Diplomarbeit, 2012
88 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Funktion und Bedeutung von Standortfaktoren für Unternehmen
1.2 Problemstellung
1.3 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen der Standortplanung
2.1 Standortplanung im Allgemeinen
2.1.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.2 Theoretische Fundierung
2.1.3 Ursprünge der Standortplanung
2.1.4 Standortplanung unter Einbezug des Planungshorizontes
2.1.5 Standortarten und Ermittlung von Anforderungsbedingungen
2.1.6 Motive für Standortverlagerungen
2.1.7 Klassifizierung von Standortmodellen
2.2 Standortplanung im Speziellen
2.2.1 Schematische Bestimmung eines Standortes
2.2.2 Das Steiner-Weber-Modell
2.2.3 Gemischt-ganzzahlige Standortmodelle
2.2.4 Lösungsverfahren für die Standortplanung
3 Standortfaktoren
3.1 Regionale qualitative Standortfaktoren
3.2 Regionale quantitative Standortfaktoren
3.3 Globale Standortfaktoren
4 Modell der globalen Standortplanung
4.1 Literaturüberblick
4.2 Modellbeschreibung
4.2.1 Begriffsklärung
4.2.2 Prämissen eines Standortmodells
4.2.3 Fixe Modellparameter
4.2.4 Entscheidungsvariablen
4.2.5 Zielfunktion
4.3 Modellierung globaler Standortfaktoren
4.3.1 Modellierung der Einnahme-, Transport- und Produktionsfaktoren
4.3.2 Modellierung des Local-Content-Faktors
4.3.3 Modellierung der Subventionszahlungs- und Transferpreisfaktoren
4.3.4 Modellierung der Zoll- und Steuerfaktoren
4.3.5 Nebenbedingungen
4.3.6 Erweiterungen des Modells
5 Analyse der Faktoren anhand eines Fallbeispiels
5.1 Beschreibung des Fallbeispiels
5.2 Analyse der Ergebnisse
6 Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines mathematischen Optimierungsmodells zur Bestimmung des optimalen Standorts für weltweit agierende Unternehmen unter Berücksichtigung spezifischer globaler Standortfaktoren.
2.1.2 Theoretische Fundierung
Die Standortplanung ist aus theoretischer Sicht innerhalb der Entscheidungstheorie einzuordnen, wonach eine Entscheidung die Wahl zwischen mehreren Alternativen impliziert. Entscheidungstheoretische Analysen treffen deskriptive (beschreibende) oder präskriptive (vorschreibende) Aussagen. Diese beiden Entscheidungstheorien können in Abhängigkeit vom Untersuchungszweck können differenziert werden.
Die präskriptive Entscheidungstheorie untersucht kein spezielles Problem, sondern Grundprobleme mit dem Ziel, Lösungskonzepte für Entscheidungsprobleme zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Entscheidungslogik, die unter den Bedingungen des rationalen Handelns nach Bewertungsregeln für Aktionsresultate sucht. Deskriptive Entscheidungstheorien versuchen die Entstehung von Prämissen mit Hilfe von Grenzen der Rationalität empirisch zu ermitteln. Im Gegensatz zur präskriptiven Entscheidungstheorie geht die deskriptive Entscheidungstheorie nicht von gegebenen Prämissen aus, sondern versucht vielmehr die Entstehung dieser zu erforschen. Dies geschieht auf Basis der Ermittlung empirisch beobachteter Grenzen der Rationalität.
Um diese Begrenzungen zu ermitteln, müssen zwei Aufgaben gelöst werden. Zunächst beschäftigt sich die explikative Aufgabe mit der Bildung exakter Begriffe. Diese müssen konkret von anderen wissenschaftlichen Disziplinen abgegrenzt sein, sodass es nicht zu ungewollten Querverweisen kommt. Des Weiteren ist es notwendig, begrifflich-theoretische Bezugsrahmen zu schaffen, die als Vorstufe zur Modellentwicklung dienen. Bei der zweiten Aufgabe handelt es sich um eine explanatorische. Diese Aufgabe bezieht sich auf die Aufdeckung und Erklärung von empirischen Zusammenhängen zwischen den Variablen des Modells. Auf Basis bekannter Ausgangsgrundlagen soll erklärt werden, warum bestimmte Ereignisse eingetreten sind bzw. eintreten werden. Der erste Schritt der deskriptiven Entscheidungstheorie ist es, die Modelle der präskriptiven Entscheidungstheorie zu Erklärung der Entscheidungen heranzuziehen. Wenn sich empirische Abweichungen ergeben, müssen Modell Ansätze um Persönlichkeitsfaktoren des Entscheidungsträgers erweitert werden.
