Masterarbeit, 2011
118 Seiten, Note: Sehr gut
1.00 VORWORT // ABSTRACT // EINORDNUNG
1.10 EINLEITUNG
2.00 I WAHRNEHMUNG // STIMMUNGSQUALITÄT
2.10 AUFENTHALTSQUALITÄT
2.11 SCHALLRAUM
2.12 AUDITIVE ATMOSPHÄRENKONSTRUKTION
2.13 ATMOSPHÄRENBEGRIFF
2.14 KLANGRAUM
3.00 II PHYSIKALISCHE GRUNDLAGEN
3.10 SCHALLENTSTEHUNG UND SCHALLAUSBREITUNG
3.11 SCHALLAUSBREITUNG IM MEDIUM
3.12 SCHALLAUSBREITUNG IM VERGLEICHSMODELL
3.121 BINOKULAR SEHEN EXKURS
3.122 BINAURAL HÖREN
3.13 SCHALLANREGUNG
3.14 RESONANZ
3.141 RESONANZFREQUENZ
3.142 RAUMRESONANZ
3.143 PERIODISCH UND APERIODISCHE RESONANZ
3.15 SCHWINGUNGSFREQUENZ UND AMPLITUDE
3.151 SCHWINGUNGSFREQUENZ
3.152 AMPLITUDE, SCHALLDRUCK
4.00 III GERÄUSCHARTEN // KLANGARTEN
4.10 SCHALLCHARAKTERISTIKEN
4.11 GERÄUSCH
4.111 FREQUENZZUSAMMENSETZUNG
4.12 GERÄUSCHKATEGORIEN
4.121 TONALE UND BREITBANDIGE GERÄUSCHE
4.122 KONTINUIERLICHE UND IMPULSHAFTE GERÄUSCHE
4.123 IMPULSHAFTE GERÄUSCHE
4.124 INTERMITTIERENDE GERÄUSCHE
4.125 KLANGFARBE DER GERÄUSCHE
4.13 WIRKUNGEN VON GERÄUSCHEN
4.131 GERÄUSCHSTIMMUNGEN
4.14 DIE KUNST DER GERÄUSCHE
4.141 BERNHARD LEITNER
4.142 ROBIN MINARD
4.1421 ROBIN MINARD // KONDITIONIERUNG
4.1422 ROBIN MINARD // ARTIKULATION
4.143 JOHN CAGE
4.15 GERÄUSCHSTIMMUNGEN IM ZEITLICHEN KONTEXT
4.151 GERÄUSCHSITUATION LÄRM
4.16 GERÄUSCHE MIT STÖRWIRKUNG
4.161 LÄRM
4.162 UMWELTRECHT
4.163 UMGEBUNGSRICHTLINIE
4.17 GERÄUSCHE ALS INFORMATIONSÜBERTRAGUNG
4.171 GERÄUSCHLANDSCHAFTEN
4.18 GERÄUSCHGRUPPEN
4.19 GERÄUSCHAUSPRÄGUNG
4.191 GERÄUSCHVERDECKUNG
4.192 HINTERGRUNDGERÄUSCH
4.20 GERÄUSCHANWENDUNGEN
4.201 GERÄUSCHE ALS UMWELTREIZE
4.21 GERÄUSCHE MIT BERUHIGENDER WIRKUNG
4.211 GERÄUSCHE IM SCHLAF
4.22 WESENSERFASSUNG VON GERÄUSCHEN
4.221 OBJEKTBEWEGUNG
4.222 OBJEKTAUSDEHNUNG ANGRENZENDE NÄHE
4.223 OBJEKTAUSDEHNUNG UMLIEGENDE NÄHE
4.224 OBJEKTAUSDEHNUNG MITTE
4.225 OBJEKTAUSDEHNUNG GROßRÄUMIG
4.23 DIFFERENZIERUNG VON GERÄUSCH UND KLANG
4.24 HÖREINDRUCK VON GERÄUSCH UND KLANG
5.00 IV KLANG
5.10 DER REINE TON
5.11 DER NATÜRLICHE TON
5.12 DIE KLANGFARBE
5.121 TONHÖHE UND TONDAUER
5.122 FORMANTEN
5.123 FREQUENZSPEKTRUM
5.124 DIE KLANGFARBE IN DER PSYCHOAKUSTIK
5.13 KONSONANZ UND DISSONANZ
5.14 WIRKUNGEN VON KLÄNGEN
6.00 V WAS IST MUSIK?
6.10 PHÄNOMEN MUSIK
6.101 EMOTIONSWAHRNEHMUNG UND EMOTIONSINDUKTION
6.11 MUSIK ALS AKTIVIERUNG
6.111 AKTIVIERENDE UND BERUHIGENDE WIRKUNGEN VON MUSIK
6.12 EMOTIONALE UND KÖRPERLICHE WIRKUNG VON MUSIK
6.121 EMOTIONALE WIRKUNG VON MUSIK
6.122 KÖRPERLICHE WIRKUNG
6.13 MUSIKALISCHE ELEMENTE
