Bachelorarbeit, 2012
65 Seiten
1. Einleitung und Zielsetzung
2. Der Keynesianismus
2.1 Wesentliche Merkmale und historischer Hintergrund
2.2 Hypothesen und Annahmen
2.2.1 Konsumnachfrage
2.2.2 Investitionsnachfrage
2.2.3 Liquiditätspräferenztheorie
2.2.4 Unfreiwillige Arbeitslosigkeit
2.3 Diskretionäre Stabilitätspolitik
2.3.1 Mechanismus und Multiplikatorwirkung
2.3.2 Situationsabhängige Verdrängungseffekte
2.3.3 Finanzierungsformen der Maßnahmen
2.3.4 Zielkonflikt zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit
2.4 Scheitern der praktischen Umsetzung
3. Der Monetarismus
3.1 Wesentliche Merkmale und historischer Hintergrund
3.2 Kritik an diskretionärer Stabilitätspolitik und Gegenhypothesen
3.2.1 Wirkungsverzögerungen
3.2.2 Die „Lucas-Kritik“ – Theorie der rationalen Erwartungen
3.2.3 Die langfristige Instabilität der modifizierten Phillips-Kurve
3.2.4 Das Postulat der „natürlichen“ Arbeitslosigkeit
3.2.5 Die ricardianische Äquivalenz
3.2.6 Die Theorie der Zeitinkonsistenz
3.3 Regelgebundene Stabilitätspolitik
3.4 Die monetaristische Theorie in der geldpolitischen Praxis
3.4.1 Die „Gegenrevolution“
3.4.2 Die praktische Umsetzung bis 1998
4. Die moderne Wirtschaftspolitik
4.1 Die geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank
4.2 Gefahren der europäischen Währungsunion
4.3 Lösungsansätze zur Krisenbekämpfung aus wirtschaftstheoretischer Sicht
5. Fazit und Bedeutung für die neuere Wirtschaftstheorie
Diese Bachelor-Thesis analysiert die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Anwendung von keynesianischen und monetaristischen Instrumenten im Kontext der Stabilitätspolitik, um deren Kosten und Nutzen kritisch gegenüberzustellen und die wirtschaftspolitischen Auswirkungen zu bewerten.
2.2.1 Konsumnachfrage
In sämtlichen Analysen des privaten Konsumverhaltens fungiert das verfügbare Einkommen als eine essentielle Variable. Es ist davon auszugehen, dass dies für Konsum- und Sparzwecke verwendet wird. Aufgrund dessen existieren verschiedene Theorien, die das Verwendungsverhalten der Wirtschaftsteilnehmer in Abhängigkeit der Höhe des Einkommens zu erklären versuchen.
Auch der Keynesianismus stellt mit der „absoluten Einkommenshypothese“ eine entscheidende Verbindung dessen zur konsumtiven Nachfrage her. Demnach geht mit steigendem Einkommen ein ebenfalls steigender Konsum einher. Jedoch geht Keynes von einer marginalen, fallenden Konsumquote aus. Als maßgeblichen Grund nennt er das „fundamentalpsychologische Gesetz“. Demzufolge nimmt mit steigendem Einkommen auch der Konsum zu, jedoch nicht in gleicher Höhe. Die abnehmende Grenzneigung des Konsums, die hier unterstellt wird, lässt bei einer Betrachtung des gesamtwirtschaftlichen Einkommens bereits hier die Entstehung einer Nachfragelücke erkennen. Legt man eine solche Konsumverhaltenshypothese zugrunde, kommt es zwangsläufig ab einem gewissen Punkt zur Stagnation, wenn die private Nachfragelücke nicht geschlossen wird.
Die Abbildung verdeutlicht einerseits die abnehmende Konsumquote, andererseits die zunehmende Sparquote bei wachsendem Einkommen. Beide addieren sich zur Summe Eins, da sich die Einkommensverwendung auf Konsum und Sparen verteilt. Strategien zur Schließung der in der keynesianischen Konsumfunktion entstehenden Nachfragelücke sind Bestandteile keynesianischer Stabilitätspolitik und sollen im Verlauf dieser Arbeit genauer betrachtet werden. Eine weitere wesentliche Determinante der aggregierten Nachfrage stellen die Investitionen dar.
1. Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die wirtschaftshistorische Debatte zwischen Keynesianismus und Monetarismus sowie Definition der Forschungsfrage.
2. Der Keynesianismus: Detaillierte Darstellung der keynesianischen Lehre, ihrer Verhaltenshypothesen und der Wirksamkeit diskretionärer staatlicher Eingriffe.
3. Der Monetarismus: Analyse der monetaristischen Gegenposition, die den Fokus auf Geldmengenstabilität legt und die Grenzen staatlicher Konjunktursteuerung aufzeigt.
4. Die moderne Wirtschaftspolitik: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf aktuelle Strategien der EZB und die Herausforderungen der Europäischen Währungsunion.
5. Fazit und Bedeutung für die neuere Wirtschaftstheorie: Synthese der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung beider Denkschulen für die heutige wirtschaftspolitische Praxis.
Keynesianismus, Monetarismus, Stabilitätspolitik, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Inflation, Arbeitslosigkeit, Nachfragelücke, Liquiditätsfalle, Erwartungsbildung, Phillips-Kurve, Konjunktursteuerung, Währungsunion, Wirtschaftstheorie, Staatsverschuldung
Die Arbeit vergleicht kritisch die beiden ökonomischen Denkschulen des Keynesianismus und Monetarismus hinsichtlich ihrer Ansätze zur Beeinflussung der wirtschaftlichen Stabilität.
Die Arbeit behandelt die Wirksamkeit von Fiskal- und Geldpolitik, die Rolle von Erwartungen der Akteure sowie die Herausforderungen einer einheitlichen Geldpolitik in einer Währungsunion.
Das Ziel ist es, die Kosten und den Nutzen beider Politikansätze historisch und theoretisch zu bewerten und die Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Theorie und praktischer Umsetzung aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung makroökonomischer Datenreihen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der keynesianischen Nachfragetheorie, die monetaristische Kritik daran sowie die Anwendung dieser Konzepte auf die Praxis der Bundesbank und der EZB.
Die wichtigsten Begriffe sind Stabilitätspolitik, Nachfragelücke, monetaristische Gegenrevolution, Lucas-Kritik und die Stabilitätsorientierung der EZB.
Der Autor führt dies auf die zunehmende Ineffektivität der Konjunkturprogramme bei gleichzeitig steigender Inflation und Arbeitslosigkeit zurück, was den Paradigmenwechsel hin zum Monetarismus einleitete.
Institutionelle Rahmenbedingungen sind laut Monetarismus entscheidend, da sie durch feste Regeln (z. B. Geldmengensteuerung) das Vertrauen stärken und politische Willkür bei der Entscheidungsfindung begrenzen.
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