Diplomarbeit, 2011
67 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Zentrale Begriffe und Definitionen
2.1 Führung
2.2 Mitarbeiterorientierung
2.2.1 Unternehmenskultur
2.2.2 Werte und Menschenbild
2.3 Mitarbeiterbindung und Mitarbeitergewinnung
2.3.1 Internes Marketing
2.3.2 Personalmarketing
2.4 Qualität
2.5 Dienstleistungsqualität
3 Studienergebnisse zum Thema
3.1 NEXT-Studie (nurses`early exit study)
3.1.1 Ergebnisse zur Führungsqualität
3.1.2 Ergebnisse zur Arbeitszufriedenheit
3.1.3 Ergebnisse zur Bindung
3.1.4 Ergebnisse zur sozialen Unterstützung durch direkte Vorgesetzte
3.2 Pflege-Thermometer 2009
4 Führungsqualität im Kontext
4.1 Potenzialqualität
4.1.1 Authentizität und Integrität
4.1.2 Vorbild
4.1.3 Transparenz
4.1.4 Positive Fehlerkultur
4.1.5 Stärken und Schwächen
4.1.6 Selbstreflexion
4.2 Prozessqualität
4.2.1 Motivation
4.2.2 Vertrauen
4.2.3 Kommunikation
4.2.4 Wertschätzung
4.2.5 Delegation
4.3 Ergebnisqualität
4.3.1 Wissen
4.3.2 Loyalität
4.3.3 Feedback
4.3.4 Lebensqualität
5 Ausrichtung und organisationale Umsetzung
5.1 Ausrichtung
5.2 Konzeption
5.3 Gestaltungsempfehlungen
5.3.1 Normative Ebene
5.3.2 Strategische Ebene
5.3.3 Operative Ebene
5.4 Erfolgskennzahlen
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Kritische Reflexion und Ausblick in die Zukunft
Ziel dieser Arbeit ist es, für das Pflegemanagement Merkmale und Gestaltungsempfehlungen zu erarbeiten, die eine mitarbeiterorientierte Führungsqualität fördern, um qualifizierte Pflegekräfte langfristig an das Unternehmen zu binden und neue Talente zu gewinnen.
4.1.4 Positive Fehlerkultur
Die Grundlage einer positiven Fehlerkultur liegt in der Schaffung eines Klimas, welches Raum bietet für Experimente, Innovationen, Wissensaneignung und Wissensumsetzung.
Ein solches Arbeitsklima ist frei von Angst und Misstrauen und Voraussetzung für eine langfristige Leistungssteigerung (vgl. Pfeffer, Sutton 2000: 140). Wer bei Mitarbeitern Angst auslöst, sie an den Pranger stellt und Fehler wie Todsünden behandelt, begeht selbst einen schlimmen Führungsverstoß. Dies erzeugt neben Versagensängsten Dauerstress und Aggressivität und führt zu Versuchen, Fehler zu verbergen und nach Schuldigen statt nach Lösungen zu suchen. In der Folge passieren die gleichen Fehler immer wieder (vgl. Schüller 2006: 74 f.).
Selbstverständlich muss ein Mitarbeiter einen Fehler oder ein nicht den Regeln entsprechendes Verhalten korrigieren. Dies setzt voraus, dass sein Vorgesetzter signalisiert, wenn er mit bestimmten Handlungen nicht einverstanden ist und mit ihm darüber spricht. Damit lässt sich unerwünschtes Verhalten vorbeugen und es entsteht eine positive Erfahrung, zumal es zunächst vielen Menschen schwer fällt, einen Fehler zuzugeben und sie es als peinlich empfinden (vgl. Hettl 2010: 80).
Wenn die Führungskraft eine konstruktive, einfühlsame Fehlerkultur etabliert, in der besprochene Fehler als Lernchancen gesehen werden, kann eine gesteigerte Arbeitsfreude sowie eine sinkende Fehlerrate beobachtet werden. (vgl. Schüller 2006: 94). Lassen sich Kritik – und womöglich auch Sanktionen – nicht vermeiden, so muss sich der Mitarbeiter dennoch auf die Unterstützung seines Chefs nach außen verlassen können (vgl. Malik 2006: 144).
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet den wachsenden Personalmangel in der Pflege und setzt den Fokus auf die Rolle des Führungsverhaltens bei der Mitarbeiterbindung.
2 Zentrale Begriffe und Definitionen: Es werden theoretische Grundlagen zu Führung, Mitarbeiterorientierung, Internem Marketing und dem Qualitätsbegriff im Pflegemanagement gelegt.
3 Studienergebnisse zum Thema: Die Kapitel stellen Ergebnisse der NEXT-Studie und des Pflege-Thermometers 2009 vor, um die aktuelle Situation und die Bedeutung der Vorgesetztenbeziehung zu untermauern.
4 Führungsqualität im Kontext: Anhand der Donabedian-Dimensionen Potenzial-, Prozess- und Ergebnisqualität werden spezifische Merkmale für exzellente Führung in der Pflege detailliert erläutert.
5 Ausrichtung und organisationale Umsetzung: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Merkmale mit der normativen, strategischen und operativen Managementebene und gibt konkrete Gestaltungsempfehlungen.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und eine kritische Reflexion des Führungsverständnisses in Zeiten knapper Ressourcen.
Führungsqualität, Pflegemanagement, Mitarbeiterbindung, Mitarbeitergewinnung, Personalmangel, Dienstleistungsqualität, Fehlerkultur, Motivation, Vertrauen, Wertschätzung, Wissensmanagement, Delegation, Mitarbeiterorientierung, Personalmarketing, Pflegeberuf
Die Arbeit untersucht, wie Führungskräfte in der Pflege durch ein mitarbeiterorientiertes Verhalten die Bindung von Fachkräften stärken und ihre Attraktivität als Arbeitgeber in einem hart umkämpften Markt erhöhen können.
Die Arbeit behandelt Themen wie Personalführung, Unternehmenskultur, internes Marketing, Fehlerkultur, Motivation, Wissensmanagement sowie die spezifische Situation im Pflegesektor.
Ziel ist die Darstellung von Merkmalen und konkreten Gestaltungsempfehlungen für das Pflegemanagement, um Führungskräfte dazu zu befähigen, die besten Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und langfristig zu halten.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturrecherche und der Analyse bestehender Studienergebnisse (NEXT-Studie, Pflege-Thermometer 2009), die in ein eigenes Modell der Qualitätsdimensionen eingeordnet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition zentraler Begriffe, eine Analyse empirischer Studienergebnisse, die Zuordnung von Qualitätsmerkmalen zu Managementebenen sowie praktische Umsetzungshilfen und Checklisten für Führungskräfte.
Zu den prägenden Begriffen zählen Führungsqualität, Mitarbeiterbindung, Potenzial- und Prozessqualität nach Donabedian, sowie soziale Unterstützung durch Vorgesetzte.
Studien belegen, dass Mitarbeiter häufig nicht das Unternehmen, sondern ihren direkten Vorgesetzten verlassen. Eine positive Beziehung und soziale Unterstützung sind daher entscheidende Faktoren für die Arbeitszufriedenheit und Bindung.
Führung wird als eine Dienstleistung verstanden, bei der die Führungskraft für ihre Mitarbeiter (als interne Kunden) ein Umfeld schafft, das Leistung, Vertrauen und Weiterentwicklung ermöglicht.
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