Examensarbeit, 2010
93 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 DER ANSPRUCH AUF DAS HEILIGE LAND
2.1 Der geschichtliche Hintergrund Palästinas
2.2 Der religiöse Hintergrund Palästinas
3 EINWANDERUNG UND STAATSGRÜNDUNG
3.1 Der Zionismus
3.2 Der Holocaust in Deutschland
3.3 Die Entstehung des Staates Israel
4 DIE HERAUSFORDERNDE GESCHICHTE DES JUNGEN STAATES
4.1 Aus dem Staat Israel wird eine Nation
4.2 Der Sechs Tage Krieg
4.3 Israels Politik in den „besetzten Gebieten“
4.4 Der Jom Kippur Krieg
4.5 Der Libanon Krieg und der Kampf gegen die PLO
5 EINE NEUE GENERATION DES AUFSTANDS
5.1 Die erste Intifada und der Friedensprozesses
5.2 Camp David und die Al Aqsa Intifada
5.3 Die Tendenzen der letzten Jahre im Nahen Osten
6 DER DJIHAD ALS TEIL DES NAHOSTKONFLIKTES
6.1 Muhammad und die Juden
6.2 Der globale Djihad
6.3 Der Nährboden des Gewaltpotentials in Palästina
6.4 Belohnung für den Djihad
6.5 Die Geschichte und Ideologie der Hamas
7 SCHLUSS
Die Arbeit untersucht die komplexen historischen, religiösen und politischen Ursprünge des Nahostkonflikts, um ein ausgewogenes Verständnis für die gegensätzlichen Narrative von Israelis und Palästinensern zu entwickeln und die Möglichkeiten sowie Hindernisse für einen dauerhaften Frieden aufzuzeigen.
3.1 Der Zionismus
Das Bestreben, dem jüdischen Volk in Palästina eine eigene Nation zu gründen, begann Ende des 19 Jahrhunderts. Die Zeit des Bar Kochba Aufstands im Jahr 135 n. Chr. war der letzte Zeitpunkt, zu dem Juden in Palästina regierten. Über 1700 Jahre später entwickelte sich nun der Zionismus, mit dem Ziel zurückzukehren in das Land, um einen eigenen jüdischen Staat zu gründen. „Für ein Volk ohne Land ein Land ohne Volk“ (BÖHME 2005, 13). Unter diesem Leitmotiv wurde der Zionismus vorangetrieben, ohne dabei an die palästinensische Bevölkerung zu denken, die ja durchaus das Land besiedelte, auch wenn sie es nicht eigenständig regierte. In der Tat war zu dieser Zeit noch kein nationales Bewusstsein der Palästinenser vorhanden, dennoch verband sie eine religiöse, kulturelle und sprachliche Identität (vgl. BUNZL 2008, 155).
Die Juden wurden zu dieser Zeit verachtet und lebten ein untergeordnetes Leben in vielen europäischen Ländern. Das Bild des sogenannten „Jid“, der hässlich, kränklich, kümmerlich, versklavt, entwürdigt und egoistisch war, war repräsentativ für den immer stärker aufkeimenden Antisemitismus. Genau dies war später auch Hitlers Propagandabild der Juden. Doch diese litten bereits vor dem Beginn des 20 Jh. unter diesem Vorurteil, welches zu legaler Diskriminierung, Inquisition und Pogromen führte (vgl. RUBINSTEIN 2001, 28). Die Situation der Juden in Ost- und Mitteleuropa muss man jedoch differenziert betrachten. Die jüdischen Gemeinden in Osteuropa lebten gegen Ende des 19 Jh. noch immer in Ghettos im zaristischen Russland. Beispielsweise unterschieden sie sich in kultureller, religiöser und sozialer Hinsicht sehr von der russischen Bevölkerung. Sie waren Bürger zweiter Klasse und viele konnten keine Arbeit finden, sodass sie von der Fürsorge leben mussten. Diese sozialen Konflikte entluden sich dann in den beschriebenen Verfolgungswellen, aufgrund derer eine große Anzahl Juden Osteuropa zwischen 1870 und 1920 verließen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Komplexität und Brisanz des Nahostkonflikts unter Berücksichtigung der deutschen Perspektive.
2 DER ANSPRUCH AUF DAS HEILIGE LAND: Untersuchung der historischen und religiösen Wurzeln beider Völker in der Region Palästina.
3 EINWANDERUNG UND STAATSGRÜNDUNG: Analyse des Zionismus, des Einflusses des Holocaust und der Gründung Israels.
4 DIE HERAUSFORDERNDE GESCHICHTE DES JUNGEN STAATES: Betrachtung der militärischen Auseinandersetzungen und der politischen Etablierung Israels bis 1985.
5 EINE NEUE GENERATION DES AUFSTANDS: Darstellung der Intifada und der Versuche, den Friedensprozess durch Abkommen wie in Oslo voranzutreiben.
6 DER DJIHAD ALS TEIL DES NAHOSTKONFLIKTES: Auseinandersetzung mit der religiösen Komponente, dem globalen Djihad und der Ideologie der Hamas.
7 SCHLUSS: Zusammenfassendes Fazit zur gegenseitigen Schuldfrage und den Perspektiven für eine friedliche Koexistenz.
Nahostkonflikt, Israel, Palästina, Zionismus, Staatsgründung, Intifada, Hamas, Djihad, Antisemitismus, Friedensprozess, Westjordanland, Sicherheit, Besatzung, Identität, Konfliktpotenzial
Die Arbeit analysiert die Ursachen und den Verlauf des Nahostkonflikts, indem sie historische, religiöse und politische Hintergründe beleuchtet und die Perspektiven sowohl der israelischen als auch der palästinensischen Seite betrachtet.
Die zentralen Themen umfassen die Entstehung des Zionismus, die Gründung Israels, die verschiedenen Nahostkriege, die Rolle des Islamismus und die Dynamik der Intifada-Aufstände.
Das Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für das komplexe Gesamtbild des Konflikts zu schaffen, um so fundierte Perspektiven für die Zukunft jenseits einseitiger Schuldzuweisungen zu erarbeiten.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie auf Primärquellen wie Informationsbroschüren und Newsletter der israelischen Botschaft, um unterschiedliche Standpunkte und Fakten zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Blöcke: von der Gründung der israelischen Nation und den Kriegen über die palästinensische Autonomie und Intifada bis hin zur ideologischen Rolle des Djihad.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nahostkonflikt, Zionismus, Intifada, Hamas, Djihad, Staatsgründung und Friedensprozess charakterisiert.
Der Zionismus wird als eine politische Bewegung beschrieben, die durch den Antisemitismus in Europa geprägt wurde, um eine eigene nationale Existenz für Juden zu schaffen, wobei die schwierige Koexistenz mit der arabischen Mehrheit explizit diskutiert wird.
Der Autor schließt, dass keine Seite die alleinige Schuld trägt und dass eine dauerhafte Lösung nur durch gegenseitige Kompromisse, ein Ende der Siedlungspolitik und die Anerkennung des Existenzrechts beider Völker möglich ist.
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