Examensarbeit, 2011
66 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Vorüberlegung zur empirischen Untersuchung
1.1. Begründung des Themas
1.2. Darlegung theoretischer Grundlagen
1.2.1. Schüleraktivierung
1.2.2. Ganzheitliches Lernen
1.2.3. Bewegtes Lernen als Teilkonzept
1.3. Zielsetzung der Studie
1.4. Einordnung des Themas in den Lehrplan
2. Darstellung der empirischen Untersuchung
2.1 Beschreibung der empirischen Gesamtplanung und Methodologie
2.2 Unterrichtliche Voraussetzungen in Klasse 6
2.3 Darstellung ausgewählter Unterrichtsstunden in Klasse 6
2.3.1 Beschreibung und Reflexion des Blockes: Introduction Wales
2.3.2 Beschreibung und Reflexion des Blockes: At the Doctor’s
2.4 Unterrichtliche Voraussetzungen in Klasse 10
2.5 Darstellung ausgewählter Unterrichtsstunden in Klasse 10
2.5.1 Beschreibung und Reflexion des Blockes: Righting the Wrongs
2.5.2 Beschreibung und Reflexion des Blockes: The Death Penalty in the US
3. Evaluation der empirischen Untersuchung
3.1. Ziel-Ergebnis-Vergleich und Aussagen zur Problemstellung
3.2. Auswertung der Ergebnisse aus Sicht der Schüler
3.3. Auswertung der Ergebnisse aus Sicht der Lehrer
3.4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial schüleraktivierender, ganzheitlich-bewegter Lernmethoden zur didaktisch-methodischen Auflockerung des Blockunterrichts im Fach Englisch, mit dem Ziel, die Lernmotivation zu erhöhen und Ermüdungserscheinungen bei Schülern der Sekundarstufe entgegenzuwirken.
1.1 Begründung des Themas
Immer mehr Schulen haben sich in jüngster Vergangenheit von der 1911 eingeführten 45-minütigen Unterrichtsstunde abgewandt. Neue Taktungen (zumeist 60 oder 90 Minuten) wurden an mehr und mehr Schulen eingeführt, erprobt und oftmals zum festen Bestandteil des zukünftigen Unterrichts erklärt. Moderner Unterricht passt scheinbar nicht mehr in ein 45-Minuten-Raster (RAUDIES/SCHMITZ). An Gymnasien in Sachsen dominiert dabei der Trend zu 90-minütigen Unterrichtseinheiten, in Anlehnung an die bereits seit langem fest etablierten Doppelstunden der Sekundarstufe II. Doch während es bei herkömmlichen Doppelstunden im Kurssystem Pausen zwischen den zwei 45-minütigen Unterrichtsstunden gibt, wird bei der Umstellung auf 90-Minuten-Einheiten, sogenannten Unterrichtsblöcken, auf eine Pausenunterbrechung verzichtet.
Ein solcher Blockunterricht ist mit dem Schuljahr 2010/11 auch am Gymnasium in Leipzig eingeführt und nun nach einjähriger Erprobung für vorteilhaft befunden worden, weshalb er auch in den kommenden Jahren Anwendung finden wird. Viele Vorteile, die sich auch in Umfragen unter Schülern bestätigt haben, liegen auf der Hand: weniger Unterrichtsfächer pro Tag, also weniger Bücher in der Schultasche und weniger Hausaufgaben für verschiedene Fächer. Folglich eine Freude für Körper und Geist, die auch Neurowissenschaftler bestätigen. So seien sechs bis sieben verschiedene Fächer am Tag aus deren Sicht nicht nur schwer zu (er)tragen, sondern ebenso kontraproduktiv, was den Lernerfolg der Schüler angeht (CORSSEN/LENZEN). Doch daraus eine uneingeschränkte Empfehlung für Blockunterricht ableiten zu wollen, wäre ein Trugschluss. Man gelangt lediglich die Dauer einer Unterrichtseinheit, ohne Schule auch inhaltlich und methodisch zu verändern, sind demotivierte, unkonzentrierte und kognitiv überlastete Schüler keine Seltenheit. Die Umstellung auf Blockunterricht bietet somit also offensichtliche Vorzüge, birgt aber gleichwohl auch Gefahren.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, mich in meinem Unterrichtsversuch näher mit der Thematik des Blockunterrichts zu beschäftigen. Dabei soll es jedoch nicht darum gehen, herauszufinden, ob Blockunterricht besser oder effektiver ist als tradierte 45-minütige Unterrichtsstunden, oder ob die Vorteile gegenüber den Nachteilen überwiegen.
1. Vorüberlegung zur empirischen Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die Beweggründe für die Einführung von Blockunterricht und führt in die theoretischen Grundlagen des ganzheitlichen und bewegten Lernens ein.
2. Darstellung der empirischen Untersuchung: Hier werden die Planung und die Durchführung des Unterrichtsversuchs in den Klassenstufen 6 und 10 detailliert beschrieben, inklusive der angewandten Methoden.
3. Evaluation der empirischen Untersuchung: Das letzte Kapitel wertet die erhobenen Daten aus Sicht der Schüler und der Lehrer aus und zieht ein abschließendes Fazit zur Anwendbarkeit der Methoden.
Blockunterricht, Schüleraktivierung, ganzheitliches Lernen, bewegtes Lernen, Englischunterricht, Handlungsorientierung, 90-Minuten-Takt, Lernmotivation, Unterrichtsmethoden, Sekundarstufe, multisensorisches Lernen, empirische Studie, Klassenstufe 6, Klassenstufe 10, Lernprozesse
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Gestaltung von 90-minütigen Unterrichtsblöcken im Fach Englisch, um durch aktivierende Lernformen die Konzentration und Motivation der Schüler zu steigern.
Die zentralen Schwerpunkte bilden die Konzepte der Schüleraktivierung, des ganzheitlichen Lernens sowie die gezielte Integration von Bewegung in den Unterrichtsalltag.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Blockunterricht didaktisch-methodisch aufgelockert werden kann, um Ermüdung zu vermeiden und den Lernerfolg zu fördern.
Die Autorin führt einen empirischen Unterrichtsversuch durch, begleitet von Umfragen, Fragebögen, dem Methodenbarometer und einem Blitzlicht-Feedback bei den Schülern.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung und die praktische Darstellung sowie Reflexion konkreter Unterrichtssequenzen in den Klassenstufen 6 und 10.
Schlüsselbegriffe sind Blockunterricht, Schüleraktivierung, bewegtes Lernen, Englischunterricht und pädagogische Handlungsorientierung.
Während in Klasse 6 eher spielerische Elemente wie das "Roboter-Spiel" zur Vokabelerarbeitung genutzt werden, fordern die Schüler der Klasse 10 komplexere, diskursive Formate wie das "Gruppenpuzzle" oder das "Kugellager" zu kontroversen Themen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Lehrer durch den Einsatz dieser Methoden verstärkt die Rolle eines Beraters und Moderators einnimmt, um die Selbstständigkeit der Schüler zu fördern.
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