Diplomarbeit, 2011
61 Seiten, Note: 12,00 Punkte - Gut
1 Einleitung zum Thema
2 Außenhandelstheorie
2.1 Klassische Theorien
2.1.1 Merkantilismus
2.1.2 Absolute und komparative Kostenvorteile
2.2 Neuere Theorien
2.2.1 Das Heckscher-Ohlin-Theorem
2.2.2 Das Standardmodell einer Handel treibenden Volkswirtschaft
2.2.3 Die Produktlebenszyklustheorie nach Vernon
2.3 Die Rolle der Handelspolitik
2.3.1 Protektionismus
2.3.2 Freihandel
2.3.3 Auffälligkeiten im Vergleich
3 Außenwirtschaftliche Ungleichgewichte: Die USA und Deutschland
3.1 Entwicklungsgeschichte und aktuelle Situation in Deutschland
3.2 Entwicklungsgeschichte und aktuelle Situation in den USA
3.3 Auffälligkeiten im Vergleich
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Außenhandels als Indikator für die ökonomische Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Dabei wird das Ziel verfolgt, theoretische Fundierungen mit einer empirischen Analyse der gegensätzlichen Außenhandelsbilanzen von Deutschland und den USA zu verknüpfen, um die Ursachen und Auswirkungen außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte zu bewerten.
2.1.1 Merkantilismus
Der Merkantilismus (lat. mercator: Kaufmann) weist eine untypische begriffliche Entstehungsgeschichte auf. Namensgeber der Merkantilisten waren rückwirkend ihre Kritiker, weswegen die Theorie nicht als einheitliche Wirtschaftsschule bezeichnet werden kann.3
Folglich wird der Merkantilismus länderspezifisch differenziert: z.B. zeichnete sich die britische Form durch einen Fokus auf Ausfuhraktivitäten aus, während die deutsche Variante (Kameralismus) auf eine Stärkung der Binnenwirtschaft und einen Bevölkerungszuwachs (Peuplierung) abzielte.4
Die Fachliteratur bezeichnet die Theorie als "wirtschaftspolitische Doktrin des Absolutismus", wodurch eine staatliche Instrumentalisierung der Ökonomie offenbar wird.5 Die durch Handelsgewinne vergrößerte Finanzbasis war für die Finanzierung und Expansion der Machtinstrumente Administration und Militär vorgesehen. Da eine Konstanz des Gesamthandelsvolumens angenommen wurde, konnten zusätzliche Handelsüberschüsse nur auf Kosten der Handelspartner erzielt werden. Kennzeichnend war daher eine Zollpolitik, die die Einfuhr von Rohstoffen und die Ausfuhr von Manufakturgütern begünstigte und im Gegenzug die Einfuhr von Manufakturwaren und die Ausfuhr von Rohstoffen (auch Nahrungsmittel) behinderte.6 Der Staat versuchte sämtliche Wirtschaftsaktivitäten durch zahlreiche Regularien und durch die Vermarktung von Monopolen eng zu kontrollieren.
1 Einleitung zum Thema: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext der Globalisierung und leitet die Forschungsfragen zum Stellenwert des Außenhandels sowie zur Beurteilung außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte ab.
2 Außenhandelstheorie: Dieses Kapitel liefert einen systematischen Überblick über klassische und moderne Außenhandelstheorien und diskutiert handelspolitische Strategien zwischen Protektionismus und Freihandel.
3 Außenwirtschaftliche Ungleichgewichte: Die USA und Deutschland: Hier erfolgt eine detaillierte empirische Analyse der historischen Entwicklung und aktuellen Situation der Außenhandelsbeziehungen in Deutschland und den USA.
4 Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Ursachen der außenwirtschaftlichen Asymmetrien, unter Berücksichtigung von Lohnstrukturen und industrieller Basis.
Außenhandel, Globalisierung, Volkswirtschaft, Handelsbilanz, Exportüberschuss, Leistungsbilanzdefizit, Protektionismus, Freihandel, Standortvorteile, Produktionsfaktoren, Strukturwandel, Wirtschaftsleistung, USA, Deutschland, Wirtschaftspolitik
Die Diplomarbeit untersucht den Außenhandel als Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und analysiert die theoretischen Hintergründe sowie die Praxis am Beispiel der USA und Deutschland.
Die Schwerpunkte liegen auf klassischen und modernen Außenhandelstheorien, der Analyse von Handelsströmen und der Rolle der Handelspolitik im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Protektionismus.
Die Arbeit fragt nach der Bedeutung des Außenhandels für moderne Volkswirtschaften und wie außenwirtschaftliche Ungleichgewichte, wie sie in den USA und Deutschland vorliegen, zu beurteilen sind.
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung in Kombination mit einem vergleichenden Ländervergleich basierend auf empirischen Daten und historischer Analyse.
Neben den theoretischen Ansätzen (Ricardo, Heckscher-Ohlin, Vernon) steht die detaillierte Untersuchung der Handelsentwicklung von Deutschland und den USA im Fokus, inklusive der Rolle wichtiger Warengruppen und Handelspartner.
Kernbegriffe sind Außenhandel, Handelsdefizit, Exportüberschuss, Globalisierung und industrieller Strukturwandel.
Deutschland agiert als exportorientierte Wirtschaft mit hohen Überschüssen, während die USA traditionell durch ein signifikantes Leistungsbilanzdefizit geprägt sind, was durch unterschiedliche industrielle Kapazitäten und Konsummuster bedingt ist.
Vernons Theorie wird genutzt, um den Wandel internationaler Arbeitsteilung und die zunehmende Verlagerung von Produktionsprozessen in Schwellenländer zu erklären.
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