Masterarbeit, 2011
136 Seiten, Note: 1,85
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
A THEORETISCHER TEIL
2 Politische Kommunikation
2.1 Forschungsfeld
2.2 Begriffsbestimmungen
2.3 Verhältnis von Medien und Politik
2.4 Politische Funktionen von Massenmedien
3 Mediale Konstruktion der Wirklichkeit
3.1 Realismus vs. Konstruktivismus
3.2 Realitäts-Fiktions-Unterscheidungen
3.3 Das Entstehen und Wirken politischer Nachrichten
3.3.1 Nachrichtenfaktoren
3.3.2 Issue Management
3.3.3 Schlüsselereignisse
3.3.4 Agenda-Setting
3.3.5 Politisches Priming
3.4 Skandalisierung
4 Politik und Medien in den USA
4.1 Wandel in der US-politischen Kommunikation
4.2 Politisches System
4.3 Mediensystem
5 Politische Berichterstattung in den USA
5.1 Allgemein
5.2 Public Relations
5.2.1 PR-Berater
5.2.2 Strategien der politischen PR
5.2.3 Political Consultants bzw. Spin Doctors
5.2.4 Verhältnis zwischen Journalisten und Spin Doctors
5.3 Kritische Öffentlichkeit? - Stereotypisierung der Gesellschaft
6 Wahlkampf
6.1 Die Rolle des Präsidenten
6.2 Wahlkampfkommunikation
6.3 Wahlkampffinanzierung
6.4 Der Präsidentschaftswahlkampf 1996: Medien und Werbung
6.5 Der Präsidentschaftswahlkampf 2004: Im Schatten des Terrors
7 Zusammenfassung
B EMPIRISCHER TEIL: Filmanalyse zu “Wag the Dog”
8 Allgemeines zum Film
8.1 Hintergrund
8.2 Regisseur Barry Levinson
9 Narrationsanalyse
9.1 Handlungsablauf
9.2 Handlungsphasen
9.3 Erzählstrategie
9.4 Leitmotive/ Themen
9.5 Politische Satire als Stilmittel
10 Bauanalyse
10.1 Bild
10.2 Filmton
10.3 Schnitt / Montage
10.4 Symbolik
11 Figurenanalyse
11.1 Allgemein
11.1.1 Figurenkonstellation
11.1.2 Figurentypisierung
11.1.3 Figurenkategorisierung
11.2 Charakterisierung der Medienmacher und des Helden
11.2.1 Conrad Brean
11.2.2 Stanley Motss
11.2.3 Das Team von Motss
11.2.4 Schumann – der mediale Kriegsheld
11.3 Charakterisierung der politischen Figuren
11.3.1 Der Präsident und das Kätzchen
11.3.2 Winifred Ames
11.3.3 Der Gegenkandidat Senator Neal
11.4 Charakterisierung der Öffentlichkeit
12 Analyse des politischen Wahlkampfes über die Medien
12.1 Wahlwerbung
12.2 Strategie der politischen Berater
12.3 Medienberichterstattung
13 Interpretation des Filmtitels
C Zusammenführung
14 Parallelen zwischen Film und Theorie
14.1 Politik und Strategien
14.2 Medienberichterstattung
14.3 Verhältnis zwischen Medien und Politik
14.4 Öffentlichkeit
15 Parallelen zwischen Film und Realität
16 Fazit
Die Arbeit untersucht das Wechselspiel zwischen Politik und Medien, insbesondere im Kontext von US-Wahlkämpfen. Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Nachrichten konstruiert und manipuliert werden können, um politische Interessen durchzusetzen, wobei der Film „Wag the Dog“ als empirisches Beispiel für die mediale Inszenierung eines fiktiven Krieges dient.
1 Einleitung
Vor fast 35 Jahren sagte Arterton (1977, S. 4, nach Bennett 2001, S. 118) bereits „The media is the campaign“. Als wirkungsvollstes Wahlkampfinstrument in den Medien wird das Fernsehen eingeschätzt, aufgrund der gewaltigen Reichweite und den spezifischen Kommunikationsqualitäten. Es besitzt ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit mit dem Anschein von Authentizität, welches es ermöglicht, Images, Emotionen und Stimmungen zu vermitteln (Schulz & Schönbach 1983, S. 11; Classen & Arnold 2010, S. 11).
Einige Nachrichten beeinflussen das Verhalten der Menschen stark. Selbst wenn die Nachricht richtig ist und der Wahrheit entspricht, ist dies keine hinreichende Voraussetzung, um rationale Folgerungen abzuleiten (Kepplinger 2011, S. 99). So wird zum Beispiel mehr Lotto gespielt, wenn über einen enorm großen Jackpot berichtet wird, obwohl sich bei einer steigenden Anzahl von Wetten die Chancen auf den Gewinn der Gesamtsumme des Jackpots verringern (vgl. u.a. Augsburger Allgemeine 2011).
Bei Berichten über den EHEC-Erreger war für eine längere Zeit ungewiss, woher dieser kommt. Demzufolge verzichteten die Deutschen teilweise komplett auf Gemüse. Dies führte nicht nur zu einer ungesünderen Ernährung durch den Konsumenten, sondern auch zu finanziellen Krisen und Existenzängsten der Bauern, die ihr Gemüse nicht mehr verkaufen konnten (vgl. u.a. Focus 2011). Selbst nachdem es offizielle Entwarnungen gab, waren die Menschen bereits so verängstigt, dass einige weiterhin vor den Kauf von Obst zurückschreckten (vgl. u.a. Rhein-Zeitung 2011).
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Medien für politische Kampagnen und die zentrale Forschungsfrage.
2 Politische Kommunikation: Definition des Forschungsfeldes und Analyse des komplexen Verhältnisses zwischen politischen Akteuren und Medien.
3 Mediale Konstruktion der Wirklichkeit: Untersuchung, wie Medien Realität durch Nachrichtenfaktoren, Agenda-Setting und Priming konstruieren.
4 Politik und Medien in den USA: Analyse des spezifischen US-amerikanischen Systems und der kommerziellen Mediensysteme.
5 Politische Berichterstattung in den USA: Fokus auf Public Relations, die Rolle von Spin Doctors und deren Einfluss auf den Journalismus.
6 Wahlkampf: Detaillierte Betrachtung von Wahlkampfkommunikation, Finanzierung und der Personalisierung von Kandidaten.
7 Zusammenfassung: Synthese der theoretischen Erkenntnisse über die mediale Durchdringung der Politik.
8 Allgemeines zum Film: Hintergrundinformationen zu Barry Levinsons Politsatire "Wag the Dog".
9 Narrationsanalyse: Untersuchung des Handlungsverlaufs und der dramaturgischen Struktur des Films.
10 Bauanalyse: Analyse filmischer Gestaltungsmittel wie Kameraführung, Schnitt und Symbolik.
11 Figurenanalyse: Charakterisierung der zentralen Akteure im Film und deren Funktionen in der Medienmanipulation.
12 Analyse des politischen Wahlkampfes über die Medien: Untersuchung der im Film gezeigten Wahlwerbung und Strategien der Berater.
13 Interpretation des Filmtitels: Analyse der Metapher des "wedelnden Schwanzes" im Kontext der Medienmacht.
14 Parallelen zwischen Film und Theorie: Vergleich der fiktiven Ereignisse im Film mit theoretischen Kommunikationsmodellen und realen historischen Ereignissen.
15 Parallelen zwischen Film und Realität: Diskussion der Übertragbarkeit der filmischen Medienmanipulation auf reale politische Konflikte.
16 Fazit: Abschließende Bewertung, inwieweit die mediale Inszenierung von Politik in modernen Demokratien möglich ist.
Politische Kommunikation, Medienmanipulation, Wag the Dog, Spin Doctor, Public Relations, Agenda-Setting, Priming, Wahlkampf, Politainment, Inszenierung, Konstruktivismus, Nachrichtenwerte, Mediendemokratie, Politische Berichterstattung, Propaganda.
Die Arbeit analysiert die Mechanismen politischer Kommunikation und Medienmanipulation. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie Akteure durch geschickte Inszenierungen die öffentliche Meinung steuern können.
Zu den Kernbereichen gehören das Verhältnis von Medien und Politik, die Bedeutung von Public Relations in den USA, die Theorie des Agenda-Setting sowie die Analyse von Wahlkampfstrategien.
Das Ziel ist es, durch eine theoretische Fundierung und eine empirische Filmanalyse von "Wag the Dog" zu klären, inwieweit fiktive Medienmanipulationen als Reflexion realer politischer Prozesse verstanden werden können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse politologischer und kommunikationswissenschaftlicher Ansätze, kombiniert mit einer strukturierten Filmanalyse (Narrations-, Bau- und Figurenanalyse) sowie einem Vergleich von Film- und Realitätsaspekten.
Der theoretische Teil beleuchtet die Macht der Medien und die Entstehung politischer Nachrichten. Der empirische Teil analysiert den Film "Wag the Dog" hinsichtlich seiner narrativen Strategien, der Darstellung von Medienmachern und der Inszenierung des Wahlkampfes.
Wesentliche Begriffe sind Politische Kommunikation, Medienmanipulation, Spin Doctoring, Agenda-Setting und Politainment.
Der Film dient als paradigmatisches Beispiel für eine inszenierte Realität, da er die Instrumentalisierung von Journalismus durch politische Berater überspitzt, aber realitätsnah darstellt.
Die Arbeit zeigt auf, dass Spin Doctors als Akteure fungieren, die durch gezielte Information und strategisches Framing Nachrichtenwerte beeinflussen, um politische Narrative in der Öffentlichkeit zu verankern.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwar eine vollständige Inszenierung eines Krieges wie im Film unwahrscheinlich ist, aber einzelne Elemente der Manipulation, wie etwa das Framing von Bedrohungsszenarien, in der realen Kriegsberichterstattung durchaus vorkommen.
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