Bachelorarbeit, 2010
35 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Konzeption der Außen- und Sicherheitspolitik der Administration Bush
2.1. Kernelemente der Nationalen Sicherheitsstrategie von September 2002
2.1.1. Die sicherheitspolitische Neuausrichtung nach den Terroranschlägen vom
11. September 2001
2.1.2. Rolle des Militärs
2.2. Der SORT-Vertrag als rüstungspolitischer Wegweiser
2.2.1. Inhalte und Ziele des Vertrages
2.2.2. Kritik
3. Die Konzeption der Außen- und Sicherheitspolitik der Administration Obama
3.1. Kernelemente der Nationalen Sicherheitsstrategie von Mai 2010
3.1.1. Kooperative Verfahren zur Durchsetzung des neuen Führungsanspruchs der USA
3.1.2. Die Rolle des Militärs
3.2. Der New START- Vertrag als rüstungspolitischer Wegweiser
3.2.1. Inhalte und Ziele des Vertrages
3.2.2 Kritik
4. Die rüstungspolitischen Positionen beider Administrationen im Vergleich
4.1. Gemeinsamkeiten
4.1.1. Kongruente Inhalte der Nationalen Sicherheitsstrategien
4.1.2. Kongruente Inhalte der Rüstungsverträge
4.1.3. Die Begründung von Gemeinsamkeiten aufgrund von konstanten Einflussfaktoren
4.2. Unterschiede
4.2.1. Unterschiede innerhalb der Nationalen Sicherheitsstrategien
4.2.2. Unterschiede innerhalb der Rüstungsverträge
5. Fazit
Die Arbeit untersucht den Wandel in der außen- und sicherheitspolitischen Konzeption der USA beim Übergang von der Bush- zur Obama-Administration, wobei der Fokus exemplarisch auf der Rüstungspolitik und den bilateralen Rüstungsverträgen mit Russland liegt.
2.1.1. Die sicherheitspolitische Neuausrichtung nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben die Außen- und Sicherheitspolitik der USA dauerhaft geprägt. Während zur Zeit des Kalten Krieges eine Bedrohung durch einen greifbaren Feind bestand, der durch eine symmetrische Verwundbarkeit gleichermaßen hätte vernichtet werden können, sind gegen die heutigen asymmetrischen Angriffe die vorhandenen Mittel der Abschreckung nur eingeschränkt wirksam. Dies hat zur Folge, dass sich das über Jahre immer stärker gewordene Sicherheitsdenken noch weiter ausgeprägt hat (vgl. Rudolf 2005: 7).
Diese veränderten Rahmenbedingungen führten zu einer strategischen Neuausrichtung der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik, die sich deutlich in der Nationalen Sicherheitsstrategie von September 2002 widerspiegelt.
Höchste Priorität innerhalb der neuen Außen- und Sicherheitspolitik hatte nun das entschlossene Eintreten im Kampf gegen den Terrorismus.
Das wohl mit Abstand prägendste und zugleich am stärksten zu kritisierende Element der Nationalen Sicherheitsstrategie ist die Doktrin der Präemption als außen- und sicherheitspolitisches Handlungselement. Neben der Ankündigung: while the United States will constantly strive to enlist the support of the international community, we will not hesitate to act alone, if necessary, to exercise our right of self-defense by acting preemptively against such terrorists […] (NSS 2002: 6) liegt innerhalb der Sicherheitsstrategie eine neue Definition des Präemption-Begriffes vor, der eine Ausweitung des traditionellen Begriffes fordert, um auf die aktuellen Gefahren angemessen reagieren zu können (vgl. NSS 2002: 15). Mit dieser Handlung schaffen sich die USA selbst eine Legitimation ihrer Neuausrichtung, auch wenn diese sehr umstritten ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage zum Wandel der US-Außen- und Sicherheitspolitik ein und erläutert das methodische Vorgehen mittels Inhaltsanalyse.
2. Die Konzeption der Außen- und Sicherheitspolitik der Administration Bush: Dieses Kapitel arbeitet die neorealistisch geprägten Kernelemente der Bush-Ära heraus und beleuchtet den SORT-Vertrag als Instrument der rüstungspolitischen Flexibilität.
3. Die Konzeption der Außen- und Sicherheitspolitik der Administration Obama: Der Abschnitt untersucht die neue Sicherheitsstrategie von 2010 und den New START-Vertrag unter dem Aspekt eines veränderten, multilateraleren Führungsanspruchs.
4. Die rüstungspolitischen Positionen beider Administrationen im Vergleich: Hier werden Gemeinsamkeiten (z.B. militärische Vormachtstellung) und Unterschiede (z.B. Rüstungskontrolle, Rolle der Diplomatie) direkt gegenübergestellt.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass sich zwar im Bereich der Rüstungspolitik und des multilateralen Auftretens ein Wandel vollzogen hat, die Rolle der USA als Hegemonialmacht jedoch als Konstante bestehen bleibt.
Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Rüstungspolitik, USA, Administration Bush, Administration Obama, Nationale Sicherheitsstrategie, New START, SORT, Nuklearwaffen, Präemption, Multilateralismus, Neorealismus, Rüstungskontrolle, Hegemonialmacht
Die Arbeit analysiert den Wandel der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik beim Regierungswechsel von George W. Bush zu Barack Obama anhand der Rüstungspolitik.
Zu den Schwerpunkten zählen die Nationale Sicherheitsstrategie, die Bedeutung des Militärs, bilaterale Rüstungsverträge mit Russland und die Veränderung des amerikanischen Führungsanspruchs.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit sich ein inhaltlicher Wandel in der sicherheitspolitischen Konzeption unter Obama im Vergleich zur Vorgängeradministration vollzogen hat.
Die Arbeit nutzt die Methode der Inhaltsanalyse, um Primärquellen wie nationale Sicherheitsstrategien und Rüstungsverträge systematisch zu untersuchen und zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung beider Administrationen sowie einen direkten Vergleich ihrer Positionen hinsichtlich Sicherheitsstrategien und Rüstungskontrolle.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Multilateralismus, Präemption, nukleare Rüstungskontrolle, amerikanischer Exzeptionalismus und globale Führungsrolle.
Während die Bush-Administration zu unilateralem Handeln neigte, zeigt die Administration Obama eine deutlich positivere und kooperativere Haltung gegenüber internationalen Institutionen.
Er gilt aufgrund seiner detaillierten Bestimmungen, Verifikationsmechanismen und der breiteren Einbeziehung verschiedener Waffensysteme als verbindlicheres Instrument als der sehr flexible SORT-Vertrag.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

