Diplomarbeit, 2007
112 Seiten, Note: 1
1. Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Begriffserklärungen und Definitionen
1.2.1 Technische Begriffe
1.2.2 Historische Begriffe
2. Heron von Alexandria
2.1 Vorstellung des „mechanikos“
2.1.1 Sein Lebensumfeld
2.1.2 Seine Lebensdaten und die „Heronische Frage“
2.1.3 Geschichte, Herrschaftsverhältnisse und Religion
2.2 Vorstellung einiger Erfindungen
2.2.1 Mathematische Schriften
2.2.2 Mechanische Schriften
2.2.3 Pneumatische Schrift: Pneumatica (Druckwerke)
3. Das Automatentheater
3.1 Vorstellung, Aufbau und Bestandteile des Automatentheaters
3.1.1 Vorstellung
3.1.2 Aufbau
3.1.3 Bestandteile
3.2 Beschreibung des Theaterstücks „Nauplios“
3.3 Technischer Hintergrund anhand der Szenendarstellung
3.3.1 Die Programmierung
3.3.2 Szene 1
3.3.3 Szene 2
3.3.4 Szene 3
3.3.5 Szene 4
3.3.6 Szene 5
4. Das Bacchus-Tempelchen
4.1 Vorstellung, Aufbau und Bestandteile des Bacchus-Tempelchens
4.1.1 Vorstellung
4.1.2 Aufbau
4.1.3 Bestandteile
4.2 Beschreibung des gezeigten Stücks
4.3 Technischer Hintergrund
4.3.1 Die Vorwärtsfahrt und die Bühnenvorgänge des Automatons
4.3.2 Anzünden des Feuers auf dem Altar
4.3.3 Spenden von Milch und Wein
4.3.4 Gleichzeitiges Drehen von Bacchus und Nike
4.3.5 Zimbelnschall und Trommelklang
4.3.6 Herablassen der Girlande
4.3.7 Tanz der Bacchantinnen
4.3.8 Weiteres Vorgehen
4.3.9 Rückfahrt des Automatons
5. Einfache programmgesteuerte Automaten späterer Zeiten
5.1 Die Entwicklung der Automaten
5.2 Die Entwicklung der Rechnertechnik
6. Fazit
7. Ausblick
Diese Arbeit widmet sich der Analyse der Funktionsweise antiker, programmierbarer Automaten von Heron von Alexandria. Das primäre Ziel ist es, die mechanische Komplexität und die technologische Innovationskraft dieser frühen, mittels Seilmechanik gesteuerten Apparaturen zu verdeutlichen sowie deren historische Bedeutung für die Entwicklung der modernen Rechnertechnik aufzuzeigen.
3.2 Beschreibung des Theaterstücks „Nauplios“
Das von Heron gezeigte Theaterstück handelt über die Sage „Abfahrt von Troja - Ajax des Lokrers Tod“: Nach dem Sieg über Troja wurden die Schiffe der Griechen seetüchtig gemacht und verließen die Küste. Der Seher Kalchas schloss sich den Danaern jedoch nicht an, sondern ermahnte sie, die Fahrt noch nicht zu beginnen, da er ein großes Unglück vorausahnte. Aber niemand hörte auf ihn. Die Danaer segelten bis zum äußersten Vorsprung des Vorgebirges Lekton und hätten auch die Küste Griechenlands erreicht, wenn nicht Athene über die Untat des Ajax wütend gewesen wäre. Sie hatte Zeus erzählt, dass Ajax sich nach Trojas Fall in ihrem Parthenon-Tempel an Kassandra, ihrer Priesterin, verging. Als die Danaer an die stürmische Küste von Euböa angelangt waren, wollte die Göttin Rache nehmen. Zeus gab ihr Donnerkeile und erlaubte ihr, den Griechen einen verderblichen Sturm zu bereiten. Athene bewaffnete sich und ließ den Olymp von Donnerschlägen erbeben, dunkle Wolken durchzogen die Berge; Meer und Land wurden in Finsternis gehüllt. Sie schickte ihre Botin Iris zu Aiolos hinab, dort, wo sich die Höhle der Winde befand. Iris traf ihn zu Hause an. Er vernahm den Befehl und gehorchte auf der Stelle. Er stieß seinen Dreizack in den Berg, wo die tosenden Winde zu Hause waren und riss den Hügel mit Gewalt auf. Die Stürme stürzten hervor; er aber befahl ihnen, sich sofort zu einem Orkan zu vereinen und zu den kapharischen Felsen zu fliegen. Die Winde machten sich auf den Weg, die Flut toste; wie Berge wälzten sich die Wogen einher. Die Argiver waren entmutigt, als sie die Wogen turmhoch gegen sich anrücken sahen. Bald waren die Segel zerrissen, und den letzten Steuermann hat die Kraft verlassen. Finstere Nacht brach herein, und jede Hoffnung der Rettung verschwand.
