Masterarbeit, 2012
124 Seiten, Note: 1,5
1 EINLEITUNG
1.1 THEMA
1.2 FRAGESTELLUNG UND VORGEHENSWEISE
1.3 FALLAUSWAHL
1.4 FORSCHUNGSSTAND
1.4.1 Politischer Wandel in der arabischen Welt
1.4.2 Transformation ohne Transition
1.4.3 Elitenwandel im arabischen Raum
2 THEORETISCHE UND KONZEPTIONELLE VORÜBERLEGUNGEN
2.1 GRUNDPRÄMISSE
2.2 DEFINITIONEN
2.2.1 Eliten und das Konzept der „Politisch Relevanten Eliten“
2.2.2 Elitenwandel
2.3 HYPOTHESEN UND AUFBAU DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG
2.3.1 Erster Analyseteil
2.3.2 Zweiter Analyseteil
2.3.3 Schlussbetrachtung
2.4 ZEITLICHER RAHMEN DER EMPIRISCHEN ANALYSE
2.5 LITERATUR UND QUELLENANALYSE
3 EMPIRISCHE ANALYSE TEIL I
3.1 DATEN UND FAKTEN ZU SYRIEN
3.2 POLITIK UND GESELLSCHAFT IN SYRIEN
3.2.1 Das politische System Syriens
3.2.2 Die syrische Gesellschaft
3.2.3 Das neopatrimoniale System in Syrien
3.3 IDENTIFIKATION UND WANDEL DER POLITISCH RELEVANTEN ELITEN
3.3.1 Die Familie al-Assad
3.3.1.1 Das Triumvirat der Macht
3.3.1.2 Weitere Mitglieder des familiären Machtzirkels
3.3.2 Die Regierung
3.3.3 Die Baath-Partei
3.3.4 Der Sicherheitsapparat
3.3.4.1 Das Militär
3.3.4.2 Die Sicherheits- und Geheimdienste
3.3.5 Die Alawiten
3.3.6 Die „Syrian Computer Society“
3.3.7 Die Wirtschaft
3.4 BEWERTUNG DER KRITERIEN EINES ELITENWANDELS IN SYRIEN
3.4.1 Personeller Wandel
3.4.2 Institutioneller Wandel
3.4.3 Wandel im Zugang
3.4.4 Wandel in der politischen Ausrichtung
3.4.5 Motive des Wandels
3.5 ANALYSEERGEBNIS TEIL I
3.5.1 Zusammenfassung
3.5.2 Bewertung und Schlussfolgerungen
4 EMPIRISCHE ANALYSE TEIL II
4.1 DIE SYRIENKRISE IM ÜBERBLICK
4.1.1 Entwicklung der syrischen Protestbewegung
4.1.2 Konfliktthemen
4.2 DAS REGIME
4.2.1 Reaktion des Regimes auf die Proteste
4.2.2 Präsident Bashar al-Assads Machtverlust
4.2.3 Schwächung des Sicherheitsapparates
4.2.4 Schwächung der übrigen Machtfaktoren des Regimes
4.2.4.1 Der konfessionelle Machtfaktor
4.2.4.2 Der wirtschaftliche Machtfaktor
4.2.4.3 Der erweiterte Elitenkreis
4.2.4.4 Der innerste Elitenzirkel
4.2.5 Zusammenfassung und Bewertung
4.3 DIE OPPOSITION
4.3.1 Die politische Landkarte der syrischen Opposition
4.3.2 Die traditionelle politische Opposition
4.3.2.1 Einflussreiche oppositionelle Persönlichkeiten
4.3.2.2 Die Muslimbrüder
4.3.2.3 Die Kurden
4.3.2.4 Die Christen
4.3.2.5 Die Syrische Nationale Demokratische Versammlung
4.3.2.6 Die Gruppe der Damaszener Erklärung
4.3.3 Neue Aktivisten und lokale Netzwerke
4.3.3.1 Lokale Führungsräte
4.3.3.2 Die „Syrian Revolution General Commission”
4.3.4 Organisierter bewaffneter Widerstand
4.3.4.1 Die Freie Syrische Armee
4.3.4.2 Die Brigade der freien syrischen Offiziere
4.3.5 Neue Organisationsstrukturen der politischen Opposition
4.3.5.1 Das Nationale Koordinationskomitee
4.3.5.2 Der Syrische Nationalrat
4.3.6 Koordinationsbemühungen der syrischen Opposition
4.3.7 Zusammenfassung und Bewertung
4.4 DIE ROLLE DER MASSEN
4.4.1 Die allgemeine Bedeutung von Massen
4.4.2 Die Rolle der syrischen Bevölkerungsmasse
4.4.3 Zusammenfassung und Bewertung
4.5 EINFLUSSMÖGLICHKEITEN EXTERNER AKTEURE
4.5.1 Relevante externe Akteure
4.5.2 Regionale Akteure
4.5.2.1 Türkei
4.5.2.2 Arabische Liga
4.5.2.3 Iran
4.5.2.4 Libanon
4.5.2.5 Nachbarstaaten
4.5.3 Internationale Akteure
4.5.3.1 Russland
4.5.3.2 USA und EU
4.5.4 Sanktionsmaßnahmen
4.5.5 Militärische Maßnahmen
4.5.6 Zusammenfassung und Bewertung
4.6 AKTUELLE ENTWICKLUNGEN
4.7 ANALYSEERGEBNIS TEIL II
4.7.1 Zusammenfassung
4.7.2 Bewertung
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
5.1 URTEIL ÜBER DIE AMTSZEIT BASHAR AL-ASSADS
5.2 AUSBLICK
5.2.1 Szenarien
5.2.2 Nationaler Dialog als Lösungsansatz
5.3 IMPLIKATIONEN DER ANALYSEERGEBNISSE FÜR THEORIE UND PRAXIS
5.3.1 Implikationen für Wissenschaft und Forschung
5.3.2 Implikationen für die politische Praxis
Die Arbeit analysiert akteurszentriert, ob der "Arabische Frühling" die Voraussetzungen für einen grundlegenden Elitenwandel in Syrien schafft. Sie untersucht, warum bisherige Reformen scheiterten und ob die aktuelle Krisensituation einen tatsächlichen systemischen Wandel begünstigen kann, indem sie das Zusammenspiel von Regimeeliten, Opposition, Bevölkerung und externen Akteuren beleuchtet.
1.1 Thema
Die politisch-gesellschaftliche Druckwelle, die sich seit Anfang 2011 in beinahe der gesamten arabischen Welt ausgebreitet hat und zum Sturz der „US-backed autocrats“ (ZUNES 2011, S. 9) in Tunesien, Ägypten und Libyen führten, bedroht nun auch das Überleben der autokratischen Regime in anderen arabischen Staaten, allen voran die Familiendiktatur in Syrien. Der Ausbruch des arabischen Frühlings hat die arabische Welt in Bewegung versetzt. Die weltweit „unfreiste“ Region (SCHLUMBERGER 2008, S. 39), in der keine Demokratien existieren und in der es bislang auch kaum ernst genommene Anzeichen für Demokratisierungsprozesse gab, erfährt derzeit eine enorme Dynamisierung, in der jahrzehntelange politische Verkrustungen aufgebrochen werden. Vor dem Hintergrund vergleichbarer Missstände in nahezu allen arabischen Ländern nährten die raschen Regimestürze in Tunesien und Ägypten und der damit verbundene Einstieg in einen politischen Transformationsprozess die Hoffnung arabischer Völker auf einen umfassenden politischen Wandel in der ganzen Region und ermutigte vor allem junge Menschen, den Unmut über ihre Lebensbedingungen auf die Straße zu tragen und nicht länger vor der staatlichen Repression zurückzuschrecken.
Während aber die Revolten in Tunesien, Ägypten und Libyen letztendlich zu einem Sturz des alten Regimes führten, zeigt sich das Assad-Regime, auch fast ein Jahr nach Ausbruch der Proteste, noch immer resistent gegenüber Massendemonstrationen und bewaffneten Aufständen im eigenen Land sowie gegenüber dem zunehmend steigenden Druck externer Akteure. Schon in der Vergangenheit erwiesen sich streng autoritäre Regime im arabischen Raum, insbesondere in Krisenzeiten, als äußerst stabil und widerstandsfähig. Der Sturz von Präsident Bashar al-Assad scheint angesichts der Zuspitzung des Konflikts im eigenen Land inzwischen aber nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Allerdings ist davon auszugehen, dass ein Rücktritt oder Sturz des Präsidenten ohne einen damit verbundenen grundlegenden Wandel der politischen Führungselite nur äußerst geringe nachhaltige politische Auswirkungen in Syrien hätte, allenfalls eine vorübergehende symbolische Wirkung, denn im Falle eines Regimesturzes bliebe es aufgrund der machtpolitisch erfahrenen Beharrungskräfte des alten Regimes ungewiss, ob ein Umsturz über einen bloßen Personalwechsel an der Spitze der Machtpyramide hinausginge.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel stellt das Thema der Arbeit vor den Hintergrund des arabischen Frühlings und definiert die Forschungsfrage, die sich mit der Möglichkeit eines grundlegenden Elitenwandels in Syrien befasst.
2 THEORETISCHE UND KONZEPTIONELLE VORÜBERLEGUNGEN: Hier werden die theoretischen Grundlagen, insbesondere der Elitenbegriff und die Kriterien für einen "echten" Elitenwandel, dargelegt und die Methodik der Untersuchung erläutert.
3 EMPIRISCHE ANALYSE TEIL I: Dieses Kapitel untersucht die syrischen Elitenstrukturen unter Bashar al-Assad im Zeitraum zwischen seinem Amtsantritt im Jahr 2000 und dem Ausbruch der Proteste Ende 2010.
4 EMPIRISCHE ANALYSE TEIL II: Hier werden die Auswirkungen der aktuellen Syrienkrise auf die Machtverhältnisse untersucht, wobei Regime, Opposition, Bevölkerung und externe Akteure als Untersuchungsobjekte dienen.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Dieser Teil fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Erfolgsaussichten eines Elitenwandels und gibt einen Ausblick auf die politischen Auswirkungen.
Syrien, Elitenwandel, Bashar al-Assad, Arabischer Frühling, Governance, Autoritarismus, Transformation, Machtstrukturen, politische Opposition, Reformprozess, Regime, Politisch Relevante Eliten, Transformationstheorie, Machtkampf, Sicherheitspolitik
Die Master-Abschlussarbeit untersucht, ob die aktuelle politische Krise und der arabische Frühling die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Elitenwandel in Syrien schaffen können.
Die Themen umfassen die syrische Machtstruktur, die Rolle der Eliten, die Analyse der politischen Opposition, die Bedeutung der Zivilgesellschaft sowie den Einfluss externer regionaler und internationaler Akteure.
Die zentrale Frage ist, ob das Übergreifen der arabischen Protestbewegung auf Syrien als Auslöser für einen grundlegenden Wandel der Elitenherrschaft fungieren kann, der zu einer politischen Neuausrichtung des Landes führt.
Die Arbeit nutzt eine akteurszentrierte, theoriengeleitete Analyse, die Erkenntnisse der modernen Autoritarismusforschung und der Transformationsforschung auf den syrischen Kontext anwendet.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zunächst wird die Ära Bashar al-Assad vor der Krise analysiert, danach werden die Auswirkungen der aktuellen Krise auf die Akteurskonstellationen (Regime, Opposition, Volk, externe Akteure) untersucht.
Zu den Kernbegriffen zählen Elitenwandel, Syrien, Governance, Politisch Relevante Eliten, Regime-Resistenz, Transformation und autoritäre Machtstrukturen.
Die Autorin betrachtet das Triumvirat, bestehend aus Bashar al-Assad, Maher al-Assad und Asef Shawkat, als das zentrale Machtzentrum, dessen Einfluss durch die Krise eher gestärkt wurde.
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die notwendigen Voraussetzungen für einen echten und nachhaltigen Elitenwandel zum Zeitpunkt der Analyse (Anfang 2012) nicht erfüllt sind.
Die Opposition wird als stark zersplittert, ideologisch gespalten und ohne tragfähige Organisationsstruktur beschrieben, was sie momentan nicht in die Lage versetzt, eine echte politische Alternative zu bieten.
Externe Akteure wie Russland, der Iran, die USA und die Türkei versuchen zwar Einfluss zu nehmen, sind jedoch in ihren Möglichkeiten begrenzt und teils uneins, weshalb sie keinen direkten Elitenwandel herbeiführen können.
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