Innerhalb der Betriebswirtschaftslehre nehmen Entscheidungstheorien eine beratende Funktion für Unternehmen und Organisationen ein. Sie sollen erklären, mittels welcher Entscheidungsverhalten welche Ziele erreicht werden können und zugleich neue Ziele aufzeigen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung von Standortfaktoren im Kontext der Globalisierung ein und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Untersuchung.
2 Grundlagen der Standortplanung: Hier werden die theoretischen Fundamente der Standortplanung, unterschiedliche Modellkategorien und grundlegende Lösungsverfahren erläutert.
3 Standortfaktoren: Dieses Kapitel differenziert zwischen regionalen qualitativen und quantitativen Faktoren sowie den spezifischen Herausforderungen globaler Standortfaktoren.
4 Modell der globalen Standortplanung: Im Hauptteil wird ein mathematisches Optimierungsmodell entwickelt, das globale Faktoren wie Zölle, Steuern und Local-Content-Anforderungen integriert.
5 Analyse der Faktoren anhand eines Fallbeispiels: Das Modell wird auf ein fiktives Szenario angewendet, um die praktischen Auswirkungen der identifizierten Standortfaktoren zu demonstrieren.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit des Modells unter Berücksichtigung seiner theoretischen Einschränkungen.
Standortplanung, Globale Standortfaktoren, Optimierungsmodell, Supply Chain Management, Transferpreise, Local-Content, Steuern, Zollwesen, Entscheidungstheorie, Betriebswirtschaftslehre, Produktionsnetzwerke, Logistik, Standortwahl, Handelsabkommen, Investitionsbudget.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines mathematischen Modells zur Optimierung der Standortwahl für international agierende Unternehmen unter Einbeziehung komplexer globaler Faktoren.
Die zentralen Themen umfassen die Standortplanung, die Unterscheidung zwischen qualitativen und quantitativen Standortfaktoren, Supply Chain Management sowie spezifische globale Herausforderungen wie Zoll- und Steuerbelastungen.
Das primäre Ziel ist es, ein mathematisches Modell zu erstellen, mit dem Unternehmen den optimalen Standort für Teilbetriebe in einem globalen Netzwerk berechnen können, um den Gesamtgewinn zu maximieren.
Es werden Ansätze der deskriptiven und präskriptiven Entscheidungstheorie verwendet sowie mathematische Optimierungsmethoden (gemischt-ganzzahlige lineare Programmierung) zur Lösung von Standortproblemen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Modellierung von globalen Kostenfaktoren, insbesondere Transportkosten, Steuern, Zölle, Subventionen und Local-Content-Anforderungen innerhalb eines mathematischen Rahmens.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Standortfaktoren, globale Optimierung, Transferpreise, Local-Content, Supply Chain Management und mathematische Modellierung definiert.
Transferpreise beeinflussen das Steueraufkommen und die Rentabilität einzelner Betriebe innerhalb eines globalen Netzwerks, weshalb sie eine kritische Variable für die Gewinnoptimierung darstellen.
Das Modell integriert den Local-Content-Faktor als Nebenbedingung, die sicherstellt, dass ein festgelegter Anteil der Produktion oder Wertschöpfung innerhalb eines bestimmten Landes erbracht wird.
Das Fallbeispiel dient der anschaulichen Validierung des Modells und zeigt auf, wie verschiedene Standorte, Zollunionen und Kostenstrukturen die optimale Standortwahl in der Praxis beeinflussen.
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