Diplomarbeit, 2003
94 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Die Motivationstheorien
2.1 Einführung in die Motivationstheorien
2.2 Die Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungstheorie von Vroom
2.2.1 Modelldarstellung
2.2.2 Empirische Befunde
2.2.3 Kritik
2.3 Das hybride Erwartungsmodell von Campbell et al.
2.3.1 Modelldarstellung
2.3.2 Empirische Befunde
2.3.3 Kritik
2.4 Die Motivationstheorie von Porter & Lawler
2.4.1 Modelldarstellung
2.4.2 Empirische Befunde
2.4.3 Kritik
2.5 Das Risikowahlmodell von Atkinson
2.5.1 Modelldarstellung
2.5.2 Empirische Befunde
2.5.3 Kritik
2.6 Der Weg-Ziel-Ansatz nach Neuberger
2.6.1 Modelldarstellung
2.6.2 Empirische Befunde
2.6.3 Kritik
2.7 Allgemeine Schlussbemerkung zu den Motivationstheorien
3 Das Bernoulli-Prinzip
3.1 Begriff und Inhalt
3.2 Messverfahren zur Bestimmung der Nutzenfunktion
3.3 Die Rationalität des Bernoulli-Prinzips
3.4 Empirische Befunde
3.5 Kritik
4 Ähnlichkeiten und Äquivalenzen: Ein Vergleich der Motivationstheorien mit dem Bernoulli-Prinzip
4.1 Grundlegende Gemeinsamkeiten
4.1.1 Eine einheitliche Grundstruktur
4.1.2 Die Annahme der Rationalität
4.2 Vergleich der einzelnen Komponenten der Ansätze
4.2.1 Die Wertkomponente
4.2.1.1 Begriffliche und inhaltliche Unterschiede
4.2.1.2 Unterschiede in der Bestimmung der Wertkomponente
4.2.2 Die Erwartungskomponente
4.2.2.1 Begriffliche und inhaltliche Unterschiede
4.2.2.2 Determinanten der Erwartungskomponente
4.2.3 Die Erwartungs-Wert-Komponente
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Implikationen für die Gestaltung betrieblicher Anreizsysteme
5.1 Implikationen für das Führungsverhalten von Managern
5.1.1 Beeinflussung der subjektiven Erfolgswahrscheinlichkeit
5.1.2 Beeinflussung der Valenzen
5.1.3 Beeinflussung der Instrumentalitäten
5.2 Implikationen für Maßnahmen der organisatorischen Gestaltung
5.2.1 Beeinflussung der subjektiven Erfolgswahrscheinlichkeit
5.2.2 Beeinflussung der Valenzen
5.2.3 Beeinflussung der Instrumentalitäten
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Motivationstheorien sowie deren Vergleich mit dem Bernoulli-Prinzip aus der normativen Entscheidungstheorie, um daraus konkrete Implikationen für die Gestaltung betrieblicher Anreizsysteme abzuleiten.
Die Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungstheorie von Vroom
Der Ansatz von Vroom (1964) gilt als Basismodell aller neueren Erwartungstheorien. Als theoretischen Hintergrund gibt Vroom die Arbeiten von Lewin, Rotter, Peak, Atkinson und Tolman sowie die entscheidungstheoretische Arbeit von Davidson, Suppes und Siegel an. Die Theorie wurde speziell für die Erklärung von Arbeitsverhalten von Mitarbeitern im Hinblick auf Entscheidungsprozesse und Arbeitsleistung formuliert. Sie findet bis heute vor allem Anwendung in der Arbeits- und Organisationspsychologie.
Das Kernstück der VIE-Theorie bilden die drei Modellvariablen Valenz (= V), Instrumentalität (= I) und Erwartung (= E).
