Diplomarbeit, 2001
146 Seiten, Note: Sehr gut (1)
Vorwort
Einleitung
1. Lehrplanbezug
1. 1. Grobziele
1. 2. Didaktische Grundsätze
2. Musik
2. 1. Definition
2. 2. Überblick über die Rolle der Musik in unserem Alltag
2. 3. Das Geräusch – die Musik
2. 4. Hirnforschung
2. 5. Die Musik und ihre allgemeinen psychologischen Wirkungen
2. 6. Wirkungen der Klänge
2. 7. Das Anhören von Musik
2. 8. Die Beziehung zwischen Musik und Körper
2. 8. Auswirkungen der Musik auf unsere Emotionen und unser Denken
2. 9. Welche Ansatzpunkte für heilsame psychische und vegetative Wirkungen birgt die Musik?
2. 10. Auf welche Art und Weise können wir mit der Musik unsere Gesundheit steigern?
3. Die Musiktherapie
3. 1. Definition
3. 1. 1. Erläuterungen zur Definition
3. 2. Die historische Entwicklung der Musiktherapie
3. 2. 1. Urzeit – Urmusik
3. 2. 2. Antike
3. 2. 3. Mittelalter
3. 2. 4. Neuzeit
3. 3. Formen der Musiktherapie
3. 3. 1. Rezeptive Musiktherapie
3. 3. 2. Produktive Musiktherapie
3. 4. Zielsetzung der musiktherapeutischen Behandlung
3. 5. Eigenschaften der Musiktherapie
3. 6. Der falsche Gebrauch der Musik und der Musiktherapie
3. 7. Die Orff-Musiktherapie
4. Verhaltensauffälligkeiten
4. 1. Definition
4. 1. 1. Begriffliche Unterschiede
4. 2. Zur Ursachenfrage
4. 2. 1. Der Komplex endogener Ursachen
4. 2. 2. Der Komplex exogener Ursachen
4. 2. 2. 1. Die Familie
4. 2. 2. 2. Der Erziehungsstil
4. 2. 2. 3. Ungünstige sozioökonomische Verhältnisse
4. 2. 2. 4. Die Schulsituation
4. 2. 2. 5. Zeitgeist und Gesellschaftsstruktur
4. 2. 3. Theoretische Erklärungsmodelle zur Ursachenfrage
4. 2. 3. 1. Tiefenpsychologische Erklärungsversuche
4. 2. 3. 1. 1. Die psychoanalytische Erklärung (nach Freud)
4. 2. 3. 1. 2. Die individualpsychologische Erklärung (nach Adler)
4. 2. 3. 1. 3. Lerntheoretische Erklärungsmodelle
4. 3. Arten der Verhaltensstörungen
4. 4. Zentrale und häufige Verhaltensstörungen
4. 4. 1. Konzentrationsschwierigkeiten
4. 5. Konzentrationsschwäche (allgemein)
4. 5. 1. Definition
4. 5. 2. Beschreibung und Symptomatik
4. 5. 3. Ursachen und Hintergründe
4. 5. 3. 1. Somatische Ursachen
4. 5. 3. 2. Erziehungsbedingungen
4. 5. 3. 3. Umweltbedingte Schädigungen
4. 5. 4. Diagnosestellung und Untersuchungsverfahren
4. 5. 5. Pädagogische Hilfen und Hinweise für den Lehrer
4. 5. 5. 1. Allgemein pädagogische Ansätze
4. 5. 5. 2. Unterrichtshygienische Maßnahmen
4. 5. 5. 3. Übungen und Spiele zum Konzentrationstraining
4. 5. 5. 4. Ärztliche und psychologische Therapie
4. 6. Das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom
4. 6. 1. Definition
4. 6. 2. Beschreibung und Symptomatik
4. 6. 3. Ursachen und Hintergründe:
4. 6. 4. Die Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms
4. 6. 4. 1. Die Behandlung des ADS mit Stimulantien und anderen Medikamenten
4. 6. 4. 2. Die Häufigkeit der medikamentösen Behandlung
4. 6. 4. 3. Die Wirkung der Stimulantien
4. 6. 4. 4. Die Dauer der Behandlung
4. 6. 5. Pädagogische Hinweise und Hilfen für den Lehrer
4. 6. 5. 1. Weitere pädagogische Hilfen
4. 6. 6. Die Bedeutung der Musik für das hyperaktive Kind
4. 7. Aggression
4. 7. 1. Definition
4. 7. 2. Beschreibung und Symptomatik
4. 7. 2. 1. Formen der Aggression
