zehn Meter hohe Tsunami-Flutwelle ausgelöst, welche sich auf fast die gesamte Ostküste Japans auswirkte.
Das Atomkraftwerk Fukushima 1 befindet sich ebenfalls nur wenige Meter vor der Ostküste Japans. Es besitzt sechs Reaktoren, welche zu diesem Zeitpunkt mit mehreren hunderten Brennstäben besetzt waren. Als nun die Erde anfing zu beben, lief zunächst alles nach den Katastrophenplänen der Kraftwerksbetreiber. Das Kraftwerk wurde nach dem Beben sofort abgeschaltet, d.h. die arbeitenden Reaktoren wurden augenblicklich heruntergefahren. Da das Erdbeben die Stromversorgung des Kernkraftwerks zerstört hatte, mussten die Notstromaggregate die Kühlung der Brennstäbe übernehmen, welche auch weiterhin nach der Abschaltung sehr heiß waren und Kühlung dringend benötigten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Atompolitik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die historische Entwicklung bis zur Reaktorkatastrophe in Fukushima zu untersuchen.
2 Die Historie und Bedeutung der Kernenergie: In diesem Kapitel werden die Gründung der europäischen Atomgemeinschaft sowie die ersten Schritte der deutschen Kernkraftnutzung und der entstehende Widerstand analysiert.
3 Der Atomkonsens von 2000 und dessen Wiederaufhebung 2010: Das Kapitel befasst sich mit den rechtlichen Vereinbarungen des Rot-Grünen Atomkonsens sowie dessen späterer Überarbeitung durch die Regierung unter Angela Merkel.
4 Das Reaktorunglück von Fukushima und die Auswirkungen auf das neue Energiekonzept: Hier werden die Ereignisse in Japan nach dem Erdbeben von 2011 und die darauf folgenden politischen Reaktionen der Bundesregierung, wie Moratorium und Ethikkommission, detailliert beschrieben.
5 Die wirtschaftlichen Folgen des Atomausstiegs: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Kostenanalyse des neuen Energiekonzepts unter Berücksichtigung von Infrastrukturausbau, Energieeffizienz und den finanziellen Lasten für die verschiedenen Akteure.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und wagt eine Einschätzung zur Zukunft des deutschen Energiepfades im Kontext einer weltweiten Energiewende.
Atomausstieg, Fukushima, Energiewende, Atomkonsens, Kernkraftwerk, Energiekonzept, Strahlung, Stromnetz, Kostenanalyse, EEG, Erneuerbare Energien, Reaktorsicherheit, Tschernobyl, Wirtschaftlichkeit, Endlagerung
Die Arbeit analysiert die wirtschaftlichen und politischen Folgen des beschleunigten deutschen Atomausstiegs nach der Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011.
Zu den zentralen Themen gehören die Historie der Kernenergie, der Atomkonsens, die technologischen und politischen Reaktionen auf das Reaktorunglück in Japan sowie die ökonomischen Auswirkungen der Energiewende.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die deutsche Atompolitik durch die Fukushima-Katastrophe gewandelt hat und welche wirtschaftlichen Herausforderungen und Kosten dieser Systemwechsel für Staat, Energieversorger und Endverbraucher mit sich bringt.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie den Vergleich zwischen politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen und ökonomischen Prognosemodellen anhand aktueller Daten und Berichte zum Zeitpunkt der Verfassung.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Analyse des neuen Energiekonzepts, die Detaillierung der Kostenfaktoren (Netzausbau, EEG-Förderung) und die Identifikation von Gewinnern und Verlierern der Energiewende.
Die Kernaspekte werden durch Begriffe wie Atomausstieg, Energiewende, Fukushima, Kostenanalyse und Erneuerbare Energien definiert.
Das Moratorium wird als unmittelbare politische Reaktion auf Fukushima beschrieben, die zur vorläufigen Stilllegung der ältesten Atomkraftwerke führte und den Übergang zu einer beschleunigten Energiewende einleitete.
Die Kostenanalyse ist essenziell, um die wirtschaftliche Belastung für die Energieversorger durch den frühen Ausstieg, den Rückbau der Meiler und die geplante Neuausrichtung auf erneuerbare Energien zu quantifizieren.
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