Diplomarbeit, 2003
188 Seiten, Note: Sehr gut (1)
Vorwort
Einleitung
1. Geschichtlicher Überblick des 19. Jahrhunderts
1. 1 Nationalismus
1. 2 Entstehung politischer Parteien
1. 3 Der Erste Weltkrieg
1. 3. 1 Europa nach dem Krieg – Krisen und Erschütterungen
1. 4 Der Beginn der Weltwirtschaftskrise
2. Österreich 1918 – 1945
2. 1 Die Auflösung der Donaumonarchie
2. 2 Die Anschlussbewegung
2. 3 Die demokratische Republik und die neue Verfassung
2. 4 Wirtschaftsprobleme
2. 5 Der Weg in die Krise
2. 6 Dem Untergang entgegen
2. 7 Beeinflussung der Menschen
2. 7. 1 Die Deutschen werden zur „Volksgemeinschaft“ erzogen
2. 8 Die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik
2. 9 Die Zerschlagung der Tschechoslowakei – ein Beispiel für die nationalsozialistische Außenpolitik
2. 10 Der Weg in den Krieg
2. 11 Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg
2. 11. 1 Die Moskauer Deklaration
2. 11. 2 Regierungsbildung
2. 11. 3 Die ersten Schritte
2. 12 Probleme der Nachkriegszeit
2. 13 Entnazifizierung
2. 14 Die Situation der Bevölkerung
2. 14. 1 Widerstand gegen den Nationalsozialismus
2. 14. 2 Der österreichische Widerstand
2. 14. 3 Schule und Erziehung im 3. Reich
2. 14. 4 Rolle der Frauen
2. 14. 5 Vernichtung von Minderwertigen
2. 14. 5. 1 Vernichtung von Zigeunern
2. 14. 5. 2 Euthanasie – Massenmord an geistig- und körperlich Behinderten
2. 14. 5. 3 Verfolgung und Vernichtung von gesellschaftlich ausgegrenzten Menschen
3. Auswertung der Schülerbefragung
4. Didaktik
4. 1 Lehrplanbezug
4. 2 Erstes historisches Wissen und Verständnis
4. 3 Didaktische Vermittlungselemente des Geschichtsunterrichts
4. 4 Lernpsychologische Aspekte des Geschichtsunterrichts
4. 5 Allgemeine Strukturierung der Geschichtsstunde
4. 5. 1 1. Stufe: Einstieg
4. 5. 2 2. Stufe: Erarbeitung
4. 5. 3 3. Stufe: Phase der Problemauswertung
4. 5. 4 4. Stufe: Phase der Anwendung
4. 6 Die Lehrererzählung im Geschichtsunterricht
4. 6. 1 Die Lehrererzählung nach EBELING
4. 6. 2 Die Lehrererzählung nach GLÖCKEL
4. 6. 3 Die Lehrererzählung nach E. SCHMIDT
4. 7 Fachspezifische Arbeitsweisen nach GEILING
4. 8 Hilfestellungen für die eigene Unterrichtsanalyse
4. 8. 1 Überlegungen zur Reflexion
4. 9 Anlass zur Behandlung des Stoffgebietes
4. 10 Antisemitismus im Internet?
4. 11 Hinweise zur Stoffvermittlung
4. 11. 1 Didaktische Anmerkungen
4. 12 Alltagsgeschichte des NS
4. 13 Überwindung der historischen Distanz
4. 14 Stoffgliederung
4. 15 Stundenbilder
4. 15. 1 Die Ablehnung der Weimarer Republik
4. 15. 2 Die Machtergreifung und der Machtausbau Hitlers
4. 15. 4 Diktatur und Staat
4. 15. 5 Das Ermächtigungsgesetz und die Gleichschaltung des öffentlichen Lebens
4. 15. 6 Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus
4. 15. 7 NS – Organisationen
4. 15. 8 Anhänger Hitlers – Propaganda
4. 15. 9 Hitlers Rassenwahn und die Judenverfolgung
4. 15. 10 Konzentrationslager und Ghettos
4. 15. 11 Widerstand
4. 15. 11 Die Friedenslüge, der Anschluss und die Zerschlagung der Tschechoslowakei
4. 15. 12 Der Zweite Weltkrieg – ein Projekt
4. 15. 13 Der Weg zum Staatsvertrag
4. 15. 14 Nazis gestern - auch heute?
4. 15. 15 Rechtsextremismus
4. 16 Quellen - Lesetexte
4. 16. 1 Literaturzitat
4. 16. 2 Zeitzeugenberichte
4. 16. 2. 1 Die Ausreise
4. 16. 2. 2 NSV – Kinderlandverschickung
4. 16. 2. 3 Mein schrecklichstes Erlebnis
4. 16. 2. 4 Als die Russen kamen
4. 16. 2. 5 So war’s einmal – Der Landdienst
4. 16. 2. 6 Nach dem Krieg
Schlusswort
Die Diplomarbeit zielt darauf ab, Schülern der Oberstufe an Allgemeinen Sonderschulen das komplexe und erschütternde Thema des Nationalsozialismus in Österreich näherzubringen, um durch Wissensvermittlung Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus und Vorurteile zu leisten.
1. 1 Nationalismus
Nachträglich stellt sich die Frage ob der Nationalismus die stärkste Kraft zweier Jahrhunderte war. Er hatte die Geschichte Europas und der Welt im 19. und 20. Jahrhundert stärker bestimmt als die Ideen der Freiheit und parlamentarischen Monarchie oder die des Kommunismus. Zu dieser Zeit wurden unter Berufung auf den Nationalismus Großstaaten wie die Habsburgermonarchie zerschlagen und neue Staaten wie Griechenland, Italien, das Deutsche Reich oder Polen entstanden.
Nationalismus bedeutete in der Tat für Völker und Individuen vielfach Befreiung von politischer und sozialer Diskriminierung aber nicht zugleich weniger Gefährdung und Einschränkung ihrer Freiheit. Hier verbergen sich extreme Gegensätze und Widersprüche. Er kann Emanzipation und er kann Unterdrückung bedeuten. Der Nationalismus enthält Chancen und Gefahren. Ursache vieler Auseinandersetzungen ist die Tatsache, dass unter „Nation“ Unterschiedliches verstanden wird. Es bedeutet mehr als nur Volk oder Bevölkerung eines Staates.
Geschichtlicher Überblick des 19. Jahrhunderts: Dieses Kapitel legt die historischen Grundlagen dar, indem es den Liberalismus, die soziale Frage und den Aufstieg des Nationalismus als Wegbereiter für spätere Entwicklungen analysiert.
Österreich 1918 – 1945: Hier wird der Zerfall der Donaumonarchie, der Weg in die Erste Republik, die ökonomischen Krisen und die schließliche Machtübernahme durch den Nationalsozialismus sowie die Auswirkungen auf Österreich dokumentiert.
Auswertung der Schülerbefragung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer Fragebogenuntersuchung unter Schülern, um Diskrepanzen zwischen ihrem Einstellungs- und Wissensstand zum Nationalsozialismus aufzuzeigen.
Didaktik: Dieser Teil liefert die methodisch-didaktische Begründung für die Themenauswahl und bietet praxisnahe Stundenbilder sowie Anleitungen für eine reflektierte Unterrichtsgestaltung im Geschichtskontext.
Nationalsozialismus, Österreich, Geschichtsunterricht, Widerstand, Holocaust, Euthanasie, Didaktik, Zweiter Weltkrieg, Propaganda, Rassenwahn, Rechtsextremismus, Volksgemeinschaft, Schülerbefragung.
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung des Themas Nationalsozialismus in Österreich, speziell für Schüler der Oberstufe an Allgemeinen Sonderschulen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem geschichtlichen Kontext von 1918 bis 1945, dem NS-Terror, der Vernichtungspolitik gegenüber verschiedenen Gruppen sowie der didaktischen Aufarbeitung dieser Inhalte im Unterricht.
Das Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und Präventionsarbeit gegen rechtsextremistische Tendenzen bei Jugendlichen zu leisten.
Die Arbeit kombiniert eine historische Analyse der NS-Zeit in Österreich mit einer empirischen Befragung von Schülern sowie der Erstellung didaktischer Konzepte für den Geschichtsunterricht.
Der Hauptteil gliedert sich in einen geschichtlichen Überblick, die spezifische Situation in Österreich während der NS-Herrschaft, eine Auswertung von Schülerantworten und den didaktischen Teil mit konkreten Stundenbildern.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Nationalsozialismus, Österreich, Didaktik, Holocaust, Euthanasie und Widerstand.
Die Autorin betont, dass eine Anpassung des Unterrichts an den tatsächlichen Wissensstand und die vorhandenen Vorurteile notwendig ist, um eine wirksame Präventionsarbeit zu leisten.
Alltagsgeschichte ermöglicht den Schülern durch Fallbeispiele und Biographien einen persönlicheren Zugang zur historischen Realität, anstatt sich nur auf abstrakte politische Großereignisse zu stützen.
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