4. 7. 2. 2. Aggressionen im schulischen und außerschulischen Bereich
4. 7. 3. Ursachenmodelle von aggressiven Verhaltensweisen
4. 7. 3. 1. Aggression als angeborener Trieb (Freud, Lorenz)
4. 7. 3. 2. Aggression als Reaktion auf Frustration (Freud, Dollard)
4. 7. 3. 3. Aggression als erlerntes Verhalten (Bandura, Selg)
4. 7. 4. Schulische und außerschulische Ursachen
4. 7. 4. 1. Außerschulische Ursachen
4. 7. 4. 2. Schulische Ursachen
4. 7. 5. Untersuchungsverfahren und Diagnose
4. 7. 6. Pädagogische Hilfen und Hinweise für den Lehrer
4. 7. 6. 1. Pädagogische Konsequenzen aus den Theoriemodellen der Aggression
4. 7. 6. 2. Konkrete Hilfen zur Aggressionsbewältigung
4. 7. 6. 3. Weitere pädagogische Hilfen
4. 7. 7. Wirkung und Verwendung der Musik im Unterricht bei aggressiven Kindern
4. 7. 7. 1. Inhaltliche Schwerpunkte der Stunden
4. 7. 7. 2. Zusammenfassung
5. Die Umsetzung im Unterricht
5. 1. Die musikalische Sensibilität von Kindern
5. 2. Wie verhaltensauffällige Kinder von Musik profitieren können
5. 3. Möglichkeiten des Mittels Musik
5. 4. Methodische Hinweise
5. 5. Musik machen – Musizieren
5. 6. Die Stimme des Lehrers und sein musikalisches Können
5. 7. Die Musiziergruppe
5. 8. Material für Gruppenarbeit
5. 9. Zusammenfassung der Fragebögen
5. 9. 1. Fragebogen
5. 9. 2. Zusammenfassung der Antworten auf den Fragebogen
5. 10. Musikalische Spiele aus der produktiven Musiktherapie
5. 10. 1. Imitation
5. 10. 2. Nachahmung von vorgegebenen musikalischen Strukturen
5. 10. 3. Illustration
5. 10. 3. 1. Musikalische Nach- und Mitvollzug im melodisch oder rhythmisch vorgegebenen Rahmen
5. 10. 3. 2. Wechsel-, Kontrast- und Interaktionsspiele
5. 11. Umsetzung der Improvisation im Musikunterricht
5. 11. 1. Instrumente die für die Improvisation geeignet sind
5. 11. 2. Improvisierende Spiele
5. 11. 2. 1. DUO in der Gruppe
5. 11. 2. 2. Suchspiel „Laut-leise“
5. 11. 2. 3. Selbst erfundene Geschichten werden instrumental und vokal inszeniert
5. 11. 2. 4. Ich gehe durch eine fremde Stadt
5. 11. 2. 5. Musikalisches Selbstportrait
5. 11. 2. 6. Partei ergreifen
5. 11. 2. 7. Kontakte und Reaktionen
5. 11. 2. 8. Allgemeine Hinweise
5. 11. 3. Die besondere Wirkung der Trommel
5. 11. 3. 1. Die Wirkung der Trommel
5. 11. 3. 1. 1. Die Trommelbühne
5. 11. 3. 1. 2. Stopptrommeln
5. 11. 3. 1. 3. Imitationsstrommeln
5. 12. Der Wunsch nach Entspannung
5. 12. 1. Entspannung, Tiefenentspannung, Beruhigung
5. 12. 1. 1. Entspannung
5. 12. 1. 2. Tiefenentspannung
5. 12. 1. 3. Beruhigung und Glättung
5. 12. 2. Musikalische Traumreisen - Eine spezielle Form der Entspannung im Unterricht bei Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten
5. 12. 2. 1. Allgemeines zu den Musikalischen Traumreisen
5. 12. 2. 2. Klassische Entspannungsverfahren im Überblick
5. 12. 2. 3. Methodische Umsetzungsmöglichkeiten
Schlusswort
Die Diplomarbeit untersucht das Potenzial musikpädagogischer und musiktherapeutischer Maßnahmen zur Förderung verhaltensauffälliger Kinder im Volksschulbereich. Im Fokus steht die Forschungsfrage, wie Lehrer ohne therapeutische Ausbildung Musik im Unterricht einsetzen können, um die Persönlichkeitsentwicklung, Konzentrationsfähigkeit und den sozialen Umgang dieser Kinder positiv zu beeinflussen.