Den Ausgangspunkt stellt ein Individuum, welches vor der Wahl verschiedener Handlungsalternativen steht. Nach Vrooms Theorie entscheidet sich ein Individuum für eine Handlungsalternative, wenn:
1. es die Erwartung besitzt, dass seine Arbeitsanstrengung wirklich zu einer hohen Arbeitsleistung (Handlungsergebnis) führen wird (Erwartung),
2. es glaubt, dass einer hohen Arbeitsleistung ein positiver Anreiz, wie Beförderung oder Lohnerhöhung (Handlungsergebnisfolge), folgt (Instrumentalität),
3. und dieser Anreiz einen positiven Wert für das Individuum besitzt (Valenz).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Mitarbeitermotivation ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie die Relevanz motivierender Anreizsysteme in modernen Organisationen.
2 Die Motivationstheorien: Hier werden zentrale Erwartungstheorien (Vroom, Campbell et al., Porter & Lawler, Atkinson, Neuberger) detailliert dargestellt, kritisch diskutiert und bewertet.
3 Das Bernoulli-Prinzip: In diesem Kapitel wird das normative Entscheidungsmodell vorgestellt, seine theoretische Fundierung durch Axiome beleuchtet und eine kritische Auseinandersetzung mit seiner empirischen Anwendbarkeit vorgenommen.
4 Ähnlichkeiten und Äquivalenzen: Ein Vergleich der Motivationstheorien mit dem Bernoulli-Prinzip: Das Kapitel vergleicht die Ansätze anhand der Kriterien Erwartung, Wert und Erwartungs-Wert-Komponente, um Gemeinsamkeiten in der Struktur und Rationalitätsannahme aufzuzeigen.
5 Implikationen für die Gestaltung betrieblicher Anreizsysteme: Hier werden aus den theoretischen Erkenntnissen konkrete Maßnahmen für das Führungsverhalten und die organisatorische Gestaltung zur Steigerung der Motivation abgeleitet.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und hebt die Bedeutung der Modelle als Hilfestellung für das Management hervor.
Motivation, Erwartungstheorien, Bernoulli-Prinzip, Anreizsysteme, Valenz, Instrumentalität, Entscheidungstheorie, Arbeitsleistung, Führungsverhalten, Organisationsgestaltung, Nutzenfunktion, Rationalität, Motiv, Bedürfnisstruktur, Bedürfnisbefriedigung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Motivationstheorien und dem ökonomischen Bernoulli-Prinzip, um zu verstehen, wie Motivation entsteht und wie diese Erkenntnisse praktisch für Unternehmen nutzbar gemacht werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Motivationsforschung (Erwartungstheorien), der normativen Entscheidungstheorie (Bernoulli-Prinzip) und deren Anwendung in der Gestaltung betrieblicher Anreizsysteme.
Das Ziel ist es, Motivationstheorien mit dem Bernoulli-Prinzip zu vergleichen, Ähnlichkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und daraus praxisnahe Empfehlungen für Führungskräfte und Organisationen abzuleiten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die einen Literaturvergleich durchführt, verschiedene mathematische Modelle (wie die VIE-Theorie oder Nutzenmaximierungsformeln) gegenüberstellt und diese auf ihre Praxistauglichkeit prüft.
Der Hauptteil analysiert verschiedene Motivationstheorien (z. B. von Vroom, Atkinson, Porter & Lawler) sowie das Bernoulli-Prinzip, vergleicht deren Komponenten und leitet daraus Gestaltungsimplikationen ab.
Die zentralen Begriffe umfassen Motivation, Erwartungstheorien, Bernoulli-Prinzip, Anreizsysteme, Valenz, Instrumentalität, Entscheidungstheorie sowie Führungsverhalten.
Das Bernoulli-Prinzip dient als normatives Entscheidungsmodell, das zeigt, dass rationale Individuen Handlungen mit dem höchsten erwarteten Nutzen wählen; dies bietet eine Parallele zu motivationstheoretischen Modellen, die ebenfalls auf Erwartungs-Wert-Verknüpfungen basieren.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie aufzeigt, dass Mitarbeiter durch unterschiedliche Faktoren motiviert werden – manche durch externe Belohnungen (Geld), andere primär durch den Arbeitsinhalt selbst, was für die individuelle Anpassung von Anreizsystemen essenziell ist.
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