Bachelorarbeit, 2011
89 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Die Gesundheitsbranche
2.1.1 Aktuelle Entwicklungen
2.1.2 Grundmerkmale des deutschen Gesundheitssystems
2.1.3 Der Krankenhaussektor
2.2 Herausforderungen der Patienteninformation
2.2.1 Rahmenbedingungen
2.2.2 Informationsquellen für Patienten
2.2.3 Zielsetzung und Anforderungen an Informationssysteme
2.3 Kennzahlensysteme
2.3.1 Ziele und Anforderungen an ein Kennzahlensystem
2.3.2 Verbindungen zwischen Kennzahlen(-systemen)
3 Anwendung von Patienteninformationssystemen in der Praxis
3.1 Darstellung der derzeitigen Informationsmöglichkeiten
3.2 Kriteriengestützte Bewertung
3.3 Schlussfolgerung
4 Kennzahlensysteme als alternative Informationsquelle
4.1 Thematische Bereiche eines Kennzahlensystems
4.1.1 Medizinisches Behandlungsergebnis
4.1.2 Hotelqualität
4.1.3 Organisation
4.1.4 Kommunikation
4.2 Methodik zur Entwicklung einer Spitzenkennzahl
4.3 Implementierung
4.3.1 Datengrundlage
4.3.2 Schwerpunkte der praktischen Umsetzung
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht, wie patientenorientierte Kennzahlensysteme dazu beitragen können, die Krankenhauswahl für Patienten transparenter und fundierter zu gestalten, indem sie komplexe medizinische und servicebezogene Informationen gezielt verdichten und vergleichen.
4.1.2 Hotelqualität
Weitere Aspekte können unter dem Begriff der Hotelqualität eines Krankenhauses zusammengefasst werden. Zwar stellt die Genesung ein primäres Bedürfnis eines jeden Patienten dar, jedoch möchten sich Patienten während eines Krankenhausaufenthaltes auch wohlfühlen. Hierzu zählen die Wohnortnähe, die Umgebungsgestaltung, die allgemeine Atmosphäre, die Unterbringung und das Serviceangebot.
Für viele Patienten sind die geografische Positionierung und die Infrastruktur sehr wichtig. Durch die Wohnortnähe und eine gute Verkehrsanbindung soll gewährleistet werden, dass Angehörige und Freunde ohne Probleme den Kranken besuchen können. Weiterhin sind genügend Parkmöglichkeiten zu angemessenen Preisen bedeutsam. Wenn an dieser Stelle die Kosten-Nutzen-Relation nicht stimmt, empfinden Leistungsempfänger dies oftmals als Ausnutzen ihrer speziellen Situation. Weiterhin verringert sich hierdurch die Besuchsfreudigkeit.
Die Atmosphäre eines Klinikums wird besonders durch eine nutzerfreundliche architektonische Gestaltung erzielt, die ein hohes Maß an Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten garantiert. Das positive Empfinden von Patienten kann durch ein ansprechendes Mobiliar, schöne Accessoires, Dekors und Bilder weiterhin gesteigert werden. Bei Bedarf sollte es Einzelzimmer geben. Die Ausstattung mit Fernsehgeräten und der Zugang zum Internet sind für viele Personen ausschlaggebend. Vor allem der Eingangsbereich, aber auch die Untersuchungs- und Behandlungszonen sollen hell und freundlich gestaltet sein. Generell wird eine barrierefreie Gestaltung des Krankenhauses als positiv angesehen. Ein Außengelände sollte sicher zu erreichen sein. Handläufe und Sitzmöglichkeiten können hierbei als hilfreich angesehen werden. Ebenso wichtig ist es, dass es sich um eine ruhige und lärmfreie Umgebung handelt, in der die Nachtruhe aber auch die Besuchszeiten mit Freunden oder Angehörigen ungestört sind.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die steigende Bedeutung von Patienteninformationen in einer Informationsgesellschaft und formuliert das Ziel, ein patientenorientiertes Kennzahlensystem zur Unterstützung der Krankenhauswahl zu entwickeln.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament über das deutsche Gesundheitssystem, Herausforderungen der Patienteninformation sowie die Funktionsweise und Anwendung von Kennzahlensystemen.
3 Anwendung von Patienteninformationssystemen in der Praxis: Hier erfolgt eine kritische Bestandsaufnahme bestehender Informationsportale und eine kriteriengestützte Bewertung ihrer Eignung für Patientenbedürfnisse.
4 Kennzahlensysteme als alternative Informationsquelle: Dieses Kernkapitel leitet aus den Patientenbedürfnissen thematische Bereiche ab, entwickelt eine Methodik zur Erstellung einer Spitzenkennzahl und diskutiert deren praktische Implementierung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Machbarkeit eines solchen Kennzahlensystems und weist auf die Notwendigkeit hin, Datenbeschaffung und Transparenz auf staatlicher Ebene weiter zu fördern.
Krankenhauswahl, Patientenorientierung, Kennzahlensysteme, Qualitätsmanagement, Gesundheitswesen, Patienteninformation, Benchmarking, Spitzenkennzahl, Transparenz, Leistungsindikatoren, Patientenzufriedenheit, Datenmanagement, Informationsgesellschaft, Krankenhausversorgung, Patientenbedürfnisse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Kennzahlensystems, das als Orientierungshilfe dient, um Patienten bei der informierten Auswahl eines geeigneten Krankenhauses zu unterstützen.
Die zentralen Themen sind das medizinische Behandlungsergebnis, die Hotelqualität, die Organisationsabläufe im Krankenhaus sowie die Kommunikation zwischen medizinischem Personal und Patienten.
Das Hauptziel ist es, ein Konzept für ein patientenorientiertes Kennzahlensystem zu erstellen, das komplexe Krankenhausdaten zu einer verständlichen Spitzenkennzahl verdichtet und somit einen objektiven Vergleich ermöglicht.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, einer Bestandsaufnahme aktuell verfügbarer Patienteninformationssysteme sowie der Entwicklung eines methodischen Rahmenkonzepts zur Konstruktion von Kennzahlen.
Im Hauptteil werden zunächst der Ist-Zustand bestehender Portale bewertet, anschließend die für Patienten relevanten Dimensionen definiert und schließlich ein Modell zur Verknüpfung dieser Daten zu einer Spitzenkennzahl hergeleitet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Krankenhauswahl, Patientenorientierung, Kennzahlensysteme, Qualitätsmanagement und Gesundheitswesen beschreiben.
Laut der Arbeit sind aktuelle Angebote häufig nicht genügend auf die spezifischen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten, wirken überladen, sind fachsprachlich zu komplex oder ihre Datenbasis ist für Laien schwer interpretierbar.
Die Arbeit betont, dass neben harten medizinischen Daten das subjektive Patientenerleben – etwa bei der Kommunikation oder der Hotelqualität – entscheidend für die Gesamtwahrnehmung und den Heilungserfolg ist und daher in Bewertungssystemen erfasst werden muss.
Eine Spitzenkennzahl dient als einfach erfassbares, aggregiertes Ergebnis, das es dem Nutzer ermöglicht, ohne tiefes Expertenwissen oder enormen Zeitaufwand eine erste schnelle Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Kliniken herzustellen.
Der Autor schlägt eine Kombination aus den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsberichten der Krankenhäuser und standardisierten Patientenbefragungen vor, um sowohl objektive Leistungsdaten als auch subjektive Erfahrungen abzubilden.
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