Masterarbeit, 2009
93 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Theoretischer Hintergrund – körperlich-sportliche Aktivität und Nutzung elektronischer Medien bei Kindern
1.1 Begriffsbestimmung körperlich-sportlicher Aktivität
1.1.1 Verbreitung körperlich-sportlicher Aktivität bei Kindern in Deutschland und International
1.1.2 Gesundheitliche Relevanz körperlich-sportlicher Aktivität im Kindesalter
1.1.3 Ursachen und Folgen körperlich-sportlicher Inaktivität
1.1.4 Übergewicht und Adipositas bei Kindern
1.1.5 Übergewicht und körperliche Inaktivität aus Public Health-Sicht
1.2 Begriffsbestimmung Nutzung elektronischer Medien
1.2.1 Verbreitung der Mediennutzung im Kindesalter
1.2.2 Folgen von übermäßigem Medienkonsum auf die Kindergesundheit
1.3 Zusammenhang zwischen der Nutzung elektronischer Medien und körperlich-sportlicher Aktivität bei Kindern – Aktuelle Studienlage
1.4 Konsequenzen für Gesundheitsförderung und Prävention
1.5 Ziele der Arbeit
1.6 Aufbau der Arbeit
2 Konzeption und Durchführung der Untersuchung
2.1 Die Intervention „fit für pisa“
2.2 Die Evaluation „fit für pisa“
2.3 Untersuchungsstichprobe
2.4 Studiendesign
2.5 Erhebungsinstrument
2.6 Statistische Methoden und Auswertungsstrategien
3 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
3.1 Zusammenhang zwischen körperlich-sportlicher Aktivität und Mediennutzung (H1)
3.2 Zusammenhang zwischen körperlich-sportlicher Aktivität und Mediennutzung unter Berücksichtigung der Einflussgrößen Geschlecht, Migrationsstatus und Sozialstatus (H2)
3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
4 Diskussion
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen täglichen Schulsports in Grundschulen auf den Medienkonsum von Kindern ein Jahr nach Abschluss der Intervention „fit für pisa“, unter Einbeziehung relevanter Einflussfaktoren wie Sozialstatus, Geschlecht und Migrationshintergrund.
1.1.1 Verbreitung körperlich-sportlicher Aktivität bei Kindern in Deutschland und International
In den Medien aber auch in der Wissenschaft und Politik ist in den letzten Jahren der Eindruck vermittelt wurden, dass sich Kinder und Jugendliche zunehmend weniger bewegen und dadurch enorme gesundheitliche Probleme entstehen. Nach einer Analyse von 1000 Bewegungstagebüchern von Obst und Bös aus dem Jahr 1997 zeigt sich, dass ein Grundschulkind durchschnittlich täglich neun Stunden sitzt, fünf Stunden steht und sich gerade noch eine Stunde körperlich bewegt. Des Weiteren hat die motorische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in den letzten 25 Jahren um mehr als 10 % abgenommen (Sygusch et al., 2006). Auch die WIAD-Studie aus dem Jahr 2003, eine Untersuchung von mehr als 20.000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland, die im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative von AOK, DSB und WIAD „Fit sein macht Schule“ zum Bewegungsstatus von Kindern und Jugendlichen getestet wurden, kommt zu enttäuschenden Ergebnissen. Bei den 10- bis 14-Jährigen ist seit 1995 ein Rückgang der Fitness um mehr als 20 % zu verzeichnen.
Körperlich-sportliche Aktivität in Freizeit und Verein nehmen bei Kindern und Jugendlichen allerdings immer noch einen hohen Stellenwert ein. Laut der Bestandserhebung des Deutschen Sportbundes von 2008 sind im Alter von 7-14 Jahren 82 % der Jungen und 63 % der Mädchen Mitglied in einem Sportverein. Allerdings sind die frühen Vereinsaustritte der Kinder zu berücksichtigen. Die höchste Anzahl an Vereinsmitgliedschaften ist mit zehn Jahren erreicht und ab zwölf Jahren ist die Anzahl der Vereinsmitglieder geringer als im Grundschulalter (Bös, 2008). So sind im Alter von 15-18 Jahren nur noch 67 % der Jungen und 45 % der Mädchen Mitglied in einem Sportverein.
1 Theoretischer Hintergrund – körperlich-sportliche Aktivität und Nutzung elektronischer Medien bei Kindern: Theoretische Herleitung und Definition der Kernkonzepte sowie Diskussion der aktuellen Studienlage und gesundheitlichen Relevanz von Bewegung und Medienkonsum.
2 Konzeption und Durchführung der Untersuchung: Darstellung des Interventionsprojekts „fit für pisa“, des Evaluationsdesigns, der Stichprobenstruktur sowie der angewandten statistischen Erhebungs- und Auswertungsverfahren.
3 Darstellung der Untersuchungsergebnisse: Deskriptive und inferenzstatistische Analyse der erhobenen Daten zum Zusammenhang zwischen Sportaktivität und Medienkonsum sowie der moderierenden Einflüsse von Sozialstatus, Migration und Geschlecht.
4 Diskussion: Methodenkritische Betrachtung der Querschnittserhebung und Interpretation der Ergebnisse im Kontext bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit täglichen Schulsports und Ausblick auf zukünftige Anforderungen an Präventionsmaßnahmen im schulischen Setting.
fit für pisa, körperlich-sportliche Aktivität, Medienkonsum, Kinder, Grundschule, Schulsport, Gesundheitsförderung, Prävention, Sozialstatus, Migrationshintergrund, Adipositas, Übergewicht, Bewegungsmangel, Public Health, KiGGS
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des täglichen Sportunterrichts (Projekt „fit für pisa“) auf das Mediennutzungsverhalten von Grundschulkindern.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Sportwissenschaft, Public Health und Medienpädagogik, um den Einfluss von Interventionen auf den Lebensstil von Kindern zu erforschen.
Das primäre Ziel ist es, nachhaltige Effekte täglichen Schulsports auf den Medienkonsum ein Jahr nach Abschluss der Intervention zu überprüfen.
Es handelt sich um eine Querschnittsstudie, die mittels Fragebögen Daten erhob und diese statistisch mit SPSS unter anderem durch Varianzanalysen auswertete.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung, die Vorstellung des Interventionsprojekts „fit für pisa“ sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren.
Wichtige Begriffe sind unter anderem „fit für pisa“, körperlich-sportliche Aktivität, Medienkonsum, Grundschule, Sozialstatus und Gesundheitsförderung.
Der Sozialstatus erweist sich als eine der wichtigsten Einflussgrößen, wobei signifikante Unterschiede im Fernseh- und Handykonsum zwischen Kindern mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund festgestellt wurden.
Die Studie zeigt, dass auch ein Jahr nach Abschluss der Intervention bei der Interventionsgruppe, insbesondere beim Fernsehkonsum, nachhaltige Effekte nachweisbar sind.
Die Schule wird als ideal angesehen, da sie nahezu alle Kinder einer Altersgruppe erreicht und somit unabhängig von sozialer Herkunft zur Bewegungsförderung beitragen kann.
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