6.131 LAUTSTÄRKE UND RHYTHMUS
6.132 LAUTSTÄRKE
6.133 RHYTHMUS
6.134 FREQUENZ UND TONHÖHE
6.135 ADAPTIONSEFFEKTE
6.14 FUNKTIONELLE MUSIK
6.141 KLASSISCHE FORM DER HINTERGRUNDMUSIK
6.142 MODERNE FORM DER HINTERGRUNDMUSIK
6.143 INTENSITÄT DER HINTERGRUNDMUSIK
6.15 ERIC SATIE // MUSIQUE D‘AMEUBLEMENT
7.00 VI AKUSTISCHE UMWELT
7.10 DER SOUNDSCAPE BEGRIFF
7.11 LAUTSPHÄREN
7.111 SCHIZOPHONIE
7.112 WORLD SOUNDSCAPE PROJECT
7.12 LUIGI RUSSOLO // MANIFESTO DELL ’ARTE DEI RUMORI
7.13 PIERRE SCHAEFFER // MUSIQUE CONCRÈTE
7.131 OBJET SONORE
7.14 GERÄUSCHOBJEKT // KLANGOBJEKT
7.141 WAS KLINGT?
7.142 WAS BEWEGT SICH?
7.143 WELCHES MATERIAL KLINGT?
7.144 WIE KLINGT ES?
7.145 WO KLINGT ES?
7.15 MURRAY SCHAFER // SOUNDSCAPE
7.16 LAUTSPHÄRENANALYSE
7.161 HI-FI UND LO-FI LAUTSPHÄREN
7.1611 HI-FI LAUTSPHÄRE
7.1612 LO-FI LAUTSPHÄRE
7.162 LAUTSPHÄRENMERKMALE
7.1621 SIGNALLAUTE
7.1622 ORIENTIERUNGSLAUTE
8.00 VII PSYCHOAKUSTIK
8.10 HÖREMPFINDEN
8.101 PRIMÄREMPFINDUNGEN
8.11 HÖRFELD
8.12 RICHTUNGSHÖREN
8.121 KOPFBEZOGENES KOORDINATENSYSTEM
8.13 GERICHTETES HÖREN VON SCHALLCHARAKTERISTIKEN
8.131 AUDITIVE AUFMERKSAMKEIT UND SELEKTION
8.14 AUDITIVE INFORMATIONSVERARBEITUNG
8.15 HÖRPERSPEKTIVEN
8.151 AMPHOUX HÖRPERSPEKTIVEN
8.16 HÖRPROZESSE
8.161 REDUZIERTES HÖREN
8.162 FIGURATIVES HÖREN
8.163 SEMANTISCHES HÖREN
9.00 VIII RAUMAKUSTIK // ENTWERFEN
9.10 RAUMAKUSTISCHE KRITERIEN
9.11 PRIMÄRFORM
9.111 RAUMPROPORTION
9.112 RAUMFORM
9.12 SEKUNDÄRSTRUKTUR
9.13 FREIFELD
9.131 FREIFELDRAUM [RAR]
9.14 UMSCHLOSSENER RAUM
9.141 HALLRAUM
10.00 KONKLUSION
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die Konstruktion auditiver Atmosphären in der Architektur durch den bewussten Einsatz von Schallcharakteristiken, um die Aufenthaltsqualität in Räumen zu beeinflussen und das Verständnis für eine aktiv gestaltete akustische Umwelt zu fördern.
4.143 -JOHN CAGE
John Cage [1912-1992] veränderte das grundlegende Spiel zwischen Komponisten, Interpreten und dem Rezipienten. Dies führte zu einem radikalen Prozess der musikalischen Aufführungspraxis im 20. Jahrhunderts. John Cage verstarb am 12. August 1992 in New York.
Seine Strategie u. a. war folgende. In dem er seinen Einfluss auf das musikalische Werk so weit wie möglich zurücknahm, überließ Cage den Werk bezogenen Schöpfungsprozess dem des Zufalls. Die neue Rolle des musikalischen Denkens führte Cage u. a. in ersten Versuchsanordnungen mit der Tonbandmusik aus, die zur Musikdarbietung ohne Interpreten soweit auskommt.
