Examensarbeit, 2011
155 Seiten, Note: 2,5
1. Die Evolution des Fahrrads
1.1 Einleitung
1.2 Das Fahrrad und sein eigentlicher Erfinder
1.2.1 Hinweise zur Konzeption
1.3 Die Evolution des Fahrrads I
1.3.1 1649: „Krankenfahrstuhl“, „Triumpf- / Zunftwagen“ (von Hans Hautsch)
1.3.2 1655: „Zunftwagen“ (von Stephan Farfler)
1.3.3 1693: „Merkwürdiger mechanischer Wagen“ (von M. Richard)
1.3.4 1779: „Tandem“ (von Blanchard und Mefurier)
1.3.5 1769: „Reisewagen“ (von John Vevers)
1.3.6 1791: „Célérifère“ (Schnelltragende) (von Graf Mede de Sivrac)
1.4 Exkurs: „Dreiräder“
1.4.1 1819: „Dreirad“
1.4.2 Beginn der 1860er: „Dreirad“ (von Graaf Samuel zu Marnville)
1.4.3 Mitte der 1860er: „Pariser Herrendreirad“
1.4.4 Mitte der 1860er: „Dreirad“ (von Tremper)
1.4.5 Mitte der 1860er: „Pariser Damendreirad“
1.4.6 1869: „Dreirad“ (von Franz Xaver Hannes)
1.5 Die Evolution des Fahrrads II
1.5.1 1816: „Laufmaschine“ (von Baron K. W. L. Fr. von Drais Freiherr von Sauerbronn)
1.5.2 1821: „Zweirad“ (von Lewis / Louis Gompertz)
1.5.3 1839: „Stangenveloziped“ (von Kirkpatrick Macmillan)
1.5.4 1853: „Tretkurbel-Fahrrad“ (von Philipp Moritz Fischer)
1.5.5 1862: „Vélocipède“ / „Michau(x)line“ (von Pierre Michaux)
1.5.6 1863: „Pedalgetriebenes Fahrrad“ (von Pierre Lallement)
1.6 Exkurs: „Merkwürdige Zweiräder“
1.6.1 1860: „Zweirad“ (von Mac Donald)
1.6.2 1869: „Zweirad“ (von John White)
1.7 Die Evolution des Fahrrads III
1.7.1 1869: „Zweirad“ (von Johann Trefz)
1.8 Exkurs: „Einräder“
1.8.1 Die 1860er: Einführung
1.8.2 Die 1860er: „Pedokader“
1.8.3 1870: „Einrad“ (von John Hobby)
1.8.4 1870: „Zentraleinrad“ (von Hemming)
1.9 Die Evolution des Fahrrads IV
1.9.1 Die frühen und späten 1860er Jahre (Weiterer Verlauf)
1.9.2 1869: „Stangenveloziped“ (von Thomas McCall)
1.9.3 1870: „Ariel“ (von James Starley)
1.9.4 1879: „Bicyclette Ordinary“ (von Harry John Lawson)
1.9.5 1884: „Rover Safety Bicycle“ (von John Kemp Starley)
1.9.6 Ab 1900: „Die goldenen Zeiten“
1.9.7 Die frühen 1970er: „BMX-Rad“
1.9.8 Die späten 1970er: „Mountainbike“
1.9.9 Resümee
2. Das Fahrrad als „Custom(izing)“ Artefakt
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Zur Geschichte des Custom(izing)
2.3 Anregungen für das Custom(izing)
2.4 Custom(izing) am Fahrrad heute - ein Musterbeispiel
2.5 Custom-Projekt: Cannondale Gemini FR Siemens Mobile (Team Replica), 2005
2.5.1 Vorgeschichte
2.5.2 Die Modellreihe „Gemini“ von Cannondale
2.5.3 Der Custom-Aufbau: Rahmen
2.5.4 Der Custom-Aufbau: Scheibenbremsen
2.5.5 Der Custom-Aufbau: Feder- / Dämpfungselemente (Federgabel und Dämpfer)
2.5.6 Der Custom-Aufbau: Tuning
2.5.7 Der Custom-Aufbau: Detailreiche Auflistung aller baulichen Veränderungen
2.5.8 Der Custom-Aufbau: Resümee
3. Möglichkeiten der unterrichtlichen Behandlung der Thematik „Fahrrad“ anhand verschiedener Bildungspläne (Auszüge)
3.1 Ansätze für die unterrichtliche Behandlung der Thematik „Fahrrad“ unter Einbezug des Bildungsplans
3.2 Möglichkeiten der unterrichtlichen Behandlung der Thematik „Fahrrad“ in der Grundschule