Die Beziehung zwischen Musik und Körper
Die Musik ist keine Erscheinung oder Funktion, die man isoliert von ihrem Ursprung oder von ihren verschiedenen Einflüssen auf den menschlichen Körper betrachten kann.
Es ist eine allgemeine Erfahrung, dass das Anhören von Musik Empfindungen, physiologische Reaktionen, Bilder und Vorstellungen auslöst. Gleichzeitig betroffen werden:
• der Körper und seine Funktionen – die Eingeweide,
• die Sinnesorgane – Gehör, Gesicht, Geruch, Geschmack, Gesamtempfindung,
• die Imagination,
• die Erinnerung,
• die Affektivität,
• die Einbildung,
• die Sprache,
und es erfolgt eine allgemeine Reaktion auf die unmittelbare Umgebung und auf die herrschende Stimmung unter Einfluss der Zeit, des physischen Zustandes, der Gesellschaft usw.
1. Lehrplanbezug: Die Arbeit beleuchtet die Rolle der Musikerziehung im Kontext des Volksschullehrplans und definiert die grundlegenden Grobziele und didaktischen Prinzipien für den Unterricht.
2. Musik: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über die psychologischen Wirkungen von Musik auf den Menschen, von der Hirnforschung bis hin zur Beeinflussung von Emotionen und Gesundheit.
3. Die Musiktherapie: Hier wird Musiktherapie als therapeutische Disziplin definiert und ihre historische Entwicklung von der Urzeit bis in die Neuzeit sowie ihre verschiedenen Formen und Zielsetzungen dargestellt.
4. Verhaltensauffälligkeiten: Das Kapitel analysiert Ursachen und Erscheinungsformen von Verhaltensauffälligkeiten, mit besonderem Augenmerk auf Aggression, Konzentrationsschwäche und das Hyperkinetische Syndrom.
5. Die Umsetzung im Unterricht: Der Praxisteil bietet methodische Hinweise und konkrete Anwendungsbeispiele, um musiktherapeutische Elemente – wie Improvisation und Entspannungsübungen – in den Schulalltag zu integrieren.
Musikerziehung, Musiktherapie, Verhaltensauffälligkeit, Hyperaktivität, Aggression, Konzentrationsschwäche, Schulunterricht, Persönlichkeitsentwicklung, Improvisation, Entspannung, Instrumentarium, soziale Integration, Psychologie, Pädagogik, Heilpädagogik
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Integration musikpädagogischer Ansätze und musiktherapeutischer Methoden in den Volksschulunterricht, um verhaltensauffällige Kinder gezielt zu fördern.
Die zentralen Felder sind die Wirkung von Musik auf Psyche und Körper, die Ursachen von Verhaltensstörungen sowie die praktische Anwendung von Musik zur Verhaltensbeeinflussung im schulischen Kontext.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch musiktherapeutisch inspirierte Ansätze die Konzentration, den sozialen Umgang und die Selbstwahrnehmung auffälliger Kinder im Klassenverband stärken können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer Befragung praktizierender Musiktherapeuten zu Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen von Musiktherapie im Schulalltag.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Musik und Verhaltensstörungen erläutert, gefolgt von einem umfangreichen Teil zur praktischen Umsetzung, der verschiedene Spielformen und Entspannungsmethoden detailliert beschreibt.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Musikerziehung, Musiktherapie, Verhaltensauffälligkeit, Aggression, Hyperaktivität und Schulpraxis charakterisiert.
Die Meinungen sind gespalten: Einige sehen darin eine wertvolle Bereicherung, während andere davor warnen, Therapie mit pädagogischem Unterricht zu vermischen, und eine klare Rollentrennung fordern.
Die Trommel dient als Instrument für den Ausdruck starker Gefühle, hilft bei der Zentrierung und ermöglicht Kindern, Spannungen oder Aggressionen in einem kontrollierten Rahmen konstruktiv auszuagieren.
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