Die Klugheit und Einfachheit sind Lebendigkeiten seiner Persönlichkeit, die Jahrzehnte nach seinen Tod viele Menschen in seinen Arbeiten noch immer beeindrucken. Cage ist ein Star und gehört zu der experimentellen Klangkunst gewissermaßen zum guten Ton. Ein gewisser Cage Ton ist nicht unangebracht.
Die erste öffentliche Aufführung von John Cages Werk mit dem Titel 4’33“ war ein Skandal. Das komponierte Stück, das John Cage im Jahr 1952 schrieb ist eine seiner berühmtesten Kompositionen geworden und wird als Stilles Stück oder manchmal auch als Tacet bezeichnet. Das Werk besteht in seiner Zeitspanne aus drei Sätzen mit der Anweisung Tacet, d. h. jeder einzelne Satz des dreisätzigen Werkes ist durchgehend mit dem Abschnitt pausieren gekennzeichnet und hat eine Dauer von vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden, in denen nichts gespielt wird.
1.00 VORWORT // ABSTRACT // EINORDNUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Atmosphärenkonstruktion ein und umreißt die wissenschaftliche Fragestellung der Master-Thesis.
2.00 I WAHRNEHMUNG // STIMMUNGSQUALITÄT: Es wird die Verbindung zwischen Architektur, menschlicher Wahrnehmung und der emotionalen Qualität von Klangräumen untersucht.
3.00 II PHYSIKALISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die physikalischen Prozesse der Schallentstehung, Ausbreitung und Resonanzphänomene.
4.00 III GERÄUSCHARTEN // KLANGARTEN: Hier erfolgt eine differenzierte Analyse verschiedener Geräusch- und Klangkategorien sowie deren Wirkung und künstlerische Verwendung.
5.00 IV KLANG: Dieses Kapitel vertieft die physikalischen und psychoakustischen Eigenschaften von Tönen und Klängen.
6.00 V WAS IST MUSIK?: Hier wird das Phänomen Musik im Kontext von Aktivierung, Emotion und funktionaler Gestaltung analysiert.
7.00 VI AKUSTISCHE UMWELT: Das Kapitel widmet sich dem Soundscape-Begriff und der Lautsphärenanalyse zur Erfassung akustischer Räume.
8.00 VII PSYCHOAKUSTIK: Hier werden die menschlichen Hörprozesse, die Aufmerksamkeit und die auditive Informationsverarbeitung behandelt.
9.00 VIII RAUMAKUSTIK // ENTWERFEN: Das Kapitel fokussiert auf die raumakustische Gestaltung, Kriterien der Primärform und die Wirkung von Sekundärstrukturen.
10.00 KONKLUSION: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der auditiven Gestaltung für zukünftige Lebensräume.
Atmosphärenkonstruktion, Schallcharakteristiken, auditive Architektur, Raumakustik, Klangraum, Geräusch, Klang, Soundscape, Psychoakustik, aktives Zuhören, funktionelle Musik, Raumwahrnehmung, Lautsphäre, Stimmung, Wahrnehmung.
Die Arbeit befasst sich mit der auditiven Gestaltung von Innenräumen und der gezielten Konstruktion atmosphärischer Qualitäten mittels Schallcharakteristiken.
Die zentralen Themen sind Raumakustik, Psychoakustik, Klangkunst, Soundscape-Forschung sowie die Wirkung von Geräuschen und Musik auf den Menschen.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schallcharakteristiken in den architektonischen Entwurf integriert werden können, um die Aufenthaltsqualität und das Wohlbefinden in umschlossenen Räumen zu verbessern.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre methodische Perspektivierung, die physikalische Akustik mit psychologischer Wahrnehmungstheorie und architekturtheoretischen Ansätzen verbindet.
Der Hauptteil analysiert physikalische Grundlagen (Schallentstehung/-ausbreitung), Kategorien von Geräuschen und Klängen, künstlerische Ansätze (z.B. von Bernhard Leitner oder John Cage) sowie raumakustische Entwurfskriterien.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Atmosphärenkonstruktion, auditive Architektur, Soundscape, Psychoakustik und raumakustische Gestaltung charakterisiert.
Präsenzgeräusche werden als akustische Reflexionen des Physischen im Raum definiert, die den Raumcharakter wesentlich prägen und deduktive Schlüsse auf die Raumnutzung zulassen.
Eine HI-FI-Lautsphäre zeichnet sich durch einen geringen Geräuschpegel aus, wodurch einzelne Schallereignisse gut lokalisierbar sind, während LO-FI-Lautsphären von einem dominanten Geräuschpegel überlagert werden, was die Identifikation einzelner Informationen erschwert.
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