Bachelorarbeit, 2011
57 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung und Vorgehensweise
2 Historische Entwicklung der Billigflugindustrie
2.1 Definition LCC
2.2 Historie
3 Analyse des makroökonomischen Umfelds mit PEST
3.1 Modellbeschreibung
3.2 Politische Faktoren
3.3 Ökonomische Faktoren
3.4 Sozio-kulturelle Faktoren
3.5 Technologische Faktoren
3.6 Ergebnis der PEST-Analyse
4 Marktanalyse mit Hilfe des Fünf-Kräfte-Modells nach Porter
4.1 Modellbeschreibung
4.2 Bedrohung durch neue Konkurrenten
4.3 Bedrohung durch Ersatzprodukte
4.4 Verhandlungsmacht der Lieferanten
4.5 Verhandlungsmacht der Abnehmer
4.6 Rivalität unter bestehenden Unternehmen
4.7 Ergebnis der Marktanalyse
5 Geschäftsmodell der LCC und Abgrenzung zu NWA unter Einbeziehung empirischer Ergebnisse
5.1 Datenerhebung und Definitionen
5.2 Gegenüberstellung der Geschäftsmodelle
5.2.1 Preisgestaltung und Kostenmanagement
5.2.2 Vertrieb
5.2.3 Flughäfen
5.2.4 Flugplanung
5.2.5 Flotte
5.2.6 Personal
5.2.7 Zusammenfassung der Kostenvorteile
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit führt eine strategische Analyse des europäischen Marktes für Low-Cost-Carrier (LCC) durch. Das primäre Ziel ist es, das Geschäftsmodell der LCC durch eine Untersuchung des makroökonomischen Umfelds, eine Marktanalyse nach Porter sowie einen empirischen Vergleich mit Network Airlines (NWA) zu erklären und von diesen abzugrenzen.
4.2 Bedrohung durch neue Konkurrenten
In lukrativen Branchen muss immer wieder mit neuer Konkurrenz gerechnet werden, denn je attraktiver die Branche ist, desto größer ist die Gefahr, dass neue Unternehmen in den Markt eintreten. Wie groß die Möglichkeit eines Eintritts in den Markt ist, hängt von bestimmten Faktoren ab, die in der Literatur als Markteintrittsbarrieren betitelt werden.
Der Wettbewerbsdruck, der auf die etablierten Unternehmen einer Branche wirkt, ist umso größer, je einfacher es für Newcomer ist, in den Markt einzutreten. Neueinsteiger können durch ihren Eintritt in den Markt das Umfeld verändern, indem sie z.B. den Kundenstamm, das Preisniveau oder Marktanteile verändern bzw. für sich gewinnen. Dadurch werden die etablierten Unternehmen gezwungen, entsprechend zu reagieren und müssen sich auf die neue Situation einstellen und sich ggf. anpassen. Die Bedrohung durch neue Wettbewerber ist besonders dann gegeben, wenn sie es schaffen, branchentypische Markteintrittsbarrieren zu meistern.
Wenn eine Airline in Erwägung zieht, in den europäischen Billigfluglinienmarkt einzutreten, bedarf es bestimmter Voraussetzungen und Anreize. Vor allem muss sie sich mit den möglichen Ertragschancen der Branche befassen. Des Weiteren lohnt ein Eintritt in den Markt nur, wenn strategische Vorteile gegenüber den etablierten Unternehmen erwartet werden, sei es durch Strecken, die noch nicht bedient werden oder durch Länder, die auf Grund ihrer Entwicklung jetzt erst dazu in der Lage sind oder jetzt erst einen Bedarf für Personentransport haben.
Osteuropa ist ein gutes Beispiel für eine solche Region mit Potenzial, wie die später dargelegten empirischen Ergebnisse dieser Arbeit zeigen werden. Es gibt nur wenige Airlines in der vorliegenden Stichprobe, die diesen Teil des europäischen Markts bedienen, was auf mangelnde Kaufkraft oder zu geringe Infrastruktur zurückzuführen sein kann.
1 Problemstellung und Vorgehensweise: Definition des Untersuchungsgegenstandes der strategischen Analyse europäischer LCC und Vorstellung der verwendeten Analysemethoden.
2 Historische Entwicklung der Billigflugindustrie: Begriffsdefinition von Low-Cost-Carriern sowie Darstellung der historischen Liberalisierungsprozesse des europäischen Luftverkehrs.
3 Analyse des makroökonomischen Umfelds mit PEST: Untersuchung der externen politischen, ökonomischen, sozio-kulturellen und technologischen Faktoren, die den Markt für Billigflieger beeinflussen.
4 Marktanalyse mit Hilfe des Fünf-Kräfte-Modells nach Porter: Bewertung der Branchenattraktivität durch Analyse von Wettbewerb, Kundenmacht, Lieferantenmacht sowie Ersatzprodukten.
5 Geschäftsmodell der LCC und Abgrenzung zu NWA unter Einbeziehung empirischer Ergebnisse: Detaillierter Vergleich zwischen LCC und NWA hinsichtlich Preisgestaltung, Vertrieb, Betrieb und Kostenstrukturen auf Basis empirischer Daten.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Analyseergebnisse und Einschätzung der zukünftigen strategischen Entwicklung des europäischen LCC-Marktes.
Low-Cost-Carrier, LCC, Network Airlines, NWA, Strategische Analyse, PEST-Analyse, Fünf-Kräfte-Modell, Porter, Luftverkehr, Billigflugindustrie, Geschäftsmodell, Kostenmanagement, Wettbewerbsvorteil, Marktanteil, Luftverkehrssteuer
Die Arbeit beschäftigt sich mit einer strategischen Analyse der europäischen Low-Cost-Carrier-Branche und deren Wettbewerb mit klassischen Network Airlines.
Die Arbeit deckt die historische Entwicklung, die makroökonomischen Rahmenbedingungen, die Branchenstrukturanalyse und einen direkten Vergleich der Geschäftsmodelle ab.
Das Ziel ist die Erläuterung des LCC-Geschäftsmodells und dessen Abgrenzung zu Network Airlines, um Rückschlüsse auf die Strategien und Marktchancen zu ziehen.
Die Untersuchung nutzt das PEST-Modell für die Umfeldanalyse und das Fünf-Kräfte-Modell nach Michael E. Porter für die Marktanalyse sowie eine empirische Datenauswertung.
Der Hauptteil analysiert die Einflussparameter auf die Branche und vergleicht konkret Preisgestaltung, Vertrieb, Flugplanung, Flotte und Personalkosten zwischen LCC und NWA.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Low-Cost-Carrier, Wettbewerbsstrategie, Luftverkehrsmarkt, Kostenführerschaft und Branchenstrukturanalyse.
Da LCC eine aggressive Kostenführerschaft verfolgen, belasten solche Steuern ihre Ticketpreisgestaltung überproportional und können die Nachfrage sowie die Rentabilität auf bestimmten Strecken gefährden.
LCC konzentrieren sich auf eine radikale Kostenreduktion, Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und Verzicht auf Zusatzleistungen, während NWA komplexere Hub-and-Spoke-Systeme und differenzierte Serviceangebote nutzen.
Sie dienen als entscheidender Kostenvorteil durch niedrigere Gebühren und ermöglichen oft schnellere Turn-around-Zeiten für die Fluggeräte, was die operative Effizienz erhöht.
LCC setzen auf zunehmende IT-Automatisierung, Zusatzgebühren („versteckte Kosten“) und versuchen teilweise, durch Hybrid-Strategien auch Geschäftsreisende zu gewinnen.
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