Masterarbeit, 2012
69 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung
2. Analyse von U.S. Bankenrenditen
2.1. Datenermittlung und -verarbeitung
2.2. Das Fünf-Faktormodell
2.3. Die Regressionsergebnisse für Depotbanken und ein Vergleich mit Gandhi und Lustig
2.4. Regressionsergebnisse für einen Datensatz mit allen Finanzinstituten
2.5. Regressionsergebnisse von D2 für den Zeitraum 1980 bis 2011
2.6. Vergleich der Ergebnisse mit denen von Nicht-Finanzunternehmen
3. Die Hauptkomponentenanalyse
3.1. Die Ermittlung und Analyse der Hauptkomponenten
3.2. Erklärung der Größenanomalie durch die zweite Hauptkomponente?
3.3. Beurteilung des Regressionsergebnisses und ökonomische Analyse der zweiten Hauptkomponente
4. Informationsrisiko als Erklärung für die Größenanomalie in Bankenrenditen?
4.1. Informationsrisiko und der Einfluss auf die Kapitalkosten
4.2. Gründe für eine unterschiedliche Höhe des Informationsrisikos innerhalb der Größenportfolios
4.3. Erklärt der AQ-Faktor die Größenanomalie bei Banken?
5. Systemisches Risiko als Erklärung für die Größenanomalie?
5.1. Grundlagen von systemischem Risiko und dessen Auswirkungen auf die Finanzinstrumente
5.2. Der Zusammenhang zwischen systemischer Relevanz und der Größenanomalie nach Gandhi und Lustig
5.3. Die zweite Hauptkomponente als Maß für systemisches Risiko
6. Fazit
Die Masterarbeit repliziert und erweitert die Untersuchung von Gandhi und Lustig (2011/2012) zur Größenanomalie bei U.S. Bankenrenditen. Ziel ist es, die ökonomischen Ursachen hinter der Beobachtung zu identifizieren, dass Banken mit größerer Marktkapitalisierung geringere risikoadjustierte Renditen erzielen als Banken mit kleinerer Marktkapitalisierung, indem Faktoren wie Informationsrisiko und systemische Relevanz analysiert werden.
1. Problemstellung
Viele von Wissenschaftlern entdeckte Anomalien in den Renditen von Aktien führten zu der Entwicklung von heute bedeutenden Asset-Pricing-Faktoren, die helfen, diese bestmöglich erklären zu können. Eine Anomalie versteht sich dabei nach Kuhn als eine Beobachtung oder ein Resultat, welche(s) nicht durch das aktuell dominierende Paradigma erklärt werden kann. Paradigma beschreibt dabei das Modell oder die Theorie, welche(s) vorherrschend verwendet wird, um die Problemstellung weitestgehend zu erklären.
So entdeckten Gandhi und Lustig in ihrem Paper „Size Anomalies in U.S. Bank Stock Returns“ eine Größenanomalie in den Renditen von Bankaktien, die auftritt, wenn die vorherrschenden Faktoren (aktuell herrschende Paradigmen) bei einer Zeitreihenregression für deren Erklärung verwendet werden. Die Zeitreihenregression wurde dabei mit monatlich wertgewichteten U.S. Bankenrenditen über den Zeitraum von 1970 bis 2005 durchgeführt. Die Banken wurden dabei zehn verschiedenen Portfolios, die anhand der Höhe der Marktkapitalisierung gebildet wurden, zugeordnet. Dabei kamen Gandhi und Lustig zu dem Ergebnis, dass Banken mit großer Marktkapitalisierung geringere risikoadjustierte Renditen aufweisen als Banken mit kleinerer Marktkapitalisierung.
1. Problemstellung: Das Kapitel führt in die Thematik der Größenanomalie bei Bankaktien ein und erläutert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Replikation der Arbeit von Gandhi und Lustig.
2. Analyse von U.S. Bankenrenditen: Hier werden die Daten ermittelt, verarbeitet und eine Zeitreihenregression unter Verwendung eines Fünf-Faktormodells durchgeführt, um die Größenanomalie in verschiedenen Datensätzen zu validieren.
3. Die Hauptkomponentenanalyse: Dieses Kapitel extrahiert mittels Hauptkomponentenanalyse zusätzliche Faktoren aus den Residuen der Regression, um das Phänomen der Größenanomalie besser zu erfassen und ökonomisch zu interpretieren.
4. Informationsrisiko als Erklärung für die Größenanomalie in Bankenrenditen?: Es wird untersucht, ob Unterschiede im Informationsrisiko (gemessen durch den AQ-Faktor) zwischen großen und kleinen Banken die beobachtete Renditedifferenz erklären können.
5. Systemisches Risiko als Erklärung für die Größenanomalie?: Die Analyse befasst sich mit der Rolle von systemischem Risiko und impliziten Staatsgarantien als potenzielle Treiber für die Differenz in den risikoadjustierten Renditen.
6. Fazit: Das Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf bezüglich des untersuchten Paradigmas.
Größenanomalie, Bankenrenditen, Asset-Pricing, Hauptkomponentenanalyse, Fünf-Faktormodell, Informationsrisiko, Systemisches Risiko, Kapitalkosten, Marktkapitalisierung, Renditedifferenz, Bankenbranche, Risikoadjustierte Renditen, Staatsgarantien, Zeitreihenregression.
Die Arbeit untersucht die Größenanomalie bei U.S. Banken, also die Beobachtung, dass kleinere Banken tendenziell höhere risikoadjustierte Renditen erzielen als sehr große Banken.
Die Schwerpunkte liegen auf der Asset-Pricing-Theorie, der Analyse von Bankenrenditen, der Rolle von Informationsrisiken sowie der Auswirkung von systemischem Risiko und impliziten Staatsgarantien auf die Renditen.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, ob die bekannte Größenanomalie durch zusätzliche Risikofaktoren wie Informationsasymmetrien oder eine spezifische systemische Komponente, die mittels Hauptkomponentenanalyse isoliert wird, erklärt werden kann.
Es werden empirische Zeitreihenregressionen, eine Hauptkomponentenanalyse sowie Korrelationsanalysen mit makroökonomischen Zeitreihen eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Modellierung der Bankenrenditen mit einem Fünf-Faktormodell, die mathematische Extraktion von Hauptkomponenten aus den Residuen sowie die ökonomische Untersuchung von Informations- und Systemrisiken.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Größenanomalie, Bankenrenditen, Hauptkomponentenanalyse, Informationsrisiko und Systemisches Risiko beschreiben.
Der AQ-Faktor (Accruals-Qualität) wird verwendet, um die Qualität der Rechnungslegung zu messen, da Banken für Investoren aufgrund ihrer komplexen Geschäftsmodelle ein höheres Informationsrisiko darstellen.
Große Banken gelten oft als "too-big-to-fail", was zu einer impliziten Staatsgarantie führen kann, die sich auf die Risikoprämien und damit auf die Renditen auswirkt.
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