Masterarbeit, 2012
88 Seiten, Note: 1.15
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Der Klimawandel
2.1 Klima und Treibhauseffekt
2.2 Die globale Erwärmung
2.2.1 Evidenz
2.2.2 Ursachen
2.2.3 Folgen
2.2.4 Maßnahmen
2.3 Eine bequeme Wahrheit
2.3.1 Typen von Klimaskeptikern
2.3.2 Die kalte Sonne
2.4 Zwei unbequeme Wahrheiten
3. Setting the Scene
3.1 Möglichkeit und Notwendigkeit einer Ethik
3.1.1 Freiheit und Verantwortung
3.1.2 Epistemischer Wertanthropozentrismus
3.2 Adressaten einer Ethik des Klimawandels
3.3 Über den Gegenstand der Umweltethik
3.4 Rechtfertigung eines Anthropozentrismus
4. Kantischer Anthropozentrismus
4.1 Der kategorische Imperativ
4.2 Kantische Umweltethik
4.2.1 Nichtinstrumentell
4.2.2 Instrumentell
4.2.3 Verpflichtung gegen Zukünftige
4.3 Grenzen des kantischen Anthropozentrismus
5. Utilitarismus
5.1 Utilitarismus: Ein Überblick
5.1.1 Merkmale utilitaristischer Ethiken
5.1.2 Schwierigkeiten des Utilitarismus
5.1.3 Utilitaristische Umweltethik
5.2 Utilitaristische Klimaethik
5.2.1 Ökonomische Erwägungen
5.2.2 Quasidiskontierende Faktoren
5.2.3 Umgang mit Unsicherheit
5.2.4 Vier Strategien nach Gesang
5.3 Kooperation von Individuen
6. Gerechtigkeit
6.1 Gerechtigkeits- und Spargrundsätze bei Rawls
6.2 Gleiche-pro-Kopf-Anteile bei Singer
6.3 Konvergenzhypothese von Norton
6.4 Kosmopolitische Gerechtigkeit bei Harris
7. Handeln
7.1 Das Kollektiv
7.1.1 Begrenzung
7.1.2 Anpassung
7.1.3 Kompensation
7.1.4 Hemmnisse
7.2 Das Individuum
7.3 Grundsätzliche Schieflagen
8. Zusammenfassung und Fazit
A. Glossar
Die Masterarbeit untersucht den Klimawandel als ethische Herausforderung und analysiert, wie moralphilosophische Ansätze – konkret Kantianismus und Utilitarismus – sowie Gerechtigkeitskonzepte auf dieses globale Problem angewendet werden können, um Handlungsoptionen für Kollektive und Individuen zu begründen.
2.4 Zwei unbequeme Wahrheiten
In der Diskussion um den Klimawandel gibt es zwei unbequeme Wahrheiten. Die eine ist Ausdruck des wissenschaftlichen Konsens, dass sich unser Planet erwärmt und dass der Mensch diese Erwärmung aller Wahrscheinlichkeit nach verursacht hat. Die andere unbequeme Wahrheit ist, und darauf machen Klimaskeptiker aufmerksam, dass dies eben nur ein Konsens und keine Wahrheit ist. Die Prognosen mit Bezug auf den Klimawandel haben zwar teilweise beeindruckend hohe Wahrscheinlichkeiten, aber sie sind eben nicht hundertprozentig sicher.
Diese Unsicherheit wird vermutlich immer schon aus der Perspektive einer bereits vorhandenen ethischen Intuition her bewertet. Das dürfte auch der Grund dafür sein, weshalb die Diskussion über den Klimawandel oft emotional oder polemisch geführt wird. Dennoch scheint die wissenschaftliche Datenlage so überzeugend, dass die folgenden drei Prämissen, die in dieser Arbeit bei allen philosophischen Betrachtungen vorausgesetzt werden, wohl weitgehend konsensfähig sind (P2a und P2b sind als Erläuterungen von P2 zu verstehen):
P1 Es gibt einen Klimawandel (eine globale Erwärmung).
