Bachelorarbeit, 2012
116 Seiten, Note: 1,3
A Integrationspolitik als Dauerpolitikum in Deutschland und Frankreich
B Theoretische Grundlagen
I. Der soziologische Begriff des Fremden
II. Grundüberlegungen zur Integrationsproblematik
III. Der moderne Integrationsbegriff und mögliche Abgrenzungen
III. 1 Hintergrund: Migration in einer globalisierten Welt
III. 2 Integration als mehrdimensionaler Begriff
III.3 Essers Integrationsbegriff und sein Verständnis von Assimilation
III.4 Integrationspolitik – eine theoretische Annäherung
IV. Aus der Theorie hergeleitete Fragestellung und Methodik der Analyse
C Integrationspolitik in Deutschland und Frankreich im Vergleich
I. Historie der staatlich gelenkten Integrationspraktiken in Deutschland und Frankreich im Zuge der europäischen Integration
I. 1 Historische Entwicklung der Integrationspolitik in der BRD
I. 2 Historische Entwicklung der Integrationspolitik in Frankreich
I. 3 Einschub: Der Einfluss der europäischen Gesetzgebung
II. Stand der aktuellen Integrationspolitik anhand ausgewählter Beispiele in den Bereichen Ökonomie, Politik (pol. + soziale Rechte), Kultur sowie Bildung im deutsch-französischen Vergleich
II.1 Arbeitsmarktmobilität
II.1.1 Der Zugang zum Arbeitsmarkt für Migranten in Deutschland
II.1.2 Der Zugang zum Arbeitsmarkt für Migranten in Frankreich
II.1.3 Vergleichendes Zwischenfazit zur Arbeitsmarktmobilität
II.2 Politische Partizipation
II.2.1 Politische Partizipationsmöglichkeiten für Migranten in Deutschland
II.2.2 Politische Partizipationsmöglichkeiten für Migranten in Frankreich
II.2.3 Vergleichendes Zwischenfazit zur politischen Partizipation
II.3 Bildungspolitik in speziellem Bezug zur Integrationsthematik
II.3.1 Bildungspolitik in Bezug auf Migranten in Deutschland
II.3.2 Bildungspolitik in Bezug auf Migranten in Frankreich
II.3.3 Vergleichendes Zwischenfazit zur Bildungspolitik
II.4 Citizenship – Einbürgerungsmöglichkeiten
II.4.1 Citizenship – Einbürgerungsmöglichkeiten in Deutschland
II.4.2 Citizenship – Einbürgerungsmöglichkeiten in Frankreich
II.4.3 Vergleichendes Zwischenfazit zu den Einbürgerungsmöglichkeiten
III. Kurzer Überblick über weitere Problemfelder der Integrationspolitik
D Vergleichendes Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Integrationsmodelle sowie deren praktische Umsetzung in Deutschland und Frankreich. Ziel ist es, Defizite und Vorteile der jeweiligen Ansätze herauszuarbeiten sowie mögliche Handlungshinweise für eine gelingende Integration von Einwanderern abzuleiten, unter besonderer Berücksichtigung der Frage, wie staatliche Maßnahmen in den Bereichen Ökonomie, Politik, Kultur und Bildung optimal gestaltet werden können.
