Seminararbeit, 2012
15 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das Problem des Aufschiebens – Experimentelle Untersuchungen
2.1 Bereitschaft zur Selbstkontrolle und Effizienz
2.1.1 Die Versuchsanordnung
2.1.2 Ergebnisse und Diskussion
2.2 Bestrafung und Belohnung als Selbstkontrollmechanismen
2.2.1 Die Versuchsanordnung
2.2.2 Ergebnisse und Diskussion
2.3 Wertschätzung und emotionale Bindung
2.3.1 Die Versuchsanordnung
2.3.2 Ergebnisse und Diskussion
3. Prokrastination am Beispiel eines theoretischen Modells
4. Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Prokrastination und die Mechanismen der Selbstbeherrschung, wobei sie analysiert, wie Menschen durch bewusste Einschränkungen und Anreize versuchen, dem Aufschieben unangenehmer Aufgaben entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwiefern individuelle Selbstkontrollstrategien die Produktivität beeinflussen und welche theoretischen Modelle dieses Verhalten erklären können.
2.1.1 Die Versuchsanordnung
Durchgeführt wurde der Versuch mit 99 Teilnehmern einer Weiterbildung für Führungskräfte am MIT. Während des 14-wöchigen Programms sollte jeder Teilnehmer drei Kurzarbeiten verfassen. Dazu wurde der Kurs zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bekam drei über den gesamten Zeitraum gleichmäßig verteilte Abgabetermine. Gruppe 2 hatte freie Hand bei der Wahl der Abgabefristen. Lediglich die spätest mögliche Abgabe am letzten Tag des Kurses musste eingehalten werden und einmal festgelegte Termine konnten nicht mehr geändert werden. Während die vorzeitige Abgabe einer Arbeit keinen Vorteil brachte, wurde die erreichte Punktzahl für jeden Tag Verspätung um 1% reduziert. Ein vollkommen rational handelnder Teilnehmer ohne Probleme mit seiner Selbstbeherrschung sollte demnach alle drei Abgabetermine auf den letzten Tag des Kurses legen. Hier hätte er zur Vervollständigung seiner Arbeiten so viel Zeit wie möglich und auch eine Bestrafung durch Punktabzug wäre ausgeschlossen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Prokrastination ein, definiert den Begriff und umreißt die Relevanz der Selbstdisziplin sowie die Zielsetzung der Arbeit anhand experimenteller und theoretischer Analysen.
2. Das Problem des Aufschiebens – Experimentelle Untersuchungen: Dieses Kapitel präsentiert verschiedene Studien, die belegen, wie Menschen versuchen, durch externe Fristen, Belohnungen oder Strafen ihre Nachlässigkeit bei unangenehmen Aufgaben aktiv zu bekämpfen.
3. Prokrastination am Beispiel eines theoretischen Modells: Hier wird das Aufschiebeverhalten formalisiert und zwischen naiven sowie vorausschauenden Akteuren unterschieden, um die beobachteten Präferenzen mathematisch zu modellieren.
4. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Grenzen der Interpretation und leitet daraus Ansätze für politische oder wirtschaftliche Maßnahmen ab.
Prokrastination, Selbstbeherrschung, Selbstkontrolle, Aufschieben, Anreizsysteme, Verhaltensökonomik, Leistung, Fristen, Selbstdisziplin, Rationalität, Nutzenfunktion, Zeitpräferenz, Arbeitsleistung, Präferenzen, Zielerreichung.
Die Arbeit befasst sich mit der verhaltensökonomischen Analyse der Prokrastination und untersucht, wie Menschen ihre Selbstdisziplin durch gezielte Kontrollmechanismen steuern.
Die zentralen Felder umfassen experimentelle Studien zu Abgabefristen, die Wirkung von Belohnungen und Strafen sowie die theoretische Modellierung menschlicher Entscheidungspräferenzen bei zeitversetzten Aufgaben.
Ziel ist es zu zeigen, dass sich Individuen ihrer prokrastinierenden Tendenzen bewusst sind und versuchen, diese durch Selbstbindung oder äußere Vorgaben zu kompensieren, um langfristige Ziele zu erreichen.
Die Arbeit nutzt die Analyse von verhaltensökonomischen Feldexperimenten (insbesondere zu Stress und Zeitmanagement) sowie die mathematische Modellierung von Nutzenfunktionen nach O’Donoghue und Rabin.
Der Hauptteil gliedert sich in experimentelle Analysen (Bereitschaft zur Selbstkontrolle, Bestrafung/Belohnung, emotionale Bindung) und eine theoretische Modellierung des Aufschiebeverhaltens.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Prokrastination, Selbstkontrolle, Selbstbeherrschung und ökonomische Anreizgestaltung geprägt.
Naive Personen glauben, ihre Präferenzen blieben über die Zeit stabil, während vorausschauende Personen ihr zukünftiges Aufschiebeverhalten antizipieren und ihre heutige Entscheidung entsprechend anpassen.
Stress wirkt bei moderater Intensität oft als Auslöser für verstärkte Selbstkontrolle, kann jedoch bei zu hohem Druck zum Scheitern der Bemühungen und zu einem drastischen Leistungsabfall führen.
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