Diplomarbeit, 2003
162 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 STAND DES PROBLEMS
2.1 Zum Zusammenhang zwischen Bonität, Rating und Erfolgsfaktorenforschung
2.2 Theorien und empirische Befunde der Erfolgsfaktorenforschung
2.3 Ausgewählte empirische Studien zur Erfolgsfaktorenforschung und Insolvenzforschung
2.3.1 Charakteristika und Besonderheiten kleiner und mittelständischer Unternehmen
2.3.2 Empirische Studien zu Erfolgsfaktoren mittelständischer Unternehmen
2.3.2.1 Erfolgsfaktor Unternehmensleitung
2.3.2.2 Erfolgsfaktor Planungs-, Führungs- und Kontrollinstrumente
2.3.2.3 Erfolgsfaktor Mitarbeiter
2.3.3 Empirische Studien zur Insolvenzforschung
2.4 Vorbereitung der Banken auf die Anforderungen von Basel II
2.4.1 Anforderungen des IRB-Ansatzes: Methode der Banken zur Generierung aussagekräftige Ratingkriterien
2.4.2 Zur Subjektivität der tatsächlichen Kreditwürdigkeitsbeurteilung
2.4.3 Ratingfaktoren und Transparenzverhalten der Banken
2.5 Zusammenfassung
3 ENTWICKLUNG DES SCREENINGINSTRUMENTES
3.1 Anspruch des Screeninginstrumentes
3.2 Konstruktion des Fragebogens
3.2.1 Eignungsüberprüfung bestehender Fragebögen
3.2.2 Zusammenstellung der Fragebogenitems
3.2.3 Das Validitätskriterium
3.3 Zur Verfälschungssicherheit
4 ABLEITUNG DER HYPOTHESEN
4.1 Hypothesenkomplex 1
4.2 Hypothesenkomplex 2
4.3 Hypothesenkomplex 3
5 METHODE
5.1 Erstkonstruktion und Überprüfung
5.2 Datensammlungsmethode, Stichprobe und zeitlicher Verlauf der Erhebung
6 ERGEBNISSE
6.1 Reliabilitätsanalysen der gebildeten Skalen
6.2 Ergebnisse zum Hypothesenkomplex 1
6.3 Ergebnisse zum Hypothesenkomplex 2
6.4 Ergebnisse zum Hypothesenkomplex 3
7 DISKUSSION
7.1 Überprüfung der Gütekriterien
7.2 Implikationen
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung und Validierung eines Screening-Fragebogens, der kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei helfen soll, ihre Stärken und Schwächen für ein Basel II-Rating zu identifizieren, sowie die Untersuchung der Rolle von „weichen“ Erfolgsfaktoren bei der Kreditvergabe.
2.3.2.1 Erfolgsfaktor Unternehmensleitung
Die große Bedeutung der Unternehmensleitung für den Erfolg eines Unternehmens liegt nach Ladiges (1992) vor allem darin, dass letztendlich jede unternehmerische Fehlentwicklung durch Führungsentscheidungen initiiert wird.
Zur Präzisierung und Differenzierung unterteilt Daschmann den Punkt Unternehmensleitung wie folgt (Daschmann, 1994, S. 93 ff):
a) Qualifikation der Unternehmensführung, d.h. Ausbildung und Erfahrung im Sinne von beruflichem und branchenbezogenen Fach- und Expertenwissen
b) Motivstruktur und Werthaltungen der Unternehmensführung
Zu a): Qualifikation der Unternehmensführung lassen sich folgende Studien und Befunde zusammenfassen (alle im folgenden als Stichpunkte dargestellte Arbeiten zitiert nach Daschmann, 1994, S. 93 ff.):
- Cooper und Bruno (1977, S. 21) sowie Mayer und Goldstein (1961, S. 105): beide Studien sind im Bereich der Gründerforschung angesiedelt, d.h. untersuchten Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren neugegründeter Unternehmen und fanden heraus, dass vorherige unternehmerische Erfahrung in einer ähnlichen Tätigkeit einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellt.
- Eine weitere stammt von Seibert, der eine starke Korrelation zwischen der (in engem Zusammenhang mit der beruflichen Erfahrung der Unternehmensleitung stehenden) „Fähigkeit zum Erkennen und Abschätzen von Chancen und Risiken“ und „Branchenerfahrung“ auf der einen, Rentabilität und Wachstum des Unternehmens auf der anderen Seite feststellte. (Seibert 1987, S. 187)
- Zum Zusammenhang zwischen formaler Ausbildung (Anteil der Hochschulabsolventen an den Beschäftigten sowie Unterscheidung zwischen technischer und kaufmännischer Richtung der Ausbildung) und dem Unternehmenserfolg (gemessen anhand der Umsatz- und Gewinnentwicklung in den letzten 5 Jahren im Vergleich zum Branchendurchschnitt) zeigten Krämer und Biehl (1983), dass insbesondere im Bereich des Allgemeinen Managements der Anteil der Akademiker in erfolgreichen Unternehmen höher ist.
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema Basel II und die Problematik von Unternehmensinsolvenzen in Deutschland.
2 STAND DES PROBLEMS: Detaillierte Auseinandersetzung mit Theorien und Studien zu Erfolgsfaktoren, Insolvenzursachen und den Anforderungen von Basel II.
3 ENTWICKLUNG DES SCREENINGINSTRUMENTES: Beschreibung der Konstruktion des Fragebogens zur Vorab-Identifizierung von Stärken und Schwächen im Rahmen von Basel II.
4 ABLEITUNG DER HYPOTHESEN: Herleitung der zu untersuchenden Hypothesen basierend auf den theoretischen Erkenntnissen.
5 METHODE: Darstellung der Stichprobenrekrutierung, der Datenerhebung und des methodischen Vorgehens bei der Konstruktion und Erprobung.
6 ERGEBNISSE: Präsentation der statistischen Analysen und Auswertungen hinsichtlich der formulierten Hypothesen.
7 DISKUSSION: Kritische Reflexion der Ergebnisse, methodische Einschränkungen sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Basel II, Rating, Screening-Instrument, Erfolgsfaktorenforschung, Insolvenzursachenforschung, KMU, Kreditrisiko, Unternehmensführung, Organisationspsychologie, Zielsetzungstheorie, Bonität, Eigenkapitalquote, Kreditausfallrisiko, Unternehmensplanung, Arbeitsmotivation.
Die Diplomarbeit untersucht die Entwicklung und Validierung eines Screening-Instruments, das kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) eine erste Einschätzung ihrer Bonität im Kontext der Basel II-Eigenkapitalrichtlinien ermöglichen soll.
Die zentralen Themenfelder sind die Erfolgsfaktorenforschung, die Insolvenzursachenforschung, die Organisationspsychologie (insb. Management und Personal) sowie die praktischen Anforderungen des Banken-Ratings unter Basel II.
Ziel ist es, theoriegeleitet ein Instrument zu entwickeln, das KMUs dabei unterstützt, ihre Stärken und Schwächen für ein Basel II-Rating vorab zu identifizieren, und zu untersuchen, wie „weiche“ Faktoren (Management, Personal) neben „harten“ Finanzkennzahlen die Kreditentscheidung beeinflussen.
Es handelt sich um eine explorative Studie, bei der ein Fragebogen konstruiert und empirisch anhand einer Stichprobe von 41 Unternehmen und Experteninterviews mit Kreditexperten validiert wurde.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Rating-Kriterien, die Konstruktion des Fragebogens, die Ableitung von Hypothesen sowie die statistische Auswertung der Daten mittels Faktorenanalysen und Korrelationsrechnungen.
Basel II, Rating, KMU, Erfolgsfaktoren, Insolvenzursachen, Kreditausfallrisiko, Unternehmensführung, Unternehmenserfolg.
Die Studie zeigt, dass „harte“ Faktoren wie Bilanzkennzahlen und die Eigenkapitalquote deutlich stärker gewichtet werden als „weiche“ Faktoren, auch wenn letztere in ihrer Gesamtheit einen Einfluss auf das Krediturteil haben können.
Das Instrument ist für eine positive Selbstdarstellung anfällig, insbesondere in den „weichen“ Bereichen, was in einer quasiexperimentellen Bedingung nachgewiesen wurde.
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