P2 Der Klimawandel ist vom Menschen mitverursacht.
P2a Erhöhte Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre führen zu einem Temperaturanstieg.
P2b Der Mensch erhöht seine Aktivitäten die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre.
P3 Der Klimawandel wird positive und negative Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Ökosysteme haben, wobei die negativen Auswirkungen überwiegen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die existenzielle Bedrohung durch den Klimawandel ein und skizziert die methodische Herangehensweise der Arbeit, die sowohl kantianische als auch utilitaristische Ansätze sowie Gerechtigkeitskonzepte integriert.
2. Der Klimawandel: Dieses Kapitel erläutert die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Treibhauseffekts, die Belege für die globale Erwärmung und die Haltung der Klimaskeptiker.
3. Setting the Scene: Hier werden die ethischen Voraussetzungen geklärt, insbesondere die Möglichkeit einer Ethik, die Rolle der Freiheit und Verantwortung sowie die Frage, wer Adressat einer Ethik des Klimawandels sein kann.
4. Kantischer Anthropozentrismus: Dieses Kapitel untersucht die Anwendung von Kants kategorischem Imperativ und Umweltethik auf den Klimawandel, inklusive der Pflichten gegenüber zukünftigen Generationen.
5. Utilitarismus: Hier wird der Utilitarismus als konsequentialistische Theorie eingeführt und auf das Klimaproblem angewendet, wobei ökonomische Erwägungen und Strategien nach Gesang diskutiert werden.
6. Gerechtigkeit: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Gerechtigkeitskonzepte, darunter Rawls’ Spargrundsätze, Singers Gleiche-pro-Kopf-Anteile und Harris’ kosmopolitische Gerechtigkeit.
7. Handeln: Abschließend werden konkrete Handlungsstrategien für das Kollektiv und das Individuum beleuchtet, einschließlich Aspekten wie Begrenzung, Anpassung und Kompensation.
8. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse der philosophischen Analysen zusammen und betont die Dringlichkeit, den Klimawandel als ethisches Problem jetzt anzugehen.
A. Glossar: Das Glossar liefert Definitionen zu zentralen Begriffen der Arbeit.
Klimawandel, Ethik, Anthropozentrismus, Utilitarismus, Kantianismus, Gerechtigkeit, globale Erwärmung, Klimaskeptiker, Treibhauseffekt, Verantwortung, Handeln, Nachhaltigkeit, Klimapolitik, ökologische Ungerechtigkeit, Umweltschutz
Die Arbeit behandelt die ethischen Fragestellungen, die mit dem Klimawandel verbunden sind, und untersucht philosophische Ansätze, um menschliches Handeln in diesem Kontext zu begründen.
Zentrale Themen sind der Klimawandel aus naturwissenschaftlicher Sicht, die moralphilosophische Einordnung durch Kantianismus und Utilitarismus sowie verschiedene Gerechtigkeitstheorien.
Das Ziel ist es, ein ethisches Fundament für Handlungsoptionen im Klimawandel zu schaffen, das sowohl Kollektive als auch Individuen in die Pflicht nimmt.
Die Arbeit nutzt die Analyse und Synthese bestehender moralphilosophischer Theorien und Gerechtigkeitskonzepte, um diese auf die spezifische Problematik des Klimawandels anzuwenden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kants Kategorischem Imperativ, utilitaristischen Ansätzen, Gerechtigkeitskonzepten (z.B. nach Rawls und Singer) sowie konkreten Strategien für das Handeln im Kollektiv und Individuum.
Die wichtigsten Begriffe sind Klimawandel, Ethik, Anthropozentrismus, Utilitarismus, Kantianismus, Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung.
Die Autorin setzt sich mit den Argumenten von Klimaskeptikern auseinander, um die Notwendigkeit ethischen Handelns trotz gewisser wissenschaftlicher Unsicherheiten zu unterstreichen.
Harris’ Ansatz ist entscheidend, da er die Verantwortung nicht nur bei Staaten, sondern primär bei Individuen sieht und damit die moralische Verpflichtung jedes Einzelnen betont.
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