Examensarbeit, 2011
44 Seiten, Note: 14 Punkte (1,0)
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehen der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Lesen und Leseverstehen in der Fremdsprache
2.2 Lesemotivation und deren Bedeutung für das Leseverstehen
2.3 Möglichkeiten der Leseförderung
2.4 Zwischenfazit und vertiefte Zielsetzung der geplanten Unterrichtsreihe
3 Planung und Konzeption der Unterrichtsreihe „Erlesenes – My English Textbook“
3.1 Beschreibung der Lernausgangslage
3.2 Curriculare und thematische Einordnung
3.3 Didaktische Überlegungen
3.4 Methodische und weitere Planungsüberlegungen
3.5 Überblick über die Unterrichtsreihe
4 Darstellung und Reflexion ausgewählter Unterrichtsstunden
4.1 Beschreibung der Einführungsstunde
4.1.1 Planung
4.1.2 Durchführung und Reflexion
4.2 Beschreibung der vorletzten Stunde (Besuch der Schulbibliothek)
4.2.1 Planung
4.2.2 Durchführung und Reflexion
5 Evaluation und Reflexion des unterrichtlichen Handelns
5.1 Gesamtreflexion
5.2 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Förderung der Lesekompetenz in einer Fachoberschulklasse durch den Einsatz authentischer Texte und eines motivierenden Vielleseverfahrens, um die intrinsische Lesemotivation der Lernenden zu steigern und das Leseverstehen langfristig zu verbessern.
1.1 Problemstellung
Die Kulturtechnik des Lesens ist im Zeitalter von E-Mail und SMS für junge Leute eine zentrale Voraussetzung für die Teilhabe an vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sowie eine wesentliche Bedingung für schulischen und beruflichen Erfolg. Vor dem Hintergrund lebensbegleitenden und selbstständigen Lernens, wie es in der heutigen Berufswelt unverzichtbar ist, stellt Lesen eine Schlüsselkompetenz dar. Lesen ermöglicht den Zugang zu Informationen, die Nutzung verschiedener Medien und die Kommunikation mit anderen. Die Lesekompetenz bildet somit eine wichtige Grundlage für den Erwerb weiterer Kompetenzen, zumal in vielen Fachbereichen die Kenntnisse, z. B. in Fachbüchern, erlesen werden müssen. Weiterhin kann Lesen den eigenen Horizont erweitern, zur Entwicklung der Persönlichkeit beitragen und Genuss verschaffen.
Leider haben viele Jugendliche keine Freude am Lesen, empfinden den Umgang mit Texten als lästig oder beschwerlich und weisen Defizite in ihrer Lesekompetenz auf. Mehr noch als beim Lesen muttersprachlicher Texte haben Lernende beim Lesen fremdsprachiger Texte Hürden zu überwinden, da die Entschlüsselung eines fremdsprachlichen Textes einen komplexen Prozess darstellt. Doch gerade die englischsprachige Lesefähigkeit wird zunehmend zu einem Selektionskriterium in der Arbeitswelt.
Eine rege Diskussion über die Förderung von Lesekompetenz ist vom relativ schlechten Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in der ersten PISA-Studie entfacht worden, denn diese Studie lenkte den Blick auf das Lesen als eine grundlegende Kompetenz. Auch die 2010 veröffentlichte PISA-Studie offenbare trotz leichter Verbesserungen nur durchschnittliche Werte. Die Befunde der Leseforschung der letzten Jahre weisen einen relativ hohen Anteil Jugendlicher mit gering ausgeprägter Lesemotivation und Lesekompetenz nach. Die PISA-Studie hat diese besorgniserregende Lage ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. So wurde nicht nur deutlich, dass 42 % der deutschen Jugendlichen nicht zum Vergnügen lesen, sondern auch, dass die Lesemotivation eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der Lesekompetenz darstellt.
1 Einleitung: Beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz der Lesekompetenz und identifiziert die mangelnde Lesemotivation als zentrales Problemfeld bei Jugendlichen.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert die Zusammenhänge zwischen Leseverstehen, Lesemotivation und verschiedenen Lesestrategien sowie Ansätze zur Förderung der Lesekompetenz.
3 Planung und Konzeption der Unterrichtsreihe „Erlesenes – My English Textbook“: Beschreibt die Lernausgangslage der Klasse und begründet die methodische Auswahl sowie das didaktische Vorgehen.
4 Darstellung und Reflexion ausgewählter Unterrichtsstunden: Dokumentiert die Durchführung und Auswertung spezifischer Phasen, wie die Einführung und den Bibliotheksbesuch.
5 Evaluation und Reflexion des unterrichtlichen Handelns: Analysiert die Ergebnisse der Unterrichtsreihe und zieht Schlussfolgerungen für zukünftige Lernprozesse.
Lesekompetenz, Lesemotivation, Englischunterricht, Fachoberschule, Vielleseverfahren, Leseverstehen, Lesetagebuch, Authentische Texte, Lesestrategien, Leseförderung, Handlungsorientierung, Selbststeuerung, Schulisches Lernen, Leseprozess, Fremdsprachenunterricht.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Lesekompetenz im Englischunterricht an einer Fachoberschule durch den Einsatz motivierender, authentischer Texte und spezieller Methoden.
Im Zentrum stehen die Steigerung der intrinsischen Lesemotivation, der effektive Umgang mit fremdsprachigen Texten und die Unterstützung der Leseverstehensfähigkeit bei Lernenden mit heterogenen Vorkenntnissen.
Das Hauptziel ist es, Schülern die Angst vor englischsprachigen Texten zu nehmen, ihre Lesemenge durch freiwillige Lektüre zu erhöhen und ihre Kompetenzen in der Selbststeuerung des Lernprozesses auszubauen.
Es wurde ein handlungsorientierter Ansatz gewählt, der durch begleitende Fragebögen zur Selbsteinschätzung, ein Lesetagebuch (reading log) und eine abschließende Evaluation der Unterrichtsreihe empirisch gestützt wird.
Der Hauptteil enthält die theoretische Einbettung, die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe (Curriculum, Didaktik, Methodik) sowie die konkrete Darstellung und Reflexion einzelner Unterrichtsstunden.
Die wichtigsten Schlagworte sind Lesekompetenz, Lesemotivation, Vielleseverfahren, authentische Lektüre, Fremdsprachenunterricht und Selbststeuerung.
Die Lernenden zeigen unterschiedliche Herangehensweisen; während leistungsschwächere Schüler oft bei unbekannten Vokabeln blockieren, nutzen leistungsstärkere Schüler Strategien zur Sinnentnahme besser aus.
Der Bibliotheksbesuch diente als Informations- und Wissenszentrum, um den Lernenden einen niedrigschwelligen Zugang zu einer Vielzahl an interessengesteuerter Literatur zu ermöglichen und das Interesse am Lesen außerhalb des Unterrichts zu wecken.
Die Evaluation erfolgte durch ein Feedbackgespräch und einen anonymen Fragebogen, wobei ein deutlicher Motivationsanstieg bei einem Teil der Lerngruppe festgestellt werden konnte.
Das Fazit betont, dass Leseförderung ein langwieriger Prozess ist, der über die einmalige Durchführung einer Unterrichtsreihe hinausgeht und eine feste Verankerung in der Schulkultur benötigt.
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