Diplomarbeit, 2008
156 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Fernsehen als zentrales Medium der Sportvermarktung
2.1 Das duale Rundfunksystem
2.2 Fernsehformen
2.2.1 Öffentlich-rechtliche Fernsehveranstalter
2.2.2 Privat-kommerzielle Fernsehveranstalter
2.3.3 Pay-TV-Veranstalter
2.2.4 Europäische Fernsehsysteme im Überblick
2.3 TV-Rechtehandel als relevanter Markt
2.3.1 Erste Forderungen nach Übertragungsentgelten
2.3.2 Ökonomische Eigenschaften von TV-Rechten
2.3.3 Wirtschaftliche Wertigkeit von TV-Rechten
2.4 Vermarktung von TV-Rechten im internationalen Ligasport
2.4.1 Vermarktungsformen
2.4.1.1 Dezentrale Vermarktung
2.4.1.2 Zentrale Vermarktung
2.4.2 Wettbewerbsstrategische Implikationen der Veranstalter
2.4.3 Wettbewerbsstrategische Implikationen der Fernsehsender
2.5 TV-Vermarktung von Sportgroßveranstaltungen
2.5.1 Sportveranstaltungen als Fernsehware
2.5.2 Sportveranstaltungen als positionale Güter
2.5.3 Die Rolle von Sportvermarktungsagenturen
2.6 Zwischenfazit
3 Strukturen des TV-Markts für Sportgroßevents
3.1 Markt- und Branchenanalyse nach Porter
3.1.1 Brancheninterne Konkurrenz
3.1.2 Die Gefahr des Markteintritts
3.1.3 Druck durch Substitutionsprodukte
3.1.4 Verhandlungsstärke der Abnehmer
3.1.5 Verhandlungsstärke der Lieferanten
3.2 Zwischenfazit
4 Fallstudien zu den Top-Five Sportgroßevents
4.1 Methodische Vorgehensweise
4.1.1 Dokumentenanalyse
4.1.2 Experteninterview
4.2 FIFA Fußball-Weltmeisterschaft
4.2.1 Analyse des Events
4.2.2 Vermarktung im TV
4.3 UEFA Fußball-Europameisterschaft
4.3.1 Analyse des Events
4.3.2 Vermarktung im TV
4.4 Olympische Sommerspiele
4.4.1 Analyse des Events
4.4.2 Vermarktung im TV
4.5 Olympische Winterspiele
4.5.1 Analyse des Events
4.5.2 Vermarktung im TV
4.6 IRB Rugby World Cup
4.6.1 Analyse des Events
4.6.2 Vermarktung im TV
4.7 Diskussion: Vermarktungsstrategien im Vergleich
5 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Strukturen der internationalen TV-Vermarktung von Sportgroßveranstaltungen und analysiert, wie Medienkonzerne und Sportverbände diese Rechte als strategisches Instrument einsetzen. Ziel ist es, die Marktdynamik der fünf weltweit bedeutendsten Sportevents (Top-Five) aufzuzeigen und die Auswirkungen auf die Vermarktungsstrategien kritisch zu bewerten.
3.1.2 Die Gefahr des Markteintritts
Die Gefahr bei Marktzutritten neuer Teilnehmer, sprich von Konkurrenten, „[…] bringt den Wunsch nach Gewinn und oft erhebliche Mittel in die Branche ein“ (Porter, 1999, S. 37). Infolge dessen kann es zu einer Drückung der Preise oder einer Erhöhung der Kosten der etablierten Wettbewerber und somit zu einem Absinken der Rentabilität kommen (vgl. ebd.). Die Gefahr des Markteintritts hängt von zwei wesentlichen Faktoren, nämlich erstens von den existierenden Eintrittsbarrieren und zweitens von den Reaktionen der bereits etablierten Wettbewerber ab. Dabei gilt: „Sind die Barrieren hoch und/oder muß der Neue scharfe Gegenmaßnahmen seitens der eingesessenen Anbieter erwarten, so ist die Gefahr des Eintritts gering“ (ebd.).
(1) Verbände
Sportligen in Europa sind traditionell nach dem Prinzip der „vertikalen Integration“ aufgebaut. Zusätzlich wird innerhalb der Ligen zwischen Alter und Spielqualität differenziert. Der Marktzutritt ist eng an den sportlichen Erfolg geknüpft, denn ein Wechsel zwischen einzelnen Ligen ist nur im Falle des Auf- bzw. Abstiegs von Vereinen gewährleistet. Die für Ligensysteme charakteristischen „[…] Auf- und Abstiegsbarrieren stellen somit institutionelle Markteintrittsbarrieren dar“ (Elter, 2003, S. 134 f.). Die Gefahr des Markteintritts eines oder mehrerer weiterer Anbieter ist aufgrund des „Ein-Platz-Prinzips“ aus Sicht der Weltverbände nicht gegeben. Insgesamt kann deshalb festgehalten werden, dass die Markteintrittsbarrieren für externe Wettbewerber extrem hoch bzw. unerreichbar sind, und eine Gefahr für die einzelnen Weltverbände praktisch nicht existent ist.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema der internationalen TV-Vermarktung von Sportgroßevents unter Berücksichtigung ökonomischer und strategischer Gesichtspunkte.
2 Fernsehen als zentrales Medium der Sportvermarktung: Theoretische Grundlegung zum dualen Rundfunksystem, den Akteuren im TV-Rechtehandel und den Vermarktungsformen im Ligasport.
3 Strukturen des TV-Markts für Sportgroßevents: Analyse der Marktstruktur mittels Porters Five-Forces-Modell unter besonderer Berücksichtigung der speziellen Anforderungen für Sportgroßveranstaltungen.
4 Fallstudien zu den Top-Five Sportgroßevents: Empirische Untersuchung der Vermarktungsstrategien von fünf ausgewählten Weltsportereignissen durch Dokumentenanalyse und Experteninterviews.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Steuerung im Spannungsfeld von Wirtschaft und Sport.
TV-Vermarktung, Sportgroßevents, Sportrechte, Fernsehrechte, Medienökonomie, Sponsoring, Sportmanagement, Rechteagenturen, Vermarktungsstrategie, Pay-TV, Free-TV, Digitalisierung, Branchenanalyse, Zentralvermarktung, Sportevent
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Rahmenbedingungen und die strategische Bedeutung der TV-Vermarktung für Sportgroßveranstaltungen im internationalen Vergleich.
Im Zentrum stehen die Struktur des TV-Marktes, die ökonomischen Eigenschaften von Sportübertragungsrechten, die Rolle von Vermarktungsagenturen sowie die spezifischen Strategien zur Vermarktung von Top-Five-Sportevents.
Das Ziel ist es, die Bedeutung der TV-Vermarktung für Veranstalter und Medien zu beleuchten, die Marktstrukturen kritisch zu hinterfragen und strategische Handlungsoptionen für die zukünftige Sportentwicklung abzuleiten.
Die Untersuchung basiert auf einer fundierten Dokumentenanalyse sowie problemzentrierten Experteninterviews mit Fachleuten aus dem Sportmanagement und der Medienbranche.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Marktanalyse nach Porter und eine empirische Fallstudien-Reihe, die fünf spezifische internationale Sportgroßereignisse analysiert.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem TV-Vermarktung, Sportgroßevents, Sportrechte, Medienökonomie, Sponsoring und Rechtevermarktung.
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