Bachelorarbeit, 2012
66 Seiten, Note: 1,0
1. Begriffserklärungen ausgewählter Handelsimmobilien
1.1 Shoppingcenter / Einkaufszentrum
1.2 Fachmarktzentrum
2. Hybride Malls
2.1 Kurzer Exkurs auf den internationalen Markt
2.2 Hybride Malls in Deutschland
3. Aktuelle Marktsituation
3.1 Ausgewählte Einzelhandelsimmobilien in Deutschland
3.2 Hybride Malls
3.2.1 Aktuelle Situation Hybrider Malls national
3.2.2 Aktuelle Situation hybrider Center auf dem europäischen Markt
4. Chancen und Risiken
4.1 Chancen
4.1.1 Unternehmerisches Ziel
4.1.2 Immobilienwirtschaftliches Ziel
4.1.3 Planungsrechtliches Ziel
4.1.4 Städtebauliches Ziel
4.1.5 Absatzwirtschaftliches Ziel
4.1.6 Verkaufsförderndes Ziel
4.1.7 Finanzwirtschaftliches Ziel
4.2 Risiken
4.2.1 Flächengröße
4.2.2 Anziehungskraft
4.2.3 Lage
4.2.4 Mietermix
4.2.5 Gestaltung und Konzept
4.3 Resümee
4.4 Eine aktuell mögliche Chance
5. Gelungenes Beispiel
6. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die neue Betriebsform der "Hybriden Mall" im Kontext der deutschen Immobilienwirtschaft zu untersuchen, ihre Merkmale von internationalen Konzepten abzugrenzen und ihr Potenzial sowie die damit verbundenen Risiken für die Projektentwicklung von Einzelhandelsimmobilien zu bewerten.
2.1 Kurzer Exkurs auf den internationalen Markt
Die Bezeichnung Hybride Mall ruft oft die Verbindung zum englischen Wort hybrid hervor, was soviel bedeutet wie Kreuzung oder Mischung. Zudem wird das Wort hybrid meist zuerst mit einem Hybridauto assoziiert, da dieses in den letzten Jahren für den Endverbraucher immer stärker auf den Markt trat und an Bedeutung gewann.
Der Begriff „hybrid mall“ tauchte bereits Anfang 2001 in einem englischen Artikel auf, indem es hieß, dass dieser neue Ansatz für Shoppingcenter-Entwickler womöglich das beste Konzept in der Branche sei. In dem Artikel werden hybrid malls als ein Versuch angesehen, ein typisches geschlossenes Einkaufszentrum mit einem urbanen open-air Straßenbild aus Einzelhandel und Entertainment zu verbinden. Als Unterhaltungskomponente werden Multiplexkinos, Themen-Restaurants, Kinderspielplätze oder Eislaufbahnen angesehen. Für das in New York ansässige International Council of Shopping Centers war es 2001 die erste große Veränderung in der regionalen Shoppingcenter-Entwicklung seit 1956.
Außerdem werden sogenannte Outlet-Center heute in Amerika häufig als hybrid mall bezeichnet. Hier besteht die Mischung überwiegend aus Outlet-stores und normalen Ladengeschäften zu Ladenniveau-Preisen. Aber auch hier werden durchaus noch weitere Möglichkeiten hinzugefügt, in dem die soeben beschriebene Mischungsvariante mit einer Entertainment-Komponente erweitert wird.
1. Begriffserklärungen ausgewählter Handelsimmobilien: Dieses Kapitel definiert klassische Handelsimmobilien wie Shoppingcenter und Fachmarktzentren und erläutert deren spezifische Merkmale sowie die Notwendigkeit einer klaren Differenzierung.
2. Hybride Malls: Hier wird der Begriff Hybride Mall im internationalen Vergleich beleuchtet und die spezifische Ausprägung des deutschen Konzepts als Mischform zwischen Shoppingcenter und Fachmarktzentrum herausgearbeitet.
3. Aktuelle Marktsituation: Dieser Abschnitt analysiert den Bestand und die Entwicklung von Handelsimmobilien in Deutschland und stellt fest, dass kleinere, hybride Center zunehmend an Bedeutung gewinnen.
4. Chancen und Risiken: Dieses Kapitel identifiziert strategische Vorteile wie höhere Mieterträge und planungsrechtliche Erleichterungen, stellt diesen jedoch Risiken wie Flächenineffizienz und mangelnde Anziehungskraft gegenüber.
5. Gelungenes Beispiel: Anhand des Mönkhof Karrees in Lübeck wird ein erfolgreich umgesetztes hybrides Center analysiert, das als Benchmark für diesen neuen Typus dienen kann.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Hybride Mall als erfolgsversprechende Lösung für die Belebung von Mittelstädten und für die Nachnutzung von Leerständen, sofern die kritischen Erfolgsfaktoren beachtet werden.
Hybride Mall, Einzelhandelsimmobilien, Shoppingcenter, Fachmarktzentrum, Immobilienprojektentwicklung, Mietermix, Standortanalyse, Flächengröße, Rendite, Nahversorgung, Stadtentwicklung, Deutschland, Immobilienmarkt, Frequenz, Investitionskosten
Die Bachelorarbeit untersucht die Chancen und Risiken der noch jungen Immobilien-Betriebsform "Hybride Mall" in Deutschland.
Die Arbeit fokussiert sich auf die begriffliche Abgrenzung, die Marktsituation, ökonomische Vorteile für Projektentwickler sowie Risikofaktoren wie Standortwahl und Flächenplanung.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob die Hybride Mall eine nachhaltige Marktchance für die deutsche Immobilienwirtschaft darstellt oder lediglich ein kurzfristiger Hype ist.
Es wurde eine Kombination aus theoretischer Aufarbeitung der Fachliteratur und einer Untersuchung realisierter Fallbeispiele angewandt, um die Marktpositionierung der untersuchten Objekte zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktanalyse, die Darstellung der Chancen und Risiken sowie eine detaillierte Fallstudie zu gelungenen Beispielobjekten wie dem Mönkhof Karree.
Zentrale Begriffe sind Hybride Mall, Mietermix, Immobilienprojektentwicklung, Standortanalyse sowie die Unterscheidung zwischen Shoppingcentern und Fachmarktzentren.
Die Autorin verdeutlicht, dass die deutsche Hybride Mall eine spezifische Mischform aus Shoppingcenter und Fachmarktzentrum ist, die maximal 15.000 m² umfasst, während internationale „Hybrid Malls“ oft andere Konzepte oder Dimensionen verfolgen.
Die Größe ist ein kritischer Erfolgsfaktor; eine Flächenbegrenzung auf ca. 15.000 m² wird als Standard angesehen, wobei Unter- oder Überschreitungen die Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz des Konzepts massiv beeinflussen können.
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