1. Einführung: Das Kapitel erläutert die Funktionsweise antiker, programmierbarer Automatentheater und stellt den Ingenieur Heron von Alexandria sowie die grundlegenden technischen und historischen Begrifflichkeiten vor.
2. Heron von Alexandria: Hier werden Herons Biografie, sein wissenschaftliches Umfeld in Alexandria sowie sein umfangreiches schriftliches Werk in den Bereichen Mathematik, Mechanik und Pneumatik vorgestellt.
3. Das Automatentheater: Dieses Kapitel beschreibt detailliert Aufbau, Bestandteile und das Theaterstück „Nauplios“ sowie die technische Realisierung der Szenen durch mechanische Programmierung.
4. Das Bacchus-Tempelchen: Der Fokus liegt auf der Vorstellung und technischen Funktionsweise des Bacchus-Automaten, insbesondere der Programmsteuerung von Bewegungen, der Altarfeuer-Inszenierung sowie der Flüssigkeitsausgabe.
5. Einfache programmgesteuerte Automaten späterer Zeiten: Ein historischer Überblick zeichnet die Entwicklung von Automaten und mechanischen Rechenmaschinen von der Antike über das Mittelalter bis hin zum digitalen Zeitalter nach.
6. Fazit: Das Fazit würdigt Herons Automaten als mechanische Meisterwerke und sieht in der frei programmierbaren Walze einen direkten Vorläufer moderner Speichertechnologien.
7. Ausblick: Der Ausblick spekuliert über zukünftige technologische Entwicklungen, von fliegenden Automobilen bis hin zu DNS-basierten Computern.
Heron von Alexandria, Automatentheater, Bacchus-Tempelchen, Mechanik, Programmierung, Seilmechanik, antike Ingenieurskunst, Rechentechnik, Automatisierung, Aelopile, Robotertechnik, Nauplios-Sage, Steuerungsmechanismus, Technikgeschichte, Informatik.
Die Arbeit untersucht die antiken, programmgesteuerten Automaten des Heron von Alexandria und deren mechanische Funktionsweise sowie ihren Platz in der Technikgeschichte.
Zentrale Themen sind die antike Mechanik, die Entwicklung von Robotern und Automaten, die Anfänge der Rechnertechnik sowie die historischen Lebensumstände von Heron.
Ziel ist es, die wissenschaftliche und technische Raffinesse antiker Programmierung durch eine detaillierte Analyse der Funktionsweise von zwei spezifischen Automaten zu belegen.
Die Arbeit nutzt eine beschreibende und analysierende Methode, gestützt auf historische Fachliteratur, Quellen und technische Rekonstruktionen.
Der Hauptteil analysiert ausführlich das stehende Automatentheater und das Bacchus-Tempelchen sowie die darin verborgenen Mechanismen zur Programmsteuerung.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Heron von Alexandria, Automatentheater, Programmierung, Mechanik, Technikgeschichte und die Vorläufer heutiger Rechnersysteme.
Es gilt als das erste Fahrzeug, das dank einer auf einer Walze eingespeicherten Programmierung autonom fahren und komplexe Abläufe vollziehen konnte.
Die von Heron genutzten, frei programmierbaren Walzen zur Steuerung mechanischer Abläufe werden von Computerexperten als frühe Vorläufer des Trommelspeichers betrachtet.
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