Bachelorarbeit, 2012
42 Seiten, Note: 2,4
1 Zunehmende Bedeutung der Selbstkongruenz für die Kaufentscheidung
2 Theoretische Fundierung der Selbstkongruenz
2.1 Definition des Selbstkonzepts
2.2 Grundlagen der Selbstkongruenztheorie
2.2.1 Übertragbarkeit der menschlichen Attribute auf die Marke
2.2.2 Beeinflussung des Konsumverhaltens durch selbstkongruente Markenpersönlichkeit
2.3 Abgrenzung funktionaler Kongruenz von Selbstkongruenz
3 Stand der Forschung zu den Auswirkungen der Selbstkongruenz
3.1 Darstellung der Untersuchungsmethodik
3.2 Moderatorvariablen des Selbstkongruenzeffekts
3.3 Auswirkungen der Selbstkongruenz auf die Konsumenteneinstellung
3.3.1 Markenloyalität
3.3.2 Konsumentenzufriedenheit
3.4 Auswirkungen der Selbstkongruenz auf das Konsumentenverhalten
3.5 Auswirkungen der Selbstkongruenz auf das Verhalten der Angestellten
4 Kritische Würdigung der Ergebnisse
5 Implikationen für Praxis und Forschung
5.1 Limitation der Untersuchung
5.2 Handlungsempfehlungen für die Praxis
5.3 Weiterer Forschungsbedarf zur Selbstkongruenz
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung zu den Auswirkungen von Selbstkongruenz aufzuarbeiten und die Konsequenzen einer Übereinstimmung zwischen Markenpersönlichkeit und Konsumentenpersönlichkeit zu verdeutlichen, um daraus Implikationen für Praxis und Forschung abzuleiten.
2.2.1 Übertragbarkeit der menschlichen Attribute auf die Marke
Damit sich der Mensch in der Marke wiederfinden kann, ist es nötig, dass die Attribute, die dem Menschen zugeschrieben werden, ebenfalls in der Markenpersönlichkeit enthalten sind. Hier gilt die sogenannte Animismus-Theorie, nach welcher der Mensch danach strebt, unbelebte Objekte zu vermenschlichen.16
Dazu ist es notwendig, zuerst die menschliche Persönlichkeit zu definieren, um eine Übertragung auf die Marke vornehmen zu können. Im Laufe der Zeit gab es viele unterschiedliche Ansätze, die menschliche Persönlichkeit zu klassifizieren. Einer der Wichtigsten hierbei ist das Fünf-Faktoren-Modell. Es beinhaltet die Faktoren:17
Neurotizismus - der Umgang mit negativen Emotionen
Extraversion - aufgeschlossener Umgang mit Umwelt und Mitmenschen
Offenheit für Erfahrungen - Ausmaß des Interesses an neuen Erfahrungen
Verträglichkeit - der Umgang mit anderen Personen
Rigidität/Gewissenhaftigkeit - handelt die Person verantwortungsvoll, gewissenhaft, etc.
Ausgehend von diesen fünf Faktoren und unter Zuhilfenahme vorangegangener Untersuchungen zur Markenpersönlichkeit konnten fünf Dimensionen der Markenpersönlichkeit entwickelt werden:
Excitement (Erregung/Spannung)
Sincerity (Aufrichtigkeit)
Competence (Kompetenz)
Sophistication (Kultiviertheit)
1 Zunehmende Bedeutung der Selbstkongruenz für die Kaufentscheidung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Übereinstimmung von Markenpersönlichkeit und Konsumentenpersönlichkeit für den Wettbewerbsvorteil und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Theoretische Fundierung der Selbstkongruenz: In diesem Kapitel werden das Selbstkonzept und die Grundlagen der Selbstkongruenztheorie erläutert sowie die Übertragbarkeit menschlicher Attribute auf Marken diskutiert.
3 Stand der Forschung zu den Auswirkungen der Selbstkongruenz: Dieser zentrale Teil umfasst die Aufarbeitung zahlreicher Studien zu Effekten auf die Markenloyalität, Konsumentenzufriedenheit sowie das Verhalten von Konsumenten und Angestellten.
4 Kritische Würdigung der Ergebnisse: Hier werden die untersuchten Studien hinsichtlich ihrer Definitionen, Messmethoden und methodischen Einschränkungen reflektiert.
5 Implikationen für Praxis und Forschung: Das Kapitel bietet Limitationen der Untersuchung, praktische Handlungsempfehlungen für das Marketing sowie Ansätze für zukünftigen Forschungsbedarf.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung der Selbstkongruenz als Anknüpfungspunkt für die betriebswirtschaftliche Forschung.
Selbstkongruenz, Selbstkonzept, Markenpersönlichkeit, Konsumentenverhalten, Markenloyalität, Konsumentenzufriedenheit, Selbstwerterhöhung, Selbstkonsistenz, Messmethoden, Selbstüberwachung, Identifikation, Marketing, Sponsoring, Servicequalität, Forschung
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Selbstkongruenz – also der Übereinstimmung zwischen dem Selbstbild eines Konsumenten und einer Marke – auf verschiedene Aspekte des Konsumentenverhaltens.
Zentral sind die theoretische Fundierung, die Auswirkungen auf Einstellungen und Kaufverhalten sowie die Relevanz für das Marketing und die Mitarbeiterbindung.
Ziel ist es, den "State-of-the-Art" der wissenschaftlichen Forschung zu den Auswirkungen von Selbstkongruenz darzustellen und einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben.
Der Autor führt eine Literaturrecherche und eine Aufarbeitung aktueller Studien ab dem Jahr 2000 durch, um die Kernaussagen zur Selbstkongruenz systematisch zusammenzufassen.
Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen auf Markenloyalität, Konsumentenzufriedenheit, das Kaufverhalten in verschiedenen Kontexten (z. B. Sponsoring) sowie das Verhalten von Angestellten.
Wichtige Begriffe sind Selbstkonzept, Markenpersönlichkeit, Selbstkonsistenz, Selbstwerterhöhung, Markenloyalität und die verschiedenen Messmethoden der Kongruenz.
Die traditionelle Methode basiert auf der Addition von Diskrepanzmaßen einzelner Attribute, während die neuere direkt-globale Methode den Gesamteindruck der Selbstkongruenz ganzheitlich erfasst.
Studien zeigen, dass bei Konsumenten mit hohem Sachverstand die Übereinstimmung mit dem Markenimage eine weniger signifikante Rolle spielt als bei Konsumenten mit geringem Sachverstand.
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