3.2.1 Bildungsplanauszug: Grundschule (Klasse 2), 2004 Fächerverbund: „Mensch, Natur und Kultur“ („MeNuK“)
3.2.1.1 Schulbuchbeispiel: Radfahrerausbildung (Ausblick in Klasse 4)
3.2.2 Bildungsplanauszug: Grundschule (Klasse 4), 2004 Fächerverbund: „Mensch, Natur und Kultur“ („MeNuK“)
3.2.2.1 Schulbuchbeispiel: Das sichere Fahrrad
3.3 Möglichkeiten der unterrichtlichen Behandlung der Thematik „Fahrrad“ in der Hauptschule
3.3.1 Bildungsplanauszug: Hauptschule (Klasse 6), 2004 Fächerverbund: „Wirtschaft - Arbeit - Gesundheit“ („WAG“)
3.3.2 Bildungsplanauszug: Hauptschule (Klasse 9), 2004 Fächerverbund: „Wirtschaft - Arbeit - Gesundheit“ („WAG“)
3.3.2.1 Schulbuchbeispiel: Kaufentscheidung
3.3.3 Bildungsplanauszug: Hauptschule (Klasse 9), 2004 Fächerverbund: „Wirtschaft - Arbeit - Gesundheit“ („WAG“)
3.4 Möglichkeiten der unterrichtlichen Behandlung der Thematik „Fahrrad“ in der Werkrealschule
3.4.1 Bildungsplanauszug: Werkrealschule (Klasse 8 und 9), 2010 Fächerverbund: „Materie - Natur - Technik“ („MNT“)
3.5 Weitere Möglichkeiten und Ideen der unterrichtlichen Behandlung der Thematik „Fahrrad“
3.5.1 Umsetzungsmöglichkeiten im Fach: Deutsch
3.5.2 Umsetzungsmöglichkeiten im Fach: Geschichte
3.5.3 Umsetzungsmöglichkeiten im Fach: Hauswirtschaft
3.5.4 Umsetzungsmöglichkeiten im Fach: Kunst
3.5.5 Umsetzungsmöglichkeiten im Fach: Musik
3.5.6 Umsetzungsmöglichkeiten im Fach: Sport
3.5.7 Umsetzungsmöglichkeiten im Fach: Technik
3.5.8 Umsetzungsmöglichkeiten im fächerbindenden Unterricht: Mathematik und Technik
3.5.9 Umsetzungsmöglichkeiten im fächerbindenden Unterricht: „Materie - Natur - Technik“ („MNT“)
3.5.10 Umsetzungsmöglichkeiten im fächerbindenden Unterricht: „Wirtschaft - Arbeit - Gesundheit“ („WAG“)
Diese wissenschaftliche Hausarbeit beleuchtet die historische Entwicklung des Fahrrads von den frühen Laufmaschinen bis hin zum modernen, individuell angepassten "Custom(izing)"-Artefakt. Dabei steht nicht nur die technologische Evolution im Fokus, sondern auch die Verknüpfung dieser Entwicklung mit pädagogischen Möglichkeiten, das Thema "Fahrrad" im Unterricht verschiedener Schularten und Bildungspläne integrativ zu behandeln.
1.1 Einleitung
„Das Bestreben des Menschen, Mittel und Wege zu finden, sich schneller und leichter fortzubewegen, als wir dies naturgemäß durch Gang oder Lauf vermögen, ist sicher nicht viel jünger als die Menschheit selbst; denn in seinem Urzustande, wo der Mensch fast so wenig noch wie das Tier sich irgend welche Kräfte der Natur dienstbar gemacht, hatte er alle Ursache, dieses zu beneiden.“ Abgeschaut von den Bewegungen der Tiere, knüpfte der Mensch schon früh an die Idee an, diese Art der Fortbewegung, was die Schnelligkeit, Leichtigkeit und Beweglichkeit anbelangt, mit der sich Tiere fortbewegen, sich selbst zu seinem eigenen Nutzen zu machen. Den Tieren sprach der Mensch schon damals „beneidenswerte Eigenschaften“ zu, die er fortan versuchte, zu Land, Luft und Wasser nachzuahmen.