I. Der soziologische Begriff des Fremden
Georg Simmels ‚Exkurs über den Fremden‘ aus dem Jahr 1908 kann als Grundlage der Migrationssoziologie angesehen werden, welche sich aus wissenschaftlicher Sicht mit dieser Thematik wohl als eine der ersten Disziplinen befasst hat. Für Simmel ist der Fremde derjenige, „[…] der heute kommt und morgen bleibt.“ Um für die ihn aufnehmende Gruppe überhaupt wahrnehmbar zu sein, muss der Fremde „[…]ein Element der Gruppe selbst[…]“ sein. Er vereint in sich „Ferne und Nähe, Gleichgültigkeit und Engagiertheit“ und erhält dadurch eine gewisse Freiheit und Objektivität. Der Fremde bleibt fern, wenn keinerlei Gleichheiten „sozialer, berufsmäßiger oder allgemein menschlicher Art zwischen ihm und uns“ spürbar sind. Als Mitglied der Gruppe ist er immer „zugleich nah und fern“, wobei das Nicht-Gemeinsame stets besondere Betonung findet. Dies verleitet dazu, Fremde in Gruppen zu kategorisieren, sie zu klassifizieren. Sie werden „eigentlich nicht als Individuen, sondern als die Fremden eines bestimmten Typus überhaupt empfunden.“
Diese Erkenntnis ist heute wohl aktueller denn je – man denke nur an die häufig undifferenzierten und vorurteilsbehafteten Aussagen über ‚die Türken‘ oder ‚die Russen‘.
Aufbauend auf diese grundlegenden Überlegungen Simmels differenzierte sich der wissenschaftliche Umgang mit Migrations- und Integrationstheorien weiter aus.
A Integrationspolitik als Dauerpolitikum in Deutschland und Frankreich: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung Deutschlands vom vermeintlichen Nicht-Einwanderungsland zur Einwanderungsgesellschaft und thematisiert die Herausforderungen und Kontroversen der aktuellen Integrationsdebatte.
B Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel führt in die wissenschaftlichen Konzepte von Migration, Assimilation und Integration ein und diskutiert insbesondere die Bedeutung der Sozialintegration sowie die Typologien von Hartmut Esser.
C Integrationspolitik in Deutschland und Frankreich im Vergleich: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die historischen Integrationspraktiken sowie aktuelle Entwicklungen in den Feldern Arbeitsmarkt, politische Partizipation, Bildung und Einbürgerung beider Staaten.
D Vergleichendes Fazit und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse des deutsch-französischen Vergleichs zusammen und plädiert für die Notwendigkeit, theoretische Werte der Republik mit der realen, modernen und multikulturellen Gesellschaft in Einklang zu bringen.
Integration, Migration, Assimilation, Deutschland, Frankreich, Migrationspolitik, Arbeitsmarktmobilität, politische Partizipation, Bildungspolitik, Einbürgerung, Staatsbürgerschaft, Multikulturalismus, Parallelgesellschaften, Migrationshintergrund, Integrationskurs.
Die Bachelor-Studienarbeit befasst sich mit einem vergleichenden Überblick der Integrationsmodelle und -ergebnisse in Deutschland und Frankreich.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Arbeitsmarkt, politische Teilhabe, Bildungssysteme und Einbürgerungsmöglichkeiten für Migranten.
Das Ziel ist es, die Integrationsansätze beider Länder vergleichend zu analysieren, ihre Defizite und Vorteile herauszuarbeiten und kritische Handlungshinweise für eine gelingende Integration zu formulieren.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, wobei eine breite Palette an wissenschaftlicher Literatur, Fachberichten und statistischen Daten (u.a. MIPEX) ausgewertet wird.
Im Hauptteil werden zunächst die historischen Hintergründe der Integrationspraktiken in beiden Ländern aufgearbeitet, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der aktuellen Gesetzgebung und politischen Maßnahmen in den gewählten Themenfeldern.
Migration, Integration, Assimilation, Staatsbürgerschaft und der deutsch-französische Politikvergleich sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Frankreich verfolgt traditionell einen republikanischen, assimilationsorientierten Ansatz mit starkem Fokus auf Laizität und Zentralismus, während Deutschland stärker von föderalen Strukturen und einer neueren, wenn auch zögerlichen, Akzeptanz der multikulturellen Realität geprägt ist.
Die EU gewinnt zunehmend an Bedeutung durch die Harmonisierung von Standards, wirkt auf nationale Entscheidungen ein und bietet Diskussionsforen, auch wenn die primäre Kompetenz bei den Nationalstaaten verbleibt.
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