Bachelorarbeit, 2012
83 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Übergänge
2.1 Bedeutung und Bewältigung von Übergängen
2.2 Besonderheiten des Übergangs Schule-Beruf
2.3 Aufgabenschwerpunkte der Jugendberufshilfe beim Übergang Schule-Beruf
2.4 Anforderungen an die Jugendberufshilfe bei der Übergangsbewältigung
2.5 Umsetzung von Übergangshilfen am Standort Berufsschule
3. Jugendliche und Berufstätigkeit
3.1 Begriffsklärung Berufsbild
3.2 Erwartungen/Anforderungen an die „heutige“ Jugend
3.3 Auseinandersetzung der Jugend mit Berufstätigkeit
3.4 Gestaltung der beruflichen Wege in der Schülerschaft
4. Schülerbefragung zu Berufsbildern
4.1 Das Gruppeninterview als Erhebungsverfahren
4.2 Entwicklung eines Leitfadens
4.3 Beschreibung der Stichprobe
4.4 Auswertung und Reflexion
5. Resümee
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche in der Übergangsphase von der Schule in den Beruf ihre Berufsbilder entwickeln und mit der Herausforderung dieser Lebensphase umgehen, um der Sozialen Arbeit eine lebensweltorientierte Unterstützung zu ermöglichen.
2.1 Bedeutung und Bewältigung von Übergängen
Jeder von uns hat es schon erlebt. Den Weg ins neue, oftmals auch Ungewisse – fast nie freiwillig, sondern durch Etappen im Leben vorherbestimmt. Für einige ist es vielleicht nur ein kleiner Spaziergang, für andere hingegen ein weiter und vor allem strapazenreicher Weg, der mit Sicherheit bei den Beteiligten Spuren hinterlässt.
Übergänge sind als latent ereignisreich zu betrachten und sie sind aus biographischer und gesellschaftlicher Sicht zudem von großer Relevanz, da junge Erwachsene in Übergangszeiten Lebensentwürfe entwickeln und soziale Beziehungen gestalten.
Wenn es nur so einfach wäre, wie es sich anhört. Man geht über. Allerdings lässt man etwa hinter sich, was bestimmt lange Gewohnheit und auch strukturgebend für das Leben eines jeden Einzelnen war.
1. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen von Übergängen im Leben und definiert den Forschungszweck zur Untersuchung der Berufsbilder von Jugendlichen.
2. Übergänge: Analysiert die Bedeutung von Lebensübergängen und detailliert die Aufgaben sowie die Umsetzung der Jugendberufshilfe im Übergang von der Schule in den Beruf.
3. Jugendliche und Berufstätigkeit: Beleuchtet das Verständnis von Berufsbildern und die spezifischen Anforderungen und Erwartungen an Jugendliche in der heutigen Arbeitswelt.
4. Schülerbefragung zu Berufsbildern: Dokumentiert das methodische Vorgehen bei der empirischen Untersuchung und präsentiert die Ergebnisse der Befragung von Jugendlichen aus einer Jugendwerkstatt.
5. Resümee: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer lebensweltorientierten Unterstützung durch die Soziale Arbeit.
Übergangsmanagement, Jugendberufshilfe, Übergang Schule-Beruf, Berufsbild, Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Berufsorientierung, Gruppeninterview, Jugendsozialarbeit, Ausbildung, Qualifizierung, Kompetenzentwicklung, Ausbildungsreife, Berufsfindung, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Situation von Jugendlichen, die den Übergang von der Schule in das Berufsleben bewältigen müssen, und untersucht dabei insbesondere deren Berufsbilder und Orientierungsprozesse.
Die zentralen Themen umfassen die strukturellen Herausforderungen des Übergangssystems, die unterstützende Rolle der Jugendberufshilfe sowie die subjektive Sicht und die beruflichen Vorstellungen der Jugendlichen selbst.
Ziel ist es, die aktuellen Berufsbilder von Schülern zu erforschen und zu verorten, damit Soziale Arbeit lebensweltorientierte Angebote gestalten kann, die benachteiligte Jugendliche effektiv unterstützen.
Zur Datengewinnung wurden qualitative Gruppeninterviews mit Schülern einer Jugendwerkstatt durchgeführt, deren Ergebnisse anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Übergangsproblematik, eine Analyse der Anforderungen der Arbeitswelt an Jugendliche und eine empirische Studie zu den Berufsbildern der befragten Schüler.
Die wichtigsten Begriffe sind Übergangsmanagement, Jugendberufshilfe, Berufsbild, Lebensweltorientierung und Ausbildungsreife.
Sie fungiert als Bindeglied zwischen Schule und Arbeitsmarkt und bietet individuelle Unterstützung für Jugendliche, die aufgrund sozialer Benachteiligungen oder fehlender Ausbildungsreife sonst Gefahr laufen, im Übergangssystem zu scheitern.
Die Interviews deuteten darauf hin, dass die Familie bei den befragten Jugendlichen eine eher untergeordnete Rolle bei der konkreten Berufswahlentscheidung spielt, da andere Faktoren wie Geld oder Autonomie wichtiger erscheinen.
Die Befragten zeigten unterschiedliche Einstellungen; während einige Mobilität (z. B. durch einen Führerschein) als Chance für den Berufseinstieg begreifen, ist die Bereitschaft, das heimische Umfeld für eine Ausbildung zu verlassen, individuell stark unterschiedlich ausgeprägt.
Das „Doppelte Mandat“ beschreibt den Konflikt zwischen dem Hilfeauftrag für den Einzelnen und der Kontrollfunktion, die oft mit der Vermittlung in den Arbeitsmarkt einhergeht.
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