„So zwang er das Pferd, ihn auf seinem Rücken dahin zu tragen, so durchfurchte er bald auf schwankendem Kahne die Wogen, und daß er auch versuchte, sich durch das Reich der Lüfte zu schwingen, das beweisen uns die Sagen und Märchen [...]. So hat der Mensch seit Jahrtausenden fort und fort gerungen, bis wir endlich in das Zeitalter der Dampfschiffe, der Luftschiffe und der Eisenbahnen angelangt sind, in welchem wir unsere Bestrebungen zu schnellerer Fortbewegung von dem schönsten Erfolge gekrönt sehen.“ Auch wenn dem Menschen die schnellere Fortbewegung bis dahin nur dadurch gelang, indem er sich den Eigenschaften der Tiere sowie deren Kräfte bediente, so war nicht der Mensch selbst derjenige, der für sein Vorankommen verantwortlich war, da er selbst hierzu noch keine eigene Kraft aufbringen musste, da sie von Maschinen oder Natureinwirkungen ihm abgenommen wurde. „Durch eigene Kraft mit Windeseile dahin zu fahren, daß ist uns erst seit der Erfindung und Vervollkommnung des Fahrrades (vélocipède) vergönnt.“
1. Die Evolution des Fahrrads: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten geschichtlichen Überblick über die schubweise Entwicklung des Fahrrads, beginnend bei frühen mechanischen Wagen im 17. Jahrhundert über die Laufmaschine bis hin zu den spezialisierten Einrädern und der Entwicklung des Sicherheitsfahrrads.
2. Das Fahrrad als „Custom(izing)“ Artefakt: Hier wird der Begriff des Customizings theoretisch definiert und in den historischen Kontext der Fahrradentwicklung gesetzt, ergänzt durch ein praktisches Beispiel eines Custom-Aufbaus eines Cannondale Gemini FR.
3. Möglichkeiten der unterrichtlichen Behandlung der Thematik „Fahrrad“ anhand verschiedener Bildungspläne (Auszüge): Dieser Teil verknüpft das Thema Fahrrad mit schulischen Lehrplänen und zeigt vielfältige praktische Ansätze für den Unterricht in Grund-, Haupt- und Werkrealschulen auf.
Fahrrad, Evolution, Laufmaschine, Hochrad, Niederrad, Customizing, Tuning, Cannondale Gemini, Technik, Unterricht, Bildungsplan, Verkehrserziehung, Radfahrerausbildung, Technikgeschichte, Fahrradkonstruktion
Die Arbeit befasst sich mit der technischen und historischen Entwicklung des Fahrrads und untersucht gleichzeitig, wie dieses Thema als lebendiger Lerngegenstand in den schulischen Unterricht integriert werden kann.
Die zentralen Felder sind die historische Chronologie der Fahrraderfindungen, die technische Individualisierung (Customizing) und die pädagogische Umsetzung durch fächerübergreifende Unterrichtsmodelle.
Ziel ist es, die Entwicklungslinien des Fahrrads aufzuzeigen und zu demonstrieren, wie sich das Fahrrad vom reinen Fortbewegungsmittel zum komplexen Sportgerät gewandelt hat, während gleichzeitig Konzepte für eine praxisnahe unterrichtliche Vermittlung erstellt werden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zur Fahrradgeschichte, kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudie (Custom-Aufbau eines Rades) und der Auswertung offizieller Bildungspläne für Schulen in Baden-Württemberg.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Historie der Fahrradtypen, die fundierte Definition des Customizings als kulturelles und technisches Phänomen sowie konkrete Unterrichtsideen für verschiedene Schulstufen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Fahrradentwicklung, Customizing, Technikgeschichte, Verkehrserziehung, Radfahrerausbildung und praxisorientierte Technikvermittlung.
Es dient als praxisnahes Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, dass das Verständnis moderner Fahrradtechnik und deren gezielte Optimierung (Customizing) fundiertes Wissen über Mechanik und Materialien voraussetzt.
Die Arbeit zeigt auf, wie historische Meilensteine als Grundlage für technisches Verständnis im Unterricht dienen können, indem Schüler beispielsweise durch Reparaturarbeiten oder den Vergleich von Rahmengeometrien lernen, die Evolution des Fahrrads nachzuvollziehen.
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