Bachelorarbeit, 2011
83 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Begriffliche Definitionen und Abgrenzungen
2.1 Unternehmensanalyse
2.2 Unternehmenssanierung, Restrukturierung und Turnaround
2.3 Sanierungsplanung
2.4 Externe Berater
3. Zielsetzung und Rahmenbedingungen der Sanierungsprüfung
3.1 Zielsetzung
3.1.1 Sanierungsbedürftigkeit
3.1.2 Sanierungsfähigkeit
3.1.3 Sanierungswürdigkeit
3.2 Insolvenztatbestände
3.2.1 Zahlungsunfähigkeit
3.2.2 Drohende Zahlungsunfähigkeit
3.2.3 Überschuldung
3.2.4 Exkurs: „Schutzschirmverfahren“ ESUG
4. Unternehmenskrise
4.1 Krisenbegriff
4.2 Krisenstadien
4.2.1 Stakeholderkrise
4.2.2 Strategiekrise
4.2.3 Produkt- und Absatzkrise
4.2.4 Erfolgskrise
4.2.5 Liquiditätskrise
4.2.6 Insolvenzreife
5. Unternehmensanalyse im Rahmen einer Unternehmenssanierung
5.1 Globales Unternehmensumfeld
5.2 Wettbewerbsumfeld
5.2.1 Branchenanalyse
5.2.2 Kundenananalyse
5.2.3 Wettbewerbsanalyse
5.3 Unternehmung
5.3.1 Management und Mitarbeiter
5.3.2 Forschung & Entwicklung (F&E)
5.3.3 Beschaffung
5.3.4 Produktion
5.3.5 Marketing und Vertrieb
5.3.6 Finanzen
5.3.6.1 Strukturbilanz
5.3.6.2 Grobanalyse: Quicktest Kralicek
5.3.6.3 Detaillierte Kennzahlenanalyse
5.3.6.3.1 Liquiditätskennzahlen
5.3.6.3.2 Finanz- und Strukturkennzahlen
5.3.6.3.3 Rentabilitätskennzahlen
5.3.6.4 Kennzahleninterpretation
5.3.6.5 Kritische Würdigung einer Kennzahlenanalyse
6. Fazit
Diese Bachelorarbeit hat das Ziel, Analysemethoden und -instrumente für eine umfassende Unternehmensanalyse im Rahmen einer Unternehmenssanierung darzustellen und kritisch zu würdigen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation geeigneter Instrumente zur Beurteilung der Sanierungsfähigkeit sowie zur Ableitung notwendiger Sanierungsbeiträge, um krisenhafte Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren oder ihre Zerschlagung zu vermeiden.
4.2.1 Stakeholderkrise
Ein Unternehmen versteht sich als Netzwerk von Vertragsbeziehungen, das von der Unternehmensleitung konzipiert und überwacht werden sollte. Können alle Stakeholder eine gemeinsame Zielvorstellung mithilfe der Vertragsbeziehungen generieren, so ist ein langfristiger Unternehmenserfolg möglich. Eine Stakeholderkrise entsteht in erster Linie, wenn diese gemeinsame Zielsetzung nicht die allgemeine Arbeitsgrundlage darstellt oder deren Einhaltung nicht mehr überwacht wird. Demzufolge entsteht die Stakeholderkrise aus personalwirtschaftlicher Sicht und hat eine Korrosion des gemeinsamen Leitbilds zur Folge. Gekennzeichnet ist eine Stakeholderkrise von nachlässigem Führungsverhalten sowie einer nachlassenden Kunden- und Wettbewerbsorientierung. Der schleichende Zersetzungsprozess der Unternehmenskultur zeichnet sich in der Folge durch schwerfällige Entscheidungsprozesse mit Reibungsverlusten ab, die zu internen Blockaden führen können.
Die zumeist positive Finanz- und Ertragslage kann jedoch dazu führen, dass die Ursachen einer Stakeholderkrise nicht erkannt werden und es nicht zur Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen kommt. Die Aufdeckung einer Stakeholderkrise geschieht zumeist von Externen wie bspw. Unternehmensberatern, Wirtschaftsprüfern, dem Aufsichtsrat oder Gesellschaftern.
1. Einleitung: Erläutert die Problematik von Unternehmensinsolvenzen und steckt das Ziel sowie den Gang der Untersuchung ab.
2. Begriffliche Definitionen und Abgrenzungen: Definiert zentrale Begriffe wie Unternehmensanalyse, Sanierung, Restrukturierung und Turnaround für den weiteren Kontext.
3. Zielsetzung und Rahmenbedingungen der Sanierungsprüfung: Beschreibt die Kriterien der Sanierungsprüfung sowie die rechtlichen Insolvenztatbestände, die den Rahmen für Sanierungsentscheidungen bilden.
4. Unternehmenskrise: Analysiert den Krisenbegriff und die verschiedenen Krisenstadien, von der Stakeholderkrise bis zur Insolvenzreife.
5. Unternehmensanalyse im Rahmen einer Unternehmenssanierung: Detaillierte Darstellung der Instrumente zur Analyse des globalen Umfelds, des Wettbewerbs und der internen Unternehmensbereiche wie Management, F&E, Beschaffung, Produktion, Marketing und Finanzen.
6. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Eignung der verschiedenen Analyseinstrumente für den Sanierungsprozess.
Unternehmensanalyse, Unternehmenssanierung, Sanierungsprüfung, Insolvenzrecht, Krisenmanagement, Restrukturierung, Turnaround, Stakeholderkrise, Kennzahlenanalyse, Finanzplanung, Liquiditätssicherung, Wettbewerbsvorteile, Strategie, Unternehmensführung, Bilanzanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Unterstützung von Unternehmenssanierungen durch eine fundierte Unternehmensanalyse, um die Sanierungsfähigkeit notleidender Unternehmen zu prüfen.
Zentrale Themen sind die diagnostischen Ansätze zur Identifikation von Krisenursachen, die Bewertung der Sanierungsfähigkeit anhand von Kennzahlen und die Anwendung von Analyseinstrumenten in verschiedenen Unternehmensbereichen.
Ziel ist es, ein anpassungsfähiges Basiskonzept an Analysemethoden zu erstellen, das Entscheidungsträgern bei einer Sanierung hilft, zwischen Liquidation oder Fortführung eines Unternehmens abzuwägen.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und strukturierende Methodik, bei der existierende betriebswirtschaftliche Analyseinstrumente im Kontext einer Sanierungsprüfung dargestellt und kritisch hinterfragt werden.
Im Hauptteil werden sowohl globale Umweltfaktoren als auch interne Funktionsbereiche wie Finanzen, Produktion, Beschaffung und Personal detailliert anhand spezifischer Analysewerkzeuge wie dem Quicktest Kralicek oder Portfolio-Matrizen untersucht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmenssanierung, Sanierungsfähigkeit, Krisenstadium, Kennzahlenanalyse und Wettbewerbsumfeld charakterisiert.
Externe Berater werden als wertvolle Ergänzung der Management-Kapazitäten gesehen, um fehlende Fachkenntnisse und methodische Systematik einzubringen, wenngleich sie auch Widerstände im Unternehmen auslösen können.
Eine Stakeholderkrise zeichnet sich durch ein schleichendes nachlässiges Führungsverhalten und eine Korrosion des gemeinsamen Leitbilds aus, die oft trotz einer noch positiven Finanzlage lange unerkannt bleibt.
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