Diplomarbeit, 2012
102 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Begriffsbestimmung und Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise und Abgrenzung
1.4 Recherche
2 Wirtschaftsethische Grundlagen des Islamic Banking
2.1 Der Islam
2.2 Der Koran - die Grundlage des Islams
2.3 Die Scharia - Islamisches Recht
2.3.1 Riba - Zinsverbot und Wucher
2.3.2 Halal und Haram - Die erlaubten und verbotenen Geschäfte
2.3.3 Gharar - Das Verbot von Spekulation
2.3.4 Maysir und Qimar
2.3.5 Das Scharia-Board
3 Schariakonforme Investitions- und Finanzierungstechniken
3.1 Fremdkapitaltechniken
3.1.1 Murabahah
3.1.2 Bay Inah und Tawarruq
3.1.3 Bay Salam
3.1.4 Arbun
3.1.5 Istisnaa
3.1.6 Qard Hassan
3.2 Eigenkapitaltechniken
3.2.1 Mudarabah
3.2.2 Musharakah
3.3 Leasing (Ijarah)
3.4 Sonstige Instrumente und Techniken
3.4.1 Hawala
3.4.2 Rahn
3.4.3 Sarf
3.4.4 Wadiah
3.4.5 Wakalah
4 Islamische Finanzprodukte und Dienstleistungen
4.1 Konten
4.1.1 Kontokorrentkonto
4.1.2 Sparkonto
4.1.3 Investmentkonto
4.2 Karten
4.2.1 EC-Karte
4.2.2 Islamische Kreditkarte
4.3 Kredite
4.3.1 Konsumentenkredit
4.3.2 Baufinanzierung
4.4 Islamic Bonds - Sukuk
4.4.1 Definition und Merkmale
4.4.2 Die wichtigsten Arten von Sukuk
4.4.2.1 Sukuk-al-Ijarah
4.4.2.2 Sukuk-al-Musharakah
4.5 Islamic Fonds
4.6 Islamische Versicherungen - Takaful
4.6.1 Definition und Merkmale
4.6.2 Die wichtigsten Arten von Takaful
4.6.2.1 Mudarabah-Modell
4.6.2.2 Wakalah-Modell
5 Die Entwicklung des Islamic Banking in Malaysia
5.1 Malaysia - Zahlen, Daten und Fakten
5.2 Die Geschichte des Islamic Banking
5.3 Die Performance des islamischen Finanzwesen
5.4 Öffentliche Akzeptanz des Islamic Banking
5.5 Herausforderungen für Malaysia im Bereich Islamic Banking
5.5.1 Produktspezifische Herausforderungen
5.5.2 Betriebswirtschaftliche Herausforderungen
5.5.3 Volkswirtschaftliche Herausforderungen
6 Gesamtbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Zukunftsausblick
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung des Islamic Banking in Malaysia von 1983 bis in die Gegenwart. Das zentrale Ziel ist es, die Grundlagen und Strukturen des islamischen Finanzwesens zu erläutern und die Rolle Malaysias als Vorreiter in diesem globalen Markt zu analysieren, wobei insbesondere gesellschaftliche Wandlungen und spezifische Erfolgsfaktoren sowie Herausforderungen untersucht werden.
2.3.1 Riba - Zinsverbot und Wucher
Das wichtigste Verbot, über das sich alle Gelehrten des Korans einig sind, ist die Erhebung und Zahlung von Zinsen oder zinsähnlichen Beträgen was als Riba (arab.: ربا) bezeichnet wird. Damit ist nicht nur der Wucher gemeint sondern jeder Überschuss bzw. jede Verzinsung. In den primären Quellen der Scharia - Koran und Sunna - wird sich unmissverständlich zu Riba geäußert und diese streng verurteilt.
Im Kapitel „die Kuh“, Sure 2, Vers 275 des Koran steht über Riba das Wichtigste geschrieben. Dort heißt es:
„Die, welche Zins verzehren, sollen nicht anders dastehen als einer, den der Satan erfasst und niedergeschlagen hat. Dies, weil sie sagen: „Kauf ist das Gleiche wie Zinsnehmen.“ Allah hat den Kauf erlaubt, aber Zinsnehmen verboten. Wer eine Ermahnung (wie diese) von seinem Herrn erhält und dann (mit Zinsnehmen) aufhört, der darf das Erhaltene behalten. Seine Sache ist bei Allah. Wer es aber neuem tut – die sind die Bewohner des Feuers und werden ewig darin verweilen.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, definiert das Ziel der Arbeit, skizziert die Vorgehensweise und beschreibt die Methodik der Recherche.
2 Wirtschaftsethische Grundlagen des Islamic Banking: Das Kapitel erläutert die religiösen Fundamente des Islam und der Scharia, wobei spezifische Verbote wie Riba, Gharar und das Konzept des Scharia-Boards im Mittelpunkt stehen.
3 Schariakonforme Investitions- und Finanzierungstechniken: Hier werden verschiedene Techniken der Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung sowie Leasingmodelle vorgestellt, die den Regeln des islamischen Rechts entsprechen.
4 Islamische Finanzprodukte und Dienstleistungen: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor erläuterten Techniken mit konkreten Produkten wie Konten, Kreditkarten, Krediten, Sukuk-Anleihen, Fonds und Takaful-Versicherungen.
5 Die Entwicklung des Islamic Banking in Malaysia: Der Fokus liegt auf der historischen Entwicklung, den Marktdaten, der öffentlichen Akzeptanz und den spezifischen Herausforderungen Malaysias im Bereich des Islamic Banking.
6 Gesamtbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und bietet eine kritische Bewertung sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Islamic Banking, Malaysia, Scharia, Riba, Sukuk, Takaful, Mudarabah, Musharakah, Finanzsystem, Islamisches Recht, Wirtschaftsethik, Bankwesen, Kapitalmarkt, Finanzprodukte, Investitionen
Die Arbeit analysiert die Entwicklung und Struktur des Islamic Banking in Malaysia im Zeitraum von 1983 bis heute unter Berücksichtigung der islamischen Wirtschaftsethik.
Zu den Kernbereichen zählen die ethischen Grundlagen der Scharia, die technischen Umsetzungsmöglichkeiten von Finanzdienstleistungen sowie die spezifische Rolle Malaysias als globaler Hub.
Die Arbeit zielt darauf ab, die Hintergründe des Phänomens Islamic Banking in Malaysia zu durchleuchten und die Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die das Land von anderen asiatischen Staaten unterscheiden.
Der Autor führt eine Literatur- und Internetrecherche durch, um theoretische Grundlagen aufzubereiten und diese mit Daten zur historischen Entwicklung, Performance und den Herausforderungen in Malaysia in Beziehung zu setzen.
Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen der Scharia-konformen Finanzgeschäfte, die detaillierte Darstellung verschiedener Finanzprodukte (von Konten bis Versicherungen) und die spezifische Fallstudie Malaysia ab.
Die zentralen Begriffe sind Islamic Banking, Malaysia, Scharia, Sukuk, Takaful, Mudarabah, Musharakah und Finanzsystem.
Das Scharia-Board ist ein entscheidendes Gremium aus islamischen Gelehrten, das die Konformität sämtlicher Finanzprodukte und Investitionsportfolios mit den Regeln der Scharia prüft und garantiert.
Sukuk sind als schariakonforme Alternativen zu klassischen Anleihen ein zentrales Instrument, das Malaysia genutzt hat, um sich als internationaler Marktführer im islamischen Finanzwesen zu positionieren.
Anstatt Zinsen zu erheben, nutzen islamische Institute Gewinnbeteiligungsmodelle, Handelsgeschäfte oder Leasingstrukturen, bei denen der Ertrag aus einem realen, zugrunde liegenden Vermögenswert resultiert.
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