Hausarbeit, 2012
10 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlagen der Gentechnik in der Landwirtschaft
3. Chancen der Gentechnik im Bezug auf Mangelernährungen und Unterversorgung
3.1 Kalorienmangel
3.2 Proteinmangel
3.3 Vitaminmangel
4. Gentechnisch veränderte Grundnahrungsmittel und Leistungsvergleich
5. Integration der Gentechnik in die Entwicklungshilfe und mögliche Anwendungen
6. Schwierigkeiten bei der Umsetzung der ökonomischen Landwirtschaft in Entwicklungsländern
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial der modernen Gentechnik zur Bekämpfung des Welthungers in Entwicklungsländern durch eine Abkehr von traditionellen Methoden hin zu einer industriellen Landwirtschaft. Es wird analysiert, wie ertragsstarke, gentechnisch modifizierte Pflanzen sowie eine verbesserte Infrastruktur die Ernährungssituation stabilisieren und die gesellschaftliche Entwicklung fördern können.
3.1 Kalorienmangel:
Die Hauptursache für Hungersnöte und durch Unterversorgung bedingte Todesfälle ist ein Mangel an Kohlenhydraten oder Fetten. Dieser ist durch die Armut der Bevölkerung oder durch Dürren und Ernteausfälle begründet. Jährlich leiden 925000000 Menschen an den Folgen der Unterernährung (Trentman, 2011).
Dem Kalorienmangel könnte mit einer Preissenkung bei Lebensmitteln oder der Verbesserung der Ernteerträge bekämpft werden. Gentechnik kann durch die hiermit verbundenen Ertragssteigerungen sowie die Resistenz gegen Schädlinge und Schädlingsbekämpfungsmittel einen großen Beitrag leisten (Kempken, 2004).
Die schon in der Einführung beschriebenen Resistenzen gegen Herbizide können in diesem Zusammenhang angewendet werden, um die Konkurrenzpflanzen, welche den Nutzpflanzen wertvolle Rohstoffe entziehen, abzutöten. Somit stehen mehr Nährstoffe für die Pflanzen und damit auch im Endeffekt für die Bauern zur Verfügung.
Zusätzlich zur Beseitigung der Schadpflanzen können diese Mechanismen auch auf Insekten angewandt werden. Dabei werden die Pflanzen mit entsprechenden Gensequenzen ausgestattet, welche dafür sorgen dass die Pflanze ein Fraßgift produziert. Dadurch werden Schadinsekten schnell und pestizidfrei beseitigt. Eine erfolgreiche Anwendung dieses Mechanismus wurde bereits bei Raupen gezeigt. Als bekanntestes Beispiel kann hierbei ein von der Firma Monsanto hergestellter Mais gesehen werden, welcher das Gift gegen die Larve des Maiszünslers selbst herstellt und ihn somit pestizidfrei abtötet (Kempken, 2004). Die Unabhängigkeit von Pestiziden ist einem Land wie Afrika mit einer mangelhaften Infrastruktur durchaus wünschenswert und eine Möglichkeit, den Boden vor Pestizideinschwemmungen zu schützen und gleichzeitig die Ernteerträge vor Fraßschädlingen zu sichern.
1. Einleitung: Beschreibt die gravierende Ernährungssituation in Entwicklungsländern und benennt die moderne Landwirtschaft als Lösungsansatz.
2. Grundlagen der Gentechnik in der Landwirtschaft: Erläutert die technischen Eingriffe in das Erbgut von Pflanzen und diskutiert Vorteile sowie Risiken wie Monokulturen.
3. Chancen der Gentechnik im Bezug auf Mangelernährungen und Unterversorgung: Analysiert Möglichkeiten zur Behebung von Kalorien-, Protein- und Vitaminmangel durch gentechnisch optimierte Nutzpflanzen.
4. Gentechnisch veränderte Grundnahrungsmittel und Leistungsvergleich: Vergleicht Erträge und Forschungsansätze von Mais, Weizen und Reis.
5. Integration der Gentechnik in die Entwicklungshilfe und mögliche Anwendungen: Plädiert für eine Modernisierung der Landwirtschaft hin zu industriellen Großbetrieben zur Steigerung des Wohlstands.
6. Schwierigkeiten bei der Umsetzung der ökonomischen Landwirtschaft in Entwicklungsländern: Behandelt Probleme wie finanzielle Abhängigkeit der Bauern, Artenvielfalt und die Notwendigkeit einer gesicherten Wasserversorgung.
7. Fazit: Fasst die Notwendigkeit der Umstellung landwirtschaftlicher Methoden und begleitender Infrastrukturinvestitionen zusammen.
Gentechnik, Landwirtschaft, Welthunger, Entwicklungsländer, Mangelernährung, Ertragssteigerung, Nutzpflanzen, industrielle Landwirtschaft, Ernährungssicherung, Saatgut, Gentechnologie, Infrastruktur, Nachhaltigkeit
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten der grünen Gentechnik, um die Ernährungslage in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern.
Die zentralen Felder umfassen die Bekämpfung von Mangelernährung, den Vergleich gentechnisch veränderter Nutzpflanzen und die sozioökonomische Transformation der kleinbäuerlichen Landwirtschaft.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch moderne biotechnologische Methoden und eine Industrialisierung der Agrarproduktion der Welthunger reduziert und die gesellschaftliche Entwicklung vorangetrieben werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Studien und Projekte zur Anwendung von Gentechnik in der Agrarwirtschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Mangelernährungsarten, den Leistungsvergleich wichtiger Nutzpflanzen und die Erörterung ökonomischer Herausforderungen bei der Umsetzung.
Wichtige Begriffe sind Gentechnik, Ernährungssicherung, industrielle Landwirtschaft, Entwicklungshilfe und Ertragsoptimierung.
Gentechnik ermöglicht einen zielgerichteten Transfer spezifischer DNA-Sequenzen, während das traditionelle Kreuzen auf dem zufälligen, geschlechtlichen Austausch ganzer Gen-Sets basiert und weniger effizient ist.
Der Golden Rice dient als Beispiel für die Bekämpfung von Vitamin-A-Mangel, wobei der Verzicht auf Patentrechte durch die herstellenden Firmen eine kostengünstige Lösung für betroffene Regionen ermöglicht.
Der Autor argumentiert, dass kleinbäuerliche Betriebe oft ineffektiv sind und moderne, industrielle Großstrukturen notwendig sind, um höhere Erträge zu erzielen und einen Mittelstand zu bilden.
Die Arbeit diskutiert die Privatisierung von Wasservorkommen im Zuge der Industrialisierung und wirft die Frage auf, ob Wasser ein Grundrecht oder ein Wirtschaftsgut darstellt.
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