Bachelorarbeit, 2011
53 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Die Geld- und Fiskalpolitik in EWU
2.1 Gestaltung der Geld- und Fiskalpolitik in der EWU
2.2 Koordination der makroökonomischen Politiken
3. Interaktion zwischen Geld- und Fiskalpolitik im Modell der EWU in der kurzfristigen Perspektive
3.1 Gestaltung des Modells der EWU
3.2 Das dynamische System im Modell der EWU
3.3 Die Spieltheorie
3.4 Das infinite horizontale lineare quadratische Steuerungsproblem
3.5 Die Regime der Koordination der Geld- und Fiskalpolitik
3.5.1 Das non-kooperative Regime
3.5.2 Das vollkommende kooperative Regime
3.5.3 Das anteilige kooperative Regime
3.5.4 Die symmetrischen Ergebnisse
3.5.5 Simulation
4. Fazit
Diese Arbeit untersucht die notwendige Form der politischen Koordination zwischen den nationalen Fiskalpolitiken der Mitgliedstaaten und der einheitlichen Geldpolitik in der Europäischen Währungsunion (EWU), um wirtschaftliche Stabilität und Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.
3.3 Die Spieltheorie
Nachdem das Model der EWU fertig gestaltet wird, wird in diesem Teil die Spieltheorie präsentiert, die eine Basis für Analyse der Interaktion der Geld- und Fiskalpolitik ist. Also, Spieltheorie wird als ein intellektueller Rahmen dafür definiert, Situationen zu untersuchen, wobei für zwei oder mehr betroffene Personen das Ergebnis einer Aktion, die eine von ihnen durchgeführt wird, nicht nur von ihr, sondern auch von den anderen Betroffenen abhängig sind. Daher muss die Durchführung einer Aktion wahrscheinlich von der Erwartung abhängen, was die anderen in Gegenwart und in der Zukunft machen werden. Somit wird eine solche Situation als ein strategisches Spiel, die Beteiligte als Spieler und ein Plan dieser Spieler als eine Strategie angesehen. Damit ein strategisches Spiel außerdem funktionieren kann, braucht es Regeln, die ausführlich vorschreibt, wie das Verhalten eines Spielers den Einfluss auf die anderen Spieler nimmt. Das theoretische Ergebnis eines Spiels wird als die Kombination verschiedener Strategien aller Spieler bezeichnet, wobei angesichts von ihren vorliegenden Informationen ihre Ziele wahrscheinlich erreichbar sind und die solche Kombination wird als ein strategisches Gleichgewicht angesehen. Dabei gibt es keinen Anreiz für jeden Spieler, sich von ihrem Plan abzuweichen.
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der Wirtschafts- und Währungsunion mit Fokus auf den Konflikt zwischen einheitlicher Geldpolitik und nationaler Fiskalpolitik sowie den Gang der Untersuchung.
2. Die Geld- und Fiskalpolitik in EWU: Bietet einen Überblick über die institutionelle Gestaltung der EZB und die Rolle nationaler Fiskalpolitiken im Rahmen der EU-Verträge.
3. Interaktion zwischen Geld- und Fiskalpolitik im Modell der EWU in der kurzfristigen Perspektive: Analysiert mathematisch die Dynamik und spieltheoretischen Zusammenhänge zwischen den politischen Akteuren in einem symmetrischen Währungsraum.
4. Fazit: Fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, insbesondere zur Notwendigkeit und Stabilität unterschiedlicher Kooperationsregime.
Europäische Währungsunion, EWU, Fiskalpolitik, Geldpolitik, EZB, Spieltheorie, Koordinationsregime, Nash-Gleichgewicht, Pareto-Effizienz, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Dynamisches System, Wirtschaftsmodell, Konvergenz, Wettbewerbsfähigkeit, Kooperation.
Die Arbeit analysiert die Interaktion zwischen nationalen Fiskalpolitiken und der einheitlichen Geldpolitik der EZB innerhalb der Europäischen Währungsunion.
Im Zentrum stehen die Koordination makroökonomischer Politiken, die Anwendung spieltheoretischer Konzepte auf Währungsunionen und die Stabilitätsanalyse dieser Interaktionen.
Ziel ist es zu klären, ob eine Koordination zwischen nationaler Fiskal- und einheitlicher Geldpolitik notwendig ist und welche Form der Koordination (z.B. non-kooperativ, vollkooperativ) am angemessensten ist.
Es wird ein dynamisches Modell für zwei symmetrische Länder und eine EZB aufgebaut, das mittels Spieltheorie, Differentialgleichungen und linearer quadratischer Steuerungsprobleme analysiert wird.
Der Hauptteil widmet sich der Modellierung des dynamischen Systems der EWU, der spieltheoretischen Definition von Koordinationsregimen und der Simulation dieser Regime zur Überprüfung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere EWU, spieltheoretische Regime, Nash-Gleichgewicht, Pareto-Dominanz und Anpassungsgeschwindigkeit.
Es beschreibt eine Situation, in der die Spieler (Staaten und EZB) nicht miteinander kommunizieren und ihre Entscheidungen auf Vermutungen über die Strategien der anderen treffen.
Die Annahme der Symmetrie vereinfacht die mathematische Analyse der Interaktionen und ermöglicht es, die fundamentalen spillover-Effekte zwischen den Ländern und der Zentralbank ohne komplexe asymmetrische Verzerrungen zu isolieren.
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