Masterarbeit, 2007
101 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Forschungsüberblick und Literaturauswahl
2. Die Annales – eine Merkmals- und Begriffsdefinition
2.1 Die Entstehung des Annales-Begriffs
2.2 Die Annales – „Schule“, Gruppierung oder loser Verbund?
2.3 Die Entwicklung der Annales und ihre Unterteilung – ein Überblick
2.4 Annales vs. Ereignisgeschichte. Ein Vergleich
3. Die Mentalitätsgeschichte im Kontext der Annales. Der Versuch einer Zuordnung Georges Dubys
3.1 Kennzeichen der Mentalitätsgeschichte
3.1.1 Untersuchung der Begriffsdefinitionen
3.1.2 Die mentalitätsgeschichtliche Forschung – eine Spaltung innerhalb der Annales?
3.2 Rezeption, Definitionen und Umsetzung des mentalitätsgeschichtlichen Ansatzes in der Mediävistik und im Speziellen bei Georges Duby
3.3 Zur Entwicklung und den Quellen der Mentalitätsgeschichte
4. Georges Duby – Schriftsteller, Träumer, Mediävist, “Annales“ ? Eine Profilierung
4.1 Georges Duby – ein typischer Vertreter der Annales?
4.2 Inspiration und Stein des konstruktiven Anstoßes – Die Rolle Marc Blochs und anderer Vorbilder im Schaffen Georges Dubys
4.3 Der biographische Hintergrund Georges Dubys
4.4 Die Sonderrolle Georges Dubys in der historisch-mediävistischen Forschung
4.5 Der Autor als Träumer – das imaginative Element in der mediävistischen Geschichtsschreibung Georges Dubys
4.6 Duby und die Geschichte(n). Kritik an und Innovation bei Georges Dubys Schreibstil
5. Die „Geschichte des privaten Lebens“
5.1. Einführung zu Aufbau und Inhalt in speziellem Bezug auf Georges Dubys Vorgehensweise
5.2 Themen, Quellen und Untersuchungsbereiche Dubys in der „Geschichte des privaten Lebens“
5.3 Die Definition des „Privaten“ in Georges Dubys Beiträgen zur „Geschichte des privaten Lebens“
5.4 Abschweifende Anekdoten oder Mittel zum besseren Zugang – zum Aufbau von Dubys Beiträgen in der „Geschichte des privaten Lebens“
5.5 Exemplarische Untersuchungsansätze Dubys
5.5.1 Die Definition der Entstehung privater Dimension in der Feudalzeit
5.5.2 Privatheit und Öffentlichkeit am Beispiel des Todes in der Feudalgesellschaft
5.6 Widerspruch oder Innovation? Zum literarischen und wissenschaftlichen Anspruch in der „Geschichte des privaten Lebens“
6. Schlussbetrachtung und Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle von Georges Duby innerhalb der Annales-Schule, insbesondere durch die Analyse seines mentalitätsgeschichtlichen Ansatzes, und reflektiert dabei kritisch sein bedeutendes Werk, den zweiten Band der „Geschichte des privaten Lebens“.
Die Mentalitätsgeschichte als Teil der histoire totale
In dieser „histoire totale“ ist das Ziel nicht, die Geschichte in einzelne Segmente aufzuteilen und diese dann abgetrennt voneinander zu untersuchen, sondern im Gegenteil das Zusammenleben- und wirken von Menschen in einer Epoche und Gesellschaft als Totalität zu betrachten. Dies ist eine der Hauptgrundlagen für eine Forschung, deren Arbeit interdisziplinär und multiperspektivisch sein muss und erkennt an, dass [...] Wissenschaft ein prinzipiell unabschließbarer Prozeß des Erforschens ist. [...] Weil die Mentalitätsgeschichte in allen Bereichen - von der Politik bis zur Demographie - die Relation zwischen den empirisch analysierbaren materiellen Bedingungen und der geistig-psychologischen Dimension des menschlichen Sichverhaltens aufzeigt, kommt ihr innerhalb der „histoire totale“ eine Schlüsselbedeutung zu.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Annales-Bewegung sowie Georges Dubys Rolle ein und legt den methodischen Fokus auf das Werk „Geschichte des privaten Lebens“.
2. Die Annales – eine Merkmals- und Begriffsdefinition: Das Kapitel definiert die Annales-Bewegung, hinterfragt den „Schul“-Begriff und beleuchtet ihre Entwicklung sowie die Abgrenzung zur Ereignisgeschichte.
3. Die Mentalitätsgeschichte im Kontext der Annales. Der Versuch einer Zuordnung Georges Dubys: Hier werden Definitionen und Kernmerkmale der Mentalitätsgeschichte analysiert und der Versuch unternommen, Georges Dubys methodischen Ansatz innerhalb dieses Forschungszweigs zu verorten.
4. Georges Duby – Schriftsteller, Träumer, Mediävist, “Annales“ ? Eine Profilierung: Dieses Kapitel profiliert Duby als Mediävisten und Annales-Vertreter, untersucht den Einfluss Marc Blochs, Dubys Sonderrolle sowie sein Verständnis des Historikers als „Träumer“ und Literaten.
5. Die „Geschichte des privaten Lebens“: Eine detaillierte Untersuchung von Dubys Beiträgen im zweiten Band, wobei Themen, Quellen, der Begriff des „Privaten“ sowie Dubys literarisch-wissenschaftlicher Anspruch im Zentrum stehen.
6. Schlussbetrachtung und Fazit: Das Kapitel rekapituliert die Ergebnisse zur Rolle Dubys und reflektiert über die bleibende Bedeutung seiner Arbeit für die Mentalitätsgeschichte und die Mediävistik.
Annales, Mentalitätsgeschichte, Georges Duby, Geschichte des privaten Lebens, Mediävistik, Feudalgesellschaft, historische Anthropologie, Interdisziplinarität, Erzählung, Quelle, Imagination, longue durée, Ereignisgeschichte, Kulturgeschichte, Strukturgeschichte
Die Arbeit behandelt die Einordnung des Historikers Georges Duby und seines mentalitätsgeschichtlichen Werks „Geschichte des privaten Lebens“ in den Kontext der französischen Annales-Bewegung.
Im Mittelpunkt stehen die Annales-Bewegung, die Definition und Methodik der Mentalitätsgeschichte, Georges Dubys Rolle als Mediävist sowie die kritische Analyse seines Schreibstils und seiner Quellenwahl.
Das Ziel ist es, Dubys Forschungsschaffen innerhalb der Annales zu verorten und zu untersuchen, inwiefern er durch seine Verbindung von Wissenschaft und Literatur neue Wege in der historischen Forschung beschritten hat.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen der Mentalitätsgeschichte sowie Dubys konkreter Vorgehensweise in der „Geschichte des privaten Lebens“.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Mentalitätsgeschichte, das Profil Georges Dubys, seine Einordnung in die Annales und eine detaillierte Untersuchung seines Werks „Geschichte des privaten Lebens“.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Annales, Mentalitätsgeschichte, Georges Duby, Feudalgesellschaft, Interdisziplinarität, Imagination und die Dichotomie von Privatem und Öffentlichem.
Für Duby ist Geschichte „der Traum eines Historikers“. Er nutzt die Imagination als notwendiges Werkzeug, um das Verständnis für vergangene Epochen zu vertiefen, wenn Quellenlücken existieren, ohne dabei den wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren.
Obwohl Duby in der Tradition von Marc Bloch steht und die Annales-Methodik teilt, nimmt er aufgrund seines literarischen Anspruchs und seiner speziellen Quelleninterpretation eine Sonderrolle ein, die ihn zu einer eigenständigen Größe innerhalb der Bewegung macht.
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