Bachelorarbeit, 2012
65 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung und Thema
1.1 Aufbau der Arbeit
2 Definition geschlossener Fonds
2.1 Abgrenzung offene/geschlossene Fonds
3 Die rechtliche Form eines geschlossenen Schiffsfonds
4 Das Schiff als Anlageobjekt
5 Die Werft
6 Die Reederei
7 Das Emissionshaus
8 Der Charterer und die Charterrate
9 Kapitalstruktur geschlossener Fonds
9.1 Theoretische Grundlagen zur Kapitalstruktur
9.2 Die Kapitalstruktur geschlossener Schiffsfonds
10 Tilgungsverhalten geschlossener Schiffsfonds
10.1 Vergleich der Kapitalstruktur und des Tilgungsverhalten der ausgewählten Schiffsbeteiligungen
11 Bewertungsmöglichkeiten geschlossener Schiffsfonds
11.1 Theoretische Grundlagen
11.1.1 Das Substanzwertverfahren
11.1.2 Das Vergleichswertverfahren
11.1.3 Das Ertragswertverfahren
11.2 Bestimmung des Diskontierungszinssatzes
12 Unternehmensbewertung der MS Conti Helsinki und der MS E.R. France
12.1 Bestimmung der Eigenkapitalkosten
12.2 Bestimmung des risikofreien Zinses
12.3 Die erwartete Marktrendite und der Beta-Koeffizient
12.4 Auswertung der Ergebnisse der Unternehmensbewertung
13 Fazit
Die Arbeit analysiert die Performance von zwei ausgewählten Schiffsbeteiligungen, der MS Conti Helsinki und der MS E.R. France, um Faktoren zu identifizieren, die für den Erfolg oder Misserfolg von geschlossenen Schiffsfonds maßgeblich sind. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob Investoren anhand der Prospektdarstellung auf eine erfolgreichere Entwicklung schließen können und welche Indikatoren eine erfolgreiche Schiffsbeteiligung kennzeichnen.
8 Der Charterer und die Charterrate
Mit dem Begriff Charter wird die Anmietung eines Schiffes für einen bestimmten Zeitraum verstanden und der Charterer zahlt als Mieter dem Vercharterer einen vorher vereinbarten Mietbetrag. Dieses erfolgt grundsätzlich in US-Dollar pro Tag wobei der Chartervertrag die rechtliche Grundlage bietet und das Schiff als Überlassungsgegenstand das zentrale Element ist. Inhaltlich regelt der Chartervertrag zunächst die Art der Charter, wobei die beiden gängigsten Chartermodelle die Bareboat-Charter und die Zeitcharter sind. Bei der Bareboat-Charter wird das leere Schiff verchartert, also ohne Besatzung und Kapitän und der Charterer nimmt die Rechtsstellung des Reeders ein. Da der Schiffseigentümer hierdurch seine Rechtsstellung als Reeder verliert und nicht mehr am Betrieb der Schifffahrt beteiligt ist, ist die Variante der Zeitcharter die gängige Art der Vercharterung bei Schiffsbeteiligungen. Bei der Zeitcharter wird das Schiff über ein festgelegten Zeitraum vermietet, wobei das Schiff im Gegensatz zur Bareboat-Charter vom Reeder ausgerüstet und bemannt wird. Hierbei ist zu nennen, dass alle Kosten, welche das Schiff betreffen, vom Reeder zu tragen sind und dementsprechend für Reparaturen und Werftaufenthalte i.d.R. keine Charterrate bezogen wird. Bei den zu analysierenden Schiffsfonds handelt es sich in beiden Fällen um Zeitcharterverträge. Die MS Conti Helsinki wurde prospektgemäß am 28.06.2002 von der Hanjin Shipping Co. Ltd. gechartert. Die Hanjin Shipping war zum Zeitpunkt der Emission im Jahr 2002 die viertgrößte Containerreederei der Welt und als sehr erfolgreich anzusehen.
1 Einleitung und Thema: Einführung in die Historie und Bedeutung geschlossener Schiffsfonds sowie Formulierung der Forschungsfrage zur Performanceanalyse.
2 Definition geschlossener Fonds: Grundlagen der Asset-Klasse und Abgrenzung zu offenen Fonds sowie Einordnung als Projektfinanzierung.
3 Die rechtliche Form eines geschlossenen Schiffsfonds: Erläuterung der Struktur der GmbH & Co. KG und der Rolle der Anleger als Kommanditisten.
4 Das Schiff als Anlageobjekt: Kategorisierung verschiedener Schiffsklassen, insbesondere Containerschiffe, und deren Bedeutung in der Welthandelsflotte.
5 Die Werft: Analyse der Bedeutung von Baukosten, Termintreue und Werftbonität für den Erfolg einer Schiffsbeteiligung.
6 Die Reederei: Erörterung der Rolle des Vertragsreeders hinsichtlich Management, Schiffsbetrieb und Vercharterung.
7 Das Emissionshaus: Beschreibung der Aufgaben und Bedeutung des Initiators bei der Platzierung und Betreuung der Beteiligung.
8 Der Charterer und die Charterrate: Untersuchung der vertraglichen Ausgestaltung von Chartermodellen und deren Einfluss auf die Erlöse.
9 Kapitalstruktur geschlossener Fonds: Theoretischer Rahmen der Kapitalstruktur und Anwendung des Leverage-Effekts auf Schiffsfonds.
10 Tilgungsverhalten geschlossener Schiffsfonds: Analyse der Entschuldungsprozesse und der Auswirkungen von Sondertilgungen.
11 Bewertungsmöglichkeiten geschlossener Schiffsfonds: Überblick über theoretische Methoden zur Unternehmensbewertung, insbesondere Substanz-, Vergleichs- und Ertragswertverfahren.
12 Unternehmensbewertung der MS Conti Helsinki und der MS E.R. France: Praktische Anwendung der Bewertungsmethoden, Bestimmung von Diskontierungszinssätzen und Auswertung der Ergebnisse.
13 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Einflussfaktoren und Beantwortung der Forschungsfrage hinsichtlich der Prognostizierbarkeit des Anlageerfolgs.
Geschlossene Schiffsfonds, Schiffsbeteiligung, Charterrate, Zeitcharter, Kapitalstruktur, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, CAPM, Eigenkapital, Fremdkapital, Tilgung, Emissionshaus, Reederei, Schifffahrtskrise, Tonnage-Steuer
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse geschlossener Schiffsfonds als Kapitalanlage, wobei zwei spezifische Beteiligungen verglichen werden, um Faktoren für deren wirtschaftlichen Erfolg zu ermitteln.
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur von Schiffsfonds, der Rolle der beteiligten Akteure (Werft, Reederei, Emissionshaus), der Kapitalstruktur, der Chartervertragsgestaltung sowie der Unternehmensbewertung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Anleger auf Basis von Prospektdaten vorab fundierte Schlüsse über die zukünftige Performance einer Schiffsbeteiligung ziehen können.
Es werden qualitative Analysen von Prospektdaten sowie quantitative Methoden der Unternehmensbewertung angewandt, namentlich das Ertragswertverfahren unter Einbeziehung des Capital Asset Pricing Modells (CAPM).
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der operativen und finanziellen Parameter der MS Conti Helsinki und der MS E.R. France, einschließlich einer Sensitivitätsanalyse zu Charterraten und Betriebskosten.
Zentrale Begriffe sind Schiffsbeteiligung, Ertragswertverfahren, Charterrate, Kapitalstruktur und Schiffsfinanzierung.
Eine lange, gesicherte Vertragslaufzeit bietet einen Schutz vor volatilen Marktbedingungen, wie sich bei der Conti Helsinki im Vergleich zur MS E.R. France zeigte.
Sondertilgungen können zwar kurzfristig die Ausschüttungen reduzieren, senken jedoch den Zinsaufwand und den Verschuldungsgrad, was die langfristige Stabilität der Beteiligung erhöht.
Die Tonnage-Steuer ist ein spezifisches Besteuerungsmodell für Schifffahrtsgesellschaften, das die Steuerlast von der Nettoraumzahl abhängig macht und somit die Berechenbarkeit der Cash-Flows